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Gefährten (2011)

Originaltitel: War Horse
Gefährten Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (4)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (4)
  1. Ø 2.8

Filmhandlung und Hintergrund

Gefährten: Berührendes Epos von Steven Spielberg über die Freundschaft eines Farmerssohns zu seinem Rassehengst, der in das Grauen des 1. Weltkriegs gerät und dabei Fronten und Besitzer wechselt.

Albert, Sohn einer englischen Bauernfamilie, und sein Rassehengst Joey sind unzertrennlich. Als sein Vater das Wunderpferd, das sogar die strapaziöse Arbeit vor dem Pflug meistert, an die Armee verkaufen muss, werden die beiden auseinandergerissen. Als Last- und Zugtier im Ersten Weltkrieg eingesetzt, wechselt Joey die Fronten wie auch seine Besitzer und wird zu einer Symbolfigur für unbezwingbaren Überlebenswillen im Irrsinn des Krieges. Doch wird sein traumatischer Weg je wieder den seiner wichtigsten Bezugsperson kreuzen?

Ein Farmerssohn freundet sich mit einem Rassehengst an, der im Ersten Weltkrieg Fronten wie auch Besitzer wechselt. Spektakuläres Epos von Steven Spielberg mit humanistischer Botschaft, das von der Freundschaft zwischen Mensch und Tier erzählt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Albert ist selbst noch nicht richtig erwachsen, als sein Vater den einjährigen Hengst Joey kauft. Schnell freunden sich die beiden an und Joey wird für Albert zum treuesten Gefährten. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und Joey wird als Kriegspferd nach Europa gebracht. Bereits als Roman und als Bühnenstück feierte die Geschichte vom Kriegspferd Joey und seiner unzerstörbaren Treue zu Albert große Erfolge. Nun hat Steven Spielberg die Geschichte als episches Melodram verfilmt mit opulenten Bildern und einer mitreißenden Musik. Spielberg changiert dabei immer zwischen ruhigen und innigen Momenten der Freundschaft und spektakulären Sequenzen von Gefahr und Abschied. Eindrucksvoll inszeniert Spielberg die Kriegsszenarien, ohne explizit Gewalt zu zeigen. Der Zuschauer begleitet Joey während der Episoden seiner gefährlichen Reise und begegnet immer wieder neuen "Gefährten". Am Ende besiegt schließlich die Freundschaft zwischen Mensch und Tier alle Widrigkeiten. Großes Gefühlskino, mit Mut zum Pathos inszeniert.

    Jurybegründung:

