Gesetz der Rache (2009)

Originaltitel: Law Abiding Citizen
Gesetz der Rache Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (3)
  1. Ø 4.7
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 2.3

Filmhandlung und Hintergrund

Gesetz der Rache: Thriller über einen Mann, der nach der Ermordung seiner Familie einen Rachefeldzug gegen das amerikanische Justizwesen führt.

Der gutbürgerliche Clyde Shelton wird eines Nachts von Einbrechern überfallen, die seine Frau und seine Tochter auf grausame Weise ermorden. Die Täter werden schon bald gefasst, doch Shelton steht vor einem Scherbenhaufen. Da nimmt sich der ambitionierte Staatsanwalt Nick Rice des Falls an, der sich jedoch gezwungen sieht, die Strafverhandlung zu Gunsten des Mörders und zum Nachteil dessen Komplizen zu führen. Ersterer kommt dadurch mit einem blauen Auge davon. Doch Shelton kann die Sache nicht ruhen lassen und sorgt für seine ganze eigene Vorstellung von Gerechtigkeit.

Clyde Shelton wird von Einbrechern überfallen, die seine Frau und seine Tochter auf grausame Weise ermorden. Die Täter werden schon bald gefasst. Staatsanwalt Nick Rice nimmt sich des Falls an, sieht sich jedoch gezwungen, die Strafverhandlung zu Gunsten des Mörders und zum Nachteil von dessen Komplizen zu führen. Ersterer kommt dadurch mit einem blauen Auge davon. Doch Shelton kann die Sache nicht ruhen lassen und sorgt für seine ganze eigene Vorstellung von Gerechtigkeit, auch wenn das bedeutet, dass sein Rachefeldzug kein Maß kennt.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Saftig, spannend und dann leider auch ziemlich blöd: "Gesetz der Rache" springt voller Elan zwischen Pulp und Thrill und landet letztendlich bei Trash.
  • Rache ist in F. Gary Grays Thriller ein Gericht, das von Gerard Butler eiskalt wenn nötig auch mit Autobomben und Raketenwerfern serviert wird.

    Ein Mann sieht rot: Das Motiv vom von Justiz und Polizei im Stich gelassenen, rechtschaffenen Familienmann, der das Gesetz in eigene Hände nehmen muss, um Gerechtigkeit zu erfahren, ist allgegenwärtig in der aktuellen Popkultur. Mit dem schieren Größenwahn von F. Gary Grays ebenso atem- wie uferlosem Rachefeldzug gegen die Vertreter eines scheinbar bankrotten Systems kann es aber keiner der jüngeren Vertreter dieses stets auch etwas fragwürdigen, weil so hemmungslos populistischen Subgenres aufnehmen, kein “Death Sentence”, keine “Fremde in mir”, kein “96 Hours”: Hier werden die wirklich großen Geschütze aufgefahren, mischt sich selbstgerechte moralische Empörung mit einem drastischen Hang zum Sadismus, als hätte Dirty Harry zu viele “Saw”-Filme gesehen: Dass es dem Film ebenso wie seinem Antihelden, dem “Law Abiding Citizen” Clyde Shelton, nicht so sehr um die Ursache, sondern nur die Bestrafung als solche geht, ist auch ein Zugeständnis des simplen Drehbuchs von Kurt Wimmer (“Equilibrium”) an eine neue Brot-und-Spiele-Kultur in Zeiten des Internets 2.0, in der sich öffentlicher Unmut und der Ruf nach Law and Order in Foren in lautstarker Stammtischmanier derb Bahn bricht: Besonnenheit und Nachsicht sind out, Ereifern und persönliche Angriffe sind in. Wer am lautesten ist, hat am meisten recht. “Das Gesetz der Rache” ist sehr laut.

    Weshalb Normalität gar nicht groß etabliert werden muss: Eine kurze Eingangsszene mit dem liebenden Familienvater Clyde und seiner Tochter, die ihm ein Perlenarmband mit Aufschrift “Daddy” schenkt, muss ausreichen, dann kommen schon die beiden schwarzen Männer und töten, brandschatzen und vergewaltigen. Sie haben kein erkennbares Motiv, aber sie sind ungewaschen, haben fettige Haare, spucken beim Reden und sind Dreckschweine, so dass gleich feststeht: Das Biest muss sterben. Doch das Gesetz ist schwach: Bei der Beweisaufnahme wurden Fehler gemacht; Staatsanwalt Nick Rice muss einen Deal machen, um die beiden Täter überhaupt hinter Gitter zu bekommen. Der unbeteiligte Beisteher wird zum Tode verurteilt, der eigentliche Täter kommt mit einem Klaps auf die Finger davon. Damit ist dem Gesetz genüge getan, aber nicht Clyde Shelton: Zehn Jahre feilt der unscheinbare Mann, der sich im Verlauf des Films als ein undercover für Geheimdienste arbeitender Fachmann für unmögliche Tötungsfälle erweist, mit unermesslichen finanziellen Ressourcen an seiner Rache. Dann lässt er den biblischen Hammer niedersausen und bestraft, selbst von der Einzelzelle aus, alle, die mit dem Fall zu tun hatten – in immer absurderen Kriegsszenarien, während Nick ihm und einem vermeintlichen Komplizen auf die Spur kommen muss.

