Freistatt (2014)

Freistatt Poster
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 4.6

Filmhandlung und Hintergrund

Freistatt: Beklemmendes Jugenddrama um grausame Praktiken in einer Erziehungsanstalt im Norddeutschland der 1960er Jahre.

Der 14-jährige Wolfgang wird Ende der 1960er Jahre in eine Anstalt für schwer Erziehbare gesteckt, weil sein brutaler und eifersüchtiger Stiefvater dessen Mutter für sich allein haben will. In Freistatt wird der junge Schüler mit der geballten Härte konfrontiert. Ob sexueller Missbrauch, körperliche Züchtigung oder die knochenharte Zwangsarbeit im Moor – der despotische Anstaltsleiter und seine diabolischen Helfer lassen nichts unversucht, um den Willen der ihnen anvertrauten Schützlinge zu brechen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nach einer wahren Begebenheit schildert Marc Brummund in seinem beklemmenden Jugenddrama die grausamen Geschehnisse in einer Erziehungsanstalt im Norddeutschland der 1960er Jahre.

    Die Diskussionen um Kindesmissbrauch in kirchlichen Einrichtungen und die Forderungen der Opfer auf Entschädigung sind längst noch nicht beendet, da beschäftigt sich nun auch ein Film mit einem der dunkelsten Kapitel in der modernen Geschichte deutscher Erziehungsmethodik. “Freistatt” ist von einem wahren Schicksal inspiriert und wurde an Originalschauplätzen gedreht. In eben jenes titelgebende Fürsorgeheim für Schwererziehbare wird der 14-jährige Wolfgang Ende der 1960er Jahre gesteckt, weil sein brutaler, strenger und eifersüchtiger Stiefvater (extrem furchteinflößend: Uwe Bohm) dessen bezaubernde Mutter für sich allein haben will. In Freistatt wird der selbstbewusste Schüler mit der geballten Härte schwarzer Pädagogik konfrontiert. Ob sexueller Missbrauch, körperliche Züchtigung oder die knochenharte Zwangsarbeit im Moor – der despotische Anstaltsleiter und seine diabolischen Helfer lassen nichