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Gegengerade (2010) Film merken

Gegengerade Poster
 

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Filmhandlung und Hintergrund

Gegengerade: Packendes, auf die Zeit vor und während eines entscheidenden Spiels konzentriertes Drama über eine Gruppe St.-Pauli-Fans.

Magnus, Kowalski, Arne, Dr. Hennings und Baldu stammen aus verschiedenen sozialen Schichten, sind aber vereint in ihrer großer Leidenschaft für St. Pauli. Kein Spiel des legendären Fußballclubs im Millerntorstadion findet ohne sie statt. Erst recht nicht, wenn es um das für den Aufstieg in die Erste Liga entscheidende Spiel geht.

Magnus, Kowalski, Arne, Dr. Hennings und Baldu stammen aus verschiedenen sozialen Schichten, sind aber vereint in ihrer großer Leidenschaft für St. Pauli. Kein Spiel des legendären Fußballclubs im Millerntorstadion findet ohne sie statt. Erst recht nicht, wenn es um das für den Aufstieg in die erste Liga entscheidende Spiel geht. Nachdem im Umfeld der Spiele einige Autos angezündet werden, initiiert ein gewissenloser Staatsanwalt einen brutalen Polizeiübergriff, bei dem viele zu Schaden kommen.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Prominent besetzte Liebeserklärung an das anarchische Herz des FC St. Pauli: seine stets feierwütigen und gewaltbereiten Fans.

    Mit unabhängigen Mitteln, aber erstaunlich viel Prominenz – von Mario Adorf über Moritz Bleibtreu bis Uwe Seeler – entstand Tarek Ehlails provokantes Subkultur-(Selbst)Portrait. Sein Reigen um fast ein Dutzend Protagonisten und ihre Erlebnisse am Tag des Aufstiegs ins Fußball-Oberhaus ist nach dem “Short Cuts”-Prinzip verknüpft. Viel mehr als eine lose Ansammlung von Versatzstücken ist dramaturgisch nicht daraus geworden, doch sind filmische Feinheiten nicht oberstes Ziel. Ehlail knüpft vor allem an seine Dokumentation “Chaostage” an und feiert den Punk als Lebenseinstellung.

    Der exzellent beleumundete Hamburger Verein fördert auch offiziell die wilde Kiez-Fiktion, die sich um drei gewaltbereite Nachwuchs-Fans, drei ältere, aber keineswegs soignierte Herren und einen abstoßenden Yuppie (Bleibtreu) dreht. Der ist der Chef von Natascha (Natalia Avelon), der noch-Freundin des wohlstandsverwahrlosten Magnus (Timo Jacobs), der heimlich Autos in Serie anzündet, um gegen die Kommerzialisierung des Viertels vorzugehen. Die Polizei findet dafür Beweise im Auto seines ahnungslosen Arbeiterkumpels Kowalski (Denis Moschitto) und ein gewissenloser Staatsanwalt (Dominique Horwitz) initiiert einen brutalen Polizeiübergriff, bei dem viele zu Schaden kommen. Darunter der engagierte Imbissbudenbetreiber Baldu (Mario Adorf als Sympathieträger) und auch Magnus’ Freund Arne (Fabian Busch), der eine Doku über den Club und seine Fans dreht.

    Die lose Bestandsaufnahme ist das aufgekratzte Bekenntnis zu einer großen Familie, die sich als Reservat für große Jungs versteht, die ihre unreifen Randale-Triebe gemeinsam abfeiern und handgreiflich gegen Nazis, Bullen und den Kommerz wettern. Grölen, Prügeln und Saufen gehört zur Grundausstattung der Forza St. Pauli, der harten Fankurve mit dem Totenkopf-Emblem, die Ehlail oft ins Bild rückt – Rasen, Spieler und Ball hingegen kein einziges Mal, damit auch jeder versteht, was Haupt- und was Nebensache ist. Dieses anarchistische Selbstverständnis verwebt Stadion-Philosophie, eine Parade von Kiez-Originalen und verschiedene filmische Ebenen zu einer straßenkampferprobten Glorifizierung des kriminellen Szene-Lifestyles. Mit harten Rock und Elektro pusht Ehlail diese politisch unkorrekte Geisteshaltung, bei der die Message, dass es wahre Liebe nur unter Fußballfans gibt, noch die sozialverträglichste ist. tk.

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