    Nach einem bekannten Buch und Bühnenstück von Michael Morpurgo schuf Steven Spielberg ein abenteuerliches Drama voller Emotionen um das Wunderpferd Joey.
    Ted Narracott, ein ebenso stolzer wie auch armer englischer Lehns-Farmer, gibt gegen alle Ratschläge sein letztes Geld aus für den Kauf eines einjährigen Pferdes, dessen Anblick ihn fasziniert. Teds Sohn Albert bildet es aus und führt es sogar zu schwerer Ackerarbeit. Joey ist nun sein Pferd und wird zu seinem Lebensgefährten. Bei Kriegsausbruch 1914 muss Alberts Vater das Pferd an die britische Kavallerie verkaufen. So beginnt die fantastische Odyssee von Joey von England aus an die Kriegsfront gegen Deutschland in Frankreich, gerät in die Hände der deutschen Soldaten, in den Besitz einer französischen Familie, auf das grauenvolle Schlachtfeld im Stellungskrieg an der Somme, wo er wieder seinen Gefährten Albert finden wird, um dann nach Ende des Krieges in die englische Heimat zurückkehren zu dürfen.
    Joey ist tatsächlich ein außergewöhnliches Pferd, welches auf seiner langen Reise immer wieder auf Menschen stößt, welche von ihm fasziniert werden und die sich für ihn einsetzen. Und dies inmitten einer der grausamsten Kriege der Menschheit. Spielberg gelangen dabei mit großem Aufwand Szenen und Bilder von elementarer Wucht und Eindringlichkeit, wobei das Töten und Sterben der Soldaten nie zum spekulativen Selbstzweck wird und eine humane Grundhaltung deutlich zu erkennen ist.
    Spielberg inszenierte mit großer und sicherer Hand. Eine vorzügliche Kamera und die eindrucksvolle Ausstattung sind herausragende handwerkliche Leistungen. So auch das perfekte Spiel der gut gewählten Darsteller. Dramaturgisch gezielt setzt Spielberg als Grundästhetik starke Emotionen durch Blicke, Gesten und Dialoge ein. Verbunden mit der ebenso gefühlvollen musikalischen Untermalung geraten manche Szenen, vor allem auch das Schlussbild, an den Rand des erträglichen Pathos. Dennoch: Spielberg gelang wieder einmal ein grandioses filmisches Werk.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Regisseur Steven Spielberg ("Schindlers Liste", "Die Abenteuer von Tim und Struppi") inszeniert mit "Gefährten" ein Epos von monumentaler Wucht und altmodischem Kinoflair. Der Film erzählt gleichermaßen von den Schrecken des Ersten Weltkriegs und der kindlichen Zuneigung eines jungen Mannes für sein Pferd. Das edle Reittier Joey schleppt sich, getrennt von dem englischen Bauernsohn Albert, an der Westfront durch die Kriegsjahre, bei der Kavallerie und als Transport- und Zugpferd. Für die Engländer, Franzosen und Deutschen, denen es abwechselnd in die Hände fällt, wird Joey zum Hoffnungsträger für Frieden und Überleben.

    Die 140-minütige Geschichte beginnt im englischen Devon und basiert auf einem Jugendroman von Michael Morpurgo, der im Jahr 2007 zu einem erfolgreichen Theaterstück adaptiert wurde. Die ärmlichen Steinhäuser zwischen den grünen Hügeln, die britischen Darsteller wie Peter Mullan ("Mein Name ist Joe") als Ted Narracott, Emily Watson ("Zurück im Sommer") als seine Frau Rosie, David Thewlis ("Anonymus") als Landverpächter und Jeremy Irvine in seiner ersten Spielfilmrolle als Albert sorgen für Lokalkolorit. Auf die englische Atmosphäre legt Spielberg großen Wert, wie auch die Wahl der Drehbuchautoren Lee Hall ("Billy Elliot") und Richard Curtis ("Notting Hill") zeigt.

    Wenn die Narracotts tapfer ihrer Armut trotzen und Albert mit beschwörendem, verklärten Blick auf sein Pferd einredet, könnte man sich in einer anderen Kinoepoche wähnen. Diese märchenhafte Naivität, dieser Glaube an die großen Gefühle, das einfache Strickmuster gehören einer vergangenen Erzähltradition an. Die Landschaftstotalen, die Kameramann Janusz Kaminski ("Schindlers Liste") einfängt, mit ihrem Horizont unterhalb der Bildhälfte, sind manchmal so imposant konzipiert wie in dem Oscar-prämierten Filmklassiker „Vom Winde verweht“ aus dem Jahr 1939. Die Personen erscheinen im Vordergrund groß im Bild und kommen einem nahe, wie ihre Gefühle. Spielberg verweilt auch oft bei kleinen Nebenhandlungen, die ihre Charaktere so lebendig werden lassen, als könnten sie den Zuschauer in das Geschehen mit hineinziehen.

    Die kindlich-herzige Anfangsgeschichte in England weicht dann dem Kriegsschauplatz an der Westfront in Frankreich. In den verschiedenen Episoden entfaltet dieser berüchtigte, verlustreiche Krieg mit seinen Strapazen, der Exekution junger Deserteure, den Plünderungen, dem Irrsinn des Ausharrens in den Schützengräben Schritt für Schritt sein Grauen. Eine Episode, die das Pferd Joey auf einen Bauernhof zu der jungen Emilie führt, gespielt von Newcomerin Celine Buckens und ihrem Großvater, den Niels Arestrup ("Ein Prophet") darstellt, schafft zwischendurch eine Atempause.

    Allein auf der Seite der Briten gab es im Ersten Weltkrieg eine Million Pferde. Die Kavallerie alter Schule mit den degenbewaffneten Soldaten traf auf die neue Artillerie etwa in Form von Maschinengewehren. Joey verliert seinen englischen Reiter in solch einem Gefecht, später wird er bei den Deutschen als Zugpferd für Krankentransporte und Kanonen eingesetzt. Schließlich verläuft sich das Tier im Niemandsland zwischen den Schützengräben. Dort müssen, es ist das Jahr 1918, Albert und seine jungen Kameraden aus Devon aus ihrem Schützengraben hinaus direkt in den feindlichen Kugelhagel rennen. Grau ist jetzt die allumfassende Farbe der Landschaft, die Soldaten befinden sich in einer Sackgasse mit dem Tod vor Augen. Hier gelingen dem Film ungeahnt prägnante und bewegende Szenen.

    Regisseur Steven Spielberg malt den Kriegsgegner der Briten nicht schlecht, vielmehr sind alle Soldaten, die sich um Joey kümmern, human und beseelt vom Glauben an das Leben. Das gilt für das junge Brüderpaar Günther und Michael, gespielt von David Kross und Leonard Carow, oder für den Betreuer der Artilleriepferde, den Nicolas Bro darstellt. Die Bürde dieses Krieges wiegt im Kontrast zu der Menschlichkeit, die Joey in den Soldaten weckt, umso schwerer. Joey, im Film von 14 verschiedenen Pferden dargestellt, fungiert oft mehr als Bindeglied zwischen den Episoden, als die Hauptrolle zu spielen. In einigen Momenten aber wird Joey kommunikativ und ergreift die Initiative.

    Der Film "Gefährten" beweist einmal mehr, dass eine gut erzählte Geschichte jeden packen kann, zumindest für kurze Zeit. Er ist ein emotionales Erlebnis, pures Kino.

    Fazit: Regisseur Steven Spielberg malt mit "Gefährten" ein emotionales Filmepos alter Schule auf die Kinoleinwand, das an die Hölle des Ersten Weltkriegs erinnert.
  • Ein neues Meisterwerk von Steven Spielberg: Das Jahr beginnt mit einem der ganz großen Kinoabenteuer.

    Albert (Jeremy Irvine) und sein Pferd Joey sind unzertrennlich. Bis sie in den Wirren des ersten Weltkriegs auseinander gerissen werden. Auf sich allein gestellt, zieht Joey fortan durch den Krieg, trifft auf britische Kavallerie, deutsche Soldaten und einen französischen Bauern und seine Enkelin. Die Begegnung mit dem ungewöhnlichen Tier verändert das Leben dieser Menschen, sie finden Trost und Inspiration. Albert, der seinen großen Freund nicht vergessen kann, läuft schließlich von zu Hause weg, um Joey auf den Schlachtfeldern von Frankreich wiederzufinden. Im Niemandsland zwischen den Fronten erreicht die Geschichte ihren Höhepunkt. Wie in den meisten von Spielbergs Filmen, steht neben dem großen Abenteuer und atemberaubenden Bildern eine unvergessliche Geschichte mit sehr menschlichen Dimensionen im Zentrum. Die bedingungslose Zuneigung eines Jungen zu seinem Pferd – und umgekehrt – beeindruckten den Oscar-Preisträger dermaßen, dass er den Weltbestseller jetzt auf die Leinwand brachte. Neben dem talentierten Newcomer Jeremy Irvine konnte Spielberg eine Reihe herausragender Charakterdarsteller wie Benedict Cumberbatch (“Abbitte”), David Kross (“Der Vorleser”) und Emily Watson (“Mitten im Sturm”) für sein neues oscarverdächtiges Filmepos gewinnen. Das verspricht eindrucksvolles Erfolgskino vom Feinsten.
  • Kitschkuh statt Kriegspferd: Mit Onkel Steven ist diesmal scheinbar der Gaul durchgegangen.
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