Gloria (2012)

Gloria Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Gloria: Wundersamer Sehnsuchtsfilm und ein Feelgoodmovie um eine selbstbewusste Frau Ende 50, die dem Leben ein Stück Glück abtrotzen will.

Die geschiedene 58jährige Gloria verkriecht sich nicht zu Hause, sondern flirtet auch schon mal im Single-Club, schwingt das Tanzbein und hat Lust auf Sex. Als sie den ebenfalls geschiedenen Rudolfo trifft, funkt es. Sie geht lässt Nähe und Intimität zu, öffnet sich dem anderen. Sein Manko: Kaum ruft dessen Ex oder eine seiner Töchter an, folgt der sonst so kuschelige Kerl brav deren Order. Er schaut in die Vergangenheit, sie in die Zukunft. Irgendwann zieht Gloria die emotionale Notbremse und erkennt, sie genügt sich selbst.

Die Spätfünfzigerin Gloria findet zunächst die große Liebe und entdeckt dann, dass sie zum Glücklichsein doch nur sich selbst braucht. Wundersamer Sehnsuchtsfilm, der zu den großen Hits der Berlinale 2013 gehörte.

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Kritikerrezensionen

  • Bärengewinnerin Paulina García begeistert in einem wundersamen Sehnsuchtsfilm als selbstbewusste Frau, die dem Leben ein Stück Glück abtrotzen will.

    Es gibt sie noch, diese raren Filmjuwelen, die uns beschwingt mit einem Lied auf den Lippen und dem Gefühl, die Welt umarmen zu wollen, in die raue Wirklichkeit entlassen. “Gloria” ist so ein Wunderwerk, das den Tag verschönt und gute Laune macht. Dem Chilenen Sebastián Lelio gelang diese zauberhafte Ode an eine starke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt, nach jeder Enttäuschung wieder aufsteht, wie einst Rocky im Ring. Die 58jährige Titel gebende Figur verkriecht sich nach der Scheidung nicht zu Hause, sondern flirtet im Single-Club, schwingt das Tanzbein und hat Lust auf Sex. Bei der Suche nach einem neuen Mr. Right trifft sie auf einen Mann mit dem wohlklingenden Namen Rudolfo, der sich erst einmal eine Art Stützkorsett vom Körper reißt, bevor sie im Bett landen. Bald klopfen die Herzen und Gloria lässt Nähe und Intimität zu, geht voll auf Risiko und öffnet sich dem anderen. Einziges Manko: Kaum ruft die Ex oder eine seiner Töchter an, folgt der sonst so kuschelige Kerl brav deren Order. Er schaut in die Vergangenheit zurück, sie in die Zukunft. Als er Gloria sogar auf der Familienfeier allein lässt, zieht sie die emotionale Notbremse.

    In Lelios viertem Spielfilm, so rhythmisch komponiert wie ein Bossa Nova, durchlebt die sympathische Heldin Höhen und Tiefen. Die Kamera folgt ihr in den Alltag, wenn sie nachts das Getöse des Nachbars ertragen muss und dessen fellloser Kater ihr nicht von der Seite weicht, wenn sie ihren Sohn besucht oder die Tochter, die bald zum Freund nach Schweden zieht, wenn sie sich im Frust betrinkt und mit einem Fremden loszieht, morgens allein am Strand aufwacht oder mutig Bungee-Springen übt. Unvergesslich ist die Racheszene, in der sie mit einer Paintball Gun auf Rudolfos adrettes Häuschen ballert. Paulina García (Silberner Bär als Beste Darstellerin) spielt diese Frau ohne falsches Pathos ehrlich, humorvoll und mit großer Empathie. Sie ergibt sich nicht dem Selbstmitleid, sondern demonstriert Selbstbewusstsein, wenn sie am Ende allein auf einer Hochzeitsfeier tanzt und realisiert, sie ist sich selbst genug, und sie lauthals Umberto Tozzis “Gloria” schmettert. Da stimmt man fröhlich ein und ist hingerissen von dieser bärenstarken Liebeserklärung an das Leben. mk.

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