Get the Gringo (2012)

Get the Gringo Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (2)
  1. Ø 2.5
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

Get the Gringo: Schwarzhumorige Hardboiled-Mixtur aus Knastdrama, "Die Klapperschlange"-Dystopie im "City of God"-Realismus, Action und Texmex-Thriller um einen US-Gangster, der in einem mexikanischen Gefängnis landet. Mit Mel Gibson als Hauptdarsteller und Produzent.

Gerade noch hat er eine mexikanische Bank ausgeraubt, da endet die Verfolgungsjagd für den als Clown verkleideten Driver in Handschellen und seinen Komplizen tödlich. Die Beute teilen die korrupten Grenzbeamten unter sich auf und inhaftieren den Amerikaner als einzigen Weißen in einer stickigen, überfüllten Gefängnisstadt. Dort hängen sie ihm zwei Morde an, aber Driver ist ein ausgefuchster Gauner, der die beginnende Jagd auf ihn mit smarten Tricks zu verzögern weiß. Dabei hilft ihm ein Zehnjähriger, dessen Leber einem Knast-Paten transplantiert werden soll.

Der Gringo hat eine Bank in Amerika ausgeräumt und es mit Ach und Krach über die mexikanische Grenze geschafft. Dort erwarten ihn mexikanische Cops, die die Beute in die eigenen Taschen stecken und den Gringo abschieben in ein Gefängnis, wie es nur in Lateinamerika existieren kann. In “El Publito” leben Gefangene mit ihren Familien in einer Art Stadt der Kriminellen mehr wie draußen als wie drinnen. Der Gringo muss hier zeigen, was er drauf hat, denn das organisierte Verbrechen hat ihn bereits im Visier.

Von Cops und Gangstern gejagt und betrogen muss der Gringo lernen, im mexikanischen Superknast zu überleben. Mel Gibson in alter Form als hartgesottener Krimineller mit Herz in diesem actiongeladenen Texmex-Thriller.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Was wäre, wenn Porter einen Sommerurlaub in Mexiko verbringen würde – und zwar nicht am Strand, sondern im Knast? Dieser Film gibt die Antwort drauf.
  • Mit Hilfe eines dem Tod geweihten Zehnjährigen will Mel Gibson als einziger Gringo aus einer mexikanischen Gefängnisstadt fliehen.

    Ein US-Kinostart hat Hollywood der wegen Verfehlungen gegen die Political Correctness in Ungnade gefallenen Ikone verweigert, was Gibson regelrecht angestachelt hat, sein Outlaw-Image zu zelebrieren und wieder zynisch-charmant seine Leidensfähigkeit in einem schwer unterhaltsamen Gangsterstück mit rauem Herz unter Beweis zu stellen.

    Die schwarzhumorige Hardboiled-Mixtur aus Knastdrama, “Die Klapperschlange”-Dystopie im “City of God”-Realismus, Action und Texmex-Thriller hat 20 Millionen Dollar aus seiner eigener Tasche gekostet und stellt ihn als Mann im traurigen Clownskostüm vor, dem die korrupte Polizei nach einer Verfolgungsjagd über die Grenze die Millionenbeute abknöpft und ihn in einer mexikanischen Gefängnisstadt begraben will. Rasch spricht sich in der Knasthölle herum, dass es bei dem namenlosen (Anti)Helden Driver, der als Ich-Erzähler fungiert, viel zu holen gibt. Drogenkartelle, Anwälte, Behörden – allesamt bis ins Mark verdorben – wollen seinen Kopf und geben die Losung aus: Get the Gringo.

    Vor Hitze suggerierendem Orange-Filter breitet sich das Soziotop einer überfüllten Unterwelt aus, ein “Sin City”-Slum einer kriminellen Gesellschaft, in die diesen Driver ein zehnjähriger Junge einweist, dessen Vater vom Paten der Knast-Favela getötet wurde, weil dieser eine neue Leber brauchte. Demnächst ist der mit der gleichen seltenen Blutgruppe versehene Junge (Kevin Hernandez aus “Bad Sitter”) dran, dessen besorgte Mutter nichts gegen das drohende Todesurteil ausrichten kann. Der ausgebuffte Ex-Sniper Driver lässt sich von dem abgeklärten Kid beim Überlebenskampf helfen. Die beiden Todgeweihten, um die sich die Schlinge immer enger zieht, müssen smart sein und ihre Gegner gegeneinander ausspielen. Für das Raubein mit Herz am rechten Fleck ergibt das eine derb-väterliche Beschützerrolle aber auch die als cleverer Killer, der die Hintermänner (darunter Peter Stormare) in “Payback”-Manier ausschaltet. Adrian Grunberg, Regieassistent bei Filmen von “Perdita Durango” über “Traffic” bis “Apocalypto”, hat das trotz flirrender Hitze sarkastisch-coole Genrewerk auf seinen Star zugeschnitten, der uneitel dem großartigen Kevin Hernandez viel Platz einräumt, statt selbst zu dominieren.