    Das ist herz- und freudlos und kennt keine Proportion. Aber gerade dieses hemmungslose Ausufern verleiht dem Film den nötigen Hauch von Pulp, um das Publikum nicht demoralisiert aus dem Kino zu treiben: Alles ist hier over the top, von den Actionszenen, die Philadelphia zum Kriegsschauplatz machen, bis zu Jamie Foxx’ überfühliger Performance als D.A., der gefühlsmäßig auf der Seite des Bad Guy steht, aber als Stimme der Vernunft gegen ihn kämpfen muss. Vor allem ist das Szenario aber ein Freibrief für Gerard Butler, den Leonidas aus “300″ in die Gegenwart zu verpflanzen und mit Freude an der Zerstörung als genialischer Spartaner die Hölle auf Erden zu entfesseln. Dass die Handlung grotesk ist und sich die Logik spätestens nach der Exposition auf Nimmerwiedersehen verabschiedet, spielt keine Rolle: “Das Gesetz der Rache” hat sich da schon so wichtigtuerisch aufgeblasen, dass das Publikum bis zum Abspann dem applaudiert, den es eigentlich verachten müsste: Fast clever hält der Film dem Zuschauer den Spiegel vor, ein “Funny Game” nach Art eines Michael Bay. ts.
  • „Gesetz der Rache“ von Regisseur F. Gary Gray ist ein böser Film, der an das Bedürfnis nach Vergeltung appelliert, weil vor Gericht das Recht zu kurz kam. Die scheinbar wichtige Frage, ob die Justiz noch im Sinne der Gerechtigkeit handelt, wenn sie sich auf Absprachen mit Angeklagten einlässt, wird zum Vorwand für einen blutrünstigen Thriller mit Hang zur billigen Übertreibung. Nicht nur die Geschichte, auch die Inszenierung bemüht wilde Klischees, wie die vom Mörder, der es sich im Gefängnis richtig gut gehen lässt.

    Gerard Butler spielt Clyde Shelton, dessen Vertrauen in die Justiz vernichtet ist, als er sieht, wie der sadistische Killer seiner Familie dem Staatsanwalt nach dem Prozess die Hand schüttelt. Dafür, dass er gegen seinen Komplizen aussagte, kam der Killer selbst nur mit wenigen Jahren Haft davon. Der den Zuschauern zunächst als braver Durchschnittsbürger vorgestellte Shelton entpuppt sich, allerdings erst später in der rabiaten Geschichte, als Auftragskiller von Beruf, der für Geheimdienste Einsätze aus der Ferne zu steuern pflegt. Diese Kenntnisse ermöglichen ihm einen Rachefeldzug gegen den gesamten Justizapparat, in dem er mit Gift von Kugelfischen hantiert, den Staatsanwalt einen lebendig begrabenen Kollegen ausbuddeln lässt oder Autobomben zum Explodieren bringt, während er selbst im Gefängnis sitzt.

    Rice, gespielt von Jamie Foxx, durchläuft eine persönliche Wandlung. Anfangs ist er der karrierebewusste junge Mann, der lieber nichts riskiert, als einen Prozess zu verlieren. Dann ist er ebenfalls Vater einer Tochter und lobt als solcher den festgenommenen Shelton, weil er den Mörder seines Kindes umgebracht hat. Dann aber muss er eine moralische Position finden, die sich von der Selbstjustiz des Mannes unterscheidet.
    Shelton verhöhnt den Justizapparat, in dem er sich ein feines Essen in die Gefängniszelle bringen lässt, das er vor den Augen seiner Mithäftlinge und des empörten Direktors verspeist. Diese Klischeebilder vom Luxusleben hinter Gittern sollen wohl den Schulterschluss des Publikums mit Shelton sichern, wenn er dem unmoralischen Rechtssystem eine solche Lehre erteilt. Rice lässt sich demütigen, um das Leben eines Menschen zu retten, den Shelton entführt hat.

    Shelton foltert den Killer seiner Tochter, veranstaltet ein Blutbad an seinem Zellengenossen, lässt ein Handy am Ohr der Richterin explodieren und dann wieder dreht er das Armband mit den Buchstaben „Daddy“ zwischen den Fingern, das er von seiner Tochter hat. Die billige Theatralik wird mit Szenen gefüttert, die nur auf Effekt setzen: So treffen sich Staatsanwalt Rice und der Häftling Shelton zu einer Besprechung vor den Toren des Gefängnisses, fast wie zu einem Western-Showdown. Nachdem die Justiz lange genug bereuen musste, sich jemals mit einem Killer auf einen Deal eingelassen zu haben, wird schnell noch die Position gewechselt: Sheltons Rache erreicht terroristische Ausmaße, und das ist dann doch zu viel.

    Fazit: Abstoßender Rachethriller mit fadenscheiniger moralischer Kritik am Justizapparat.
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Darsteller und Crew

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