Get the Gringo (2012)

Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Get the Gringo: Schwarzhumorige Hardboiled-Mixtur aus Knastdrama, "Die Klapperschlange"-Dystopie im "City of God"-Realismus, Action und Texmex-Thriller um einen US-Gangster, der in einem mexikanischen Gefängnis landet. Mit Mel Gibson als Hauptdarsteller und Produzent.

Gerade noch hat er eine mexikanische Bank ausgeraubt, da endet die Verfolgungsjagd für den als Clown verkleideten Driver in Handschellen und seinen Komplizen tödlich. Die Beute teilen die korrupten Grenzbeamten unter sich auf und inhaftieren den Amerikaner als einzigen Weißen in einer stickigen, überfüllten Gefängnisstadt. Dort hängen sie ihm zwei Morde an, aber Driver ist ein ausgefuchster Gauner, der die beginnende Jagd auf ihn mit smarten Tricks zu verzögern weiß. Dabei hilft ihm ein Zehnjähriger, dessen Leber einem Knast-Paten transplantiert werden soll.

Der Gringo hat eine Bank in Amerika ausgeräumt und es mit Ach und Krach über die mexikanische Grenze geschafft. Dort erwarten ihn mexikanische Cops, die die Beute in die eigenen Taschen stecken und den Gringo abschieben in ein Gefängnis, wie es nur in Lateinamerika existieren kann. In “El Publito” leben Gefangene mit ihren Familien in einer Art Stadt der Kriminellen mehr wie draußen als wie drinnen. Der Gringo muss hier zeigen, was er drauf hat, denn das organisierte Verbrechen hat ihn bereits im Visier.

Von Cops und Gangstern gejagt und betrogen muss der Gringo lernen, im mexikanischen Superknast zu überleben. Mel Gibson in alter Form als hartgesottener Krimineller mit Herz in diesem actiongeladenen Texmex-Thriller.

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    Was wäre, wenn Porter einen Sommerurlaub in Mexiko verbringen würde – und zwar nicht am Strand, sondern im Knast? Dieser Film gibt die Antwort drauf.
  • Mit Hilfe eines dem Tod geweihten Zehnjährigen will Mel Gibson als einziger Gringo aus einer mexikanischen Gefängnisstadt fliehen.

    Ein US-Kinostart hat Hollywood der wegen Verfehlungen gegen die Political Correctness in Ungnade gefallenen Ikone verweigert, was Gibson regelrecht angestachelt hat, sein Outlaw-Image zu zelebrieren und wieder zynisch-charmant seine Leidensfähigkeit in einem schwer unterhaltsamen Gangsterstück mit rauem Herz unter Beweis zu stellen.

    Die schwarzhumorige Hardboiled-Mixtur aus Knastdrama, “Die Klapperschlange”-Dystopie im “City of God”-Realismus, Action und Texmex-Thriller hat 20 Millionen Dollar aus seiner eigener Tasche gekostet und stellt ihn als Mann im traurigen Clownskostüm vor, dem die korrupte Polizei nach einer Verfolgungsjagd über die Grenze die Millionenbeute abknöpft und ihn in einer mexikanischen Gefängnisstadt begraben will. Rasch spricht sich in der Knasthölle herum, dass es bei dem namenlosen (Anti)Helden Driver, der als Ich-Erzähler fungiert, viel zu holen gibt. Drogenkartelle, Anwälte, Behörden – allesamt bis ins Mark verdorben – wollen seinen Kopf und geben die Losung aus: Get the Gringo.

    Vor Hitze suggerierendem Orange-Filter breitet sich das Soziotop einer überfüllten Unterwelt aus, ein “Sin City”-Slum einer kriminellen Gesellschaft, in die diesen Driver ein zehnjähriger Junge einweist, dessen Vater vom Paten der Knast-Favela getötet wurde, weil dieser eine neue Leber brauchte. Demnächst ist der mit der gleichen seltenen Blutgruppe versehene Junge (Kevin Hernandez aus “Bad Sitter”) dran, dessen besorgte Mutter nichts gegen das drohende Todesurteil ausrichten kann. Der ausgebuffte Ex-Sniper Driver lässt sich von dem abgeklärten Kid beim Überlebenskampf helfen. Die beiden Todgeweihten, um die sich die Schlinge immer enger zieht, müssen smart sein und ihre Gegner gegeneinander ausspielen. Für das Raubein mit Herz am rechten Fleck ergibt das eine derb-väterliche Beschützerrolle aber auch die als cleverer Killer, der die Hintermänner (darunter Peter Stormare) in “Payback”-Manier ausschaltet. Adrian Grunberg, Regieassistent bei Filmen von “Perdita Durango” über “Traffic” bis “Apocalypto”, hat das trotz flirrender Hitze sarkastisch-coole Genrewerk auf seinen Star zugeschnitten, der uneitel dem großartigen Kevin Hernandez viel Platz einräumt, statt selbst zu dominieren.

    tk.

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