    tk.
  • Nach privaten Eskapaden zwischen häuslicher Gewalt und rassistischen Schimpftiraden dient Mel Gibson in Hollywood nur noch als Zielscheibe für Stand-up-Comedians wie Seth McFarlane bei der diesjährigen Oscar-Verleihungen. Mangels Angebote schrieb sich der fast abgehalfterte Actionstar das harte Gefängnisdrama "Get the Gringo" selbst auf den Leib, das er mit seiner Firma Icon produzierte. Co-Autoren waren bei dem schon 2011 entstandenen Exploitation-Drama Produzentin Stacy Perskie und Regisseur Adrian Grunberg, die beide schon bei den Gibson-Filmen "Auftrag Mord" und "Apocalypto" als Regieassistenten fungierten. In Amerika kam das Werk allerdings gar nicht erst ins Kino.

    In der Tat sieht man Grunbergs Regiedebüt sein niedriges Budget deutlich an, wobei der grelle Videolook auf dem häuslichen TV-Schirm wohl weniger billig wirkt als auf der großen Leinwand. Das gleiche gilt für die CGI-Effekte, die besonders bei den blutigen Schießereien zum Tragen kommen. Auf der anderen Seite passt dieses Schmuddelambiente zu der überhöht angelegten Story. Bei den Darstellern setzte man ebenfalls weitgehend auf unbekannte Gesichter. Offenbar hat Peter Stormare ein Abo auf Schurkenrollen in Retro-Actionreißern, denn in Schwarzeneggers "The Last Stand" übernahm er später einen ähnlichen Part wie hier. Daneben absolvieren Dean Norris aus "Breaking Bad", erneut als US-Cop, und Patrick Bauchau (Serie "Pretender") als krimineller Chirurg Miniauftritte. Einmal blinzeln, und man hat sie verpasst.

    Durch seine Schlagkraft, Gerissenheit und Spanischkenntnisse behauptet sich der namenlose Profigangster anfangs mühelos in der verschärften Haftsituation unter den mexikanischen Kriminellen. Im Hinblick auf die mafiösen Strukturen startet der amerikanische Außenseiter bald seine Intrigen, wobei er versucht, wieder an seine Beute zu gelangen. Für einen frühreifen, zehnjährigen Jungen wird der Amerikaner zum Ersatzvater, wobei sich beide gegenseitig unterstützen. Das Ergebnis erscheint wie eine Best-of-Kompilation aus Gibsons Oeuvre mit bewährten Motiven wie Rachefeldzüge, überzogene Gewalteinlagen sowie die Freundschaft zwischen einem Einzelgänger und einem aufgeweckten Kind (siehe "Der Mann ohne Gesicht").

    Der Unterhaltungswert von "Get the Gringo" liegt besonders bei den bösen Gags, den überzeichneten Situationen und einem sarkastischen Off-Kommentar, mit dem der Protagonist seine ausweglose Lage kommentiert. Vor allem die erste Hälfte glänzt mit witzigen Wendungen, während im bleihaltigen Finale die Glaubwürdigkeit schnell auf der Strecke bleibt. Selbst wenn man die Ausgangssituation einer mexikanischen Haftanstalt akzeptiert, die wie ein verkommenes Wohnviertel strukturiert ist und nach eigenen Gesetzen funktioniert, wirken die Wendungen des letzten Drittels reichlich hanebüchen. Ausufernde Schießereien, bei denen nebenbei ungestraft korrupte Polizeibeamte über die Klinge springen, und Drivers ungestörte Ausflüge in die Freiheit kann man dann nicht mehr ganz ernst nehmen.

    Zumindest bekommen die verbliebenen Mel Gibson-Fans genau das geboten, was sie von ihrem Idol erwarten, was innerhalb der Rückkehr des Achziger-Action-Kinos schon beinahe wieder im Trend liegt. Die Synchronisation, erneut mit Elmar Wepper als Gibsons deutsche Stimme, fiel passabel aus, wobei einige überzeichnete Moment eher für unfreiwillige Lacher sorgen.

    Fazit: Das Gefängnisdrama "Get the Gringo" glänzt mit sarkastischem Humor und makaberen Einlagen, krankt aber an einer zunehmend märchenhaften Story und dem digitalen Billig-Look.
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Darsteller und Crew

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