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Funny Games U.S. (2007)

Originaltitel: Funny Games
Funny Games U.S. Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Funny Games U.S.: Zehn Jahre nach "Funny Games" schockiert Michael Haneke erneut mit einem Szene für Szene originalgetreuen Remake seines Films.

Peter (Brady Corbet) und Paul (Michael Pitt) haben eine Vorliebe für Spiele, die tödlich enden. Diesmal haben sie es auf die Farbers abgesehen. Vater George (Tim Roth), Mutter Anna (Naomi Watts) und ihr kleiner Sohn Georgie (Devon Gearhart) haben just ihre Sommerferien begonnen und richten es sich am See ein, als Peter an die Tür klopft. Mit Paul schlägt er eine perfide Wette vor: Entweder die Farbers befreien sich binnen 12 Stunden aus ihren Fängen – oder sie müssen sterben.

Ein Spiel mit lebensgefährlichem Einsatz stellte Michael Haneke (“Caché) 1997 vor und erregte mit dem Gewaltdrama die Gemüter. Originalgetreu renoviert er den Film für sein US-Debüt selbst und liefert erneut eine kontroverse, schockierende und manipulative Studie über Verrohung ab.

Ein Ehepaar macht zusammen mit seinem Sohn Urlaub im schicken Domizil in den Hamptons. Da brechen zwei weiß behandschuhte junge Männer in die Idylle ein, bedrohen die drei und beginnen mit einem perfiden Spiel, das ganz und gar nicht lustig ist: Sie zwingen die Frau zu wählen, wer zuerst und auf welche Weise sterben soll.

Ein arriviertes Ehepaar macht zusammen mit seinem Sohn Urlaub im schicken Domizil in den Hamptons. Völlig unvermittelt brechen zwei weiß behandschuhte junge Männer in die Idylle ein. Nach kurzem Smalltalk geben sie der Familie gewalttätig zu verstehen, dass sie es auf das Leben der hilflosen Menschen abgesehen haben – nicht ohne sie zuvor mit “komischen Spielen” gefoltert zu haben: Sie zwingen die Frau zu wählen, wer zuerst und auf welche Weise sterben soll. Die Situation ist ausweglos.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Zehn Jahre nach “Funny Games” schockiert Michael Haneke mit einem Szene für Szene und quasi Wort für Wort originalgetreuen Remake seines eigenen Films.

    Mit der eiskalten und bis ins kleinste Detail präzisen Inszenierung von Gewalt irritierte und quälte der Österreicher schon 1997 im Wettbewerb von Cannes. Damals spielten Ulrich Mühe und Susanne Lothar die Opfer zweier gestörter junger Männer. Statt in der Alpenrepublik spielt die krude Handlung nun in den Hamptons, Musik und Dialoge bleiben unverändert, die Farbe des Familienautos wirkt dunkler, dem Licht von Kameramann Darius Khondji ist durchgehend der warme Ton entzogen, was die permanente Anspannung unterstreicht. Sein Kollege Jügen Jürges hatte dagegen auf den Kontrast zwischen sommerlichen Farben und denen von Angstatmosphäre gedämpften gesetzt. Diesmal ist die Frau als Protagonistin ein wenig mehr im Vordergrund, der Mann um Nuancen ein größerer Schwächling als im Original. Naomi Watts und Tim Roth spielen überzeugend das Ehepaar, das mit ihrem Sohn Urlaub im schicken Domizil machen will. Eine Bilderbuchfamilie, die durch die ultimative Hölle geht und bei der ihnen aufgezwungenen Wette keine Überlebenschance hat.

    Haneke zeigt Gewalt als “schwer verdaubare Sache” und behauptet heute, schon bei der Erstausgabe das amerikanische Publikum avisiert, aber aufgrund der Sprache und unbekannten Schauspielern nicht erreicht zu haben. Die 1:1-Umsetzung fordert erneut durch die perfide Logik des Bösen und peinliche Genauigkeit Entsetzen, Abscheu und Abwehr heraus. Die Psychopathen Peter und Paul (vorher Frank Giering und Arno Frisch, jetzt Brady Corbet und Michael Pitt) sind die weiß behandschuhten Peiniger, die den Bildungsbürgern brutal den Garaus machen, im “Die liebende Gattin”-Spiel darf Ann wählen, wer wie zuerst stirbt und der permanent laufende Fernseher demonstriert Medienkonsum und Medienmacht. Einen Moment lang scheint der grauenvolle Albtraum beendet, doch die Zurückspul-Taste macht dem Hoffnungsschimmer ein schnelles Ende. Auch wenn der exzellente Schnitt dafür sorgt, dass sich der Horror als Vorstellung im Kopf des Zuschauers abspielt, ist die neue/alte Fassung von “Funny Games” an Menschenverachtung kaum zu übertreffen. Die Negation jeglicher Katharsis verstört heute so wie vor zehn Jahren. Das Unbehagen über diese intellektuelle Lektion von (Nicht)Moral wird noch vertieft durch die Suggestion einer Komplizenschaft zwischen den Tätern und dem Zuschauer als Voyeur. Doch gerade beim Thema Voyeurismus fällt die Kluft zwischen den filigran verschachtelten verschiedenen psychologischen Ebenen in Hanekes “Caché” (Regiepreis in Cannes 2005) und der plakativen Geradlinigkeit von “Funny Games” schmerzhaft auf. Für das deutschsprachige Publikum ist das perfekt gemachte Remake nicht unbedingt ein Muss. mk.

Darsteller und Crew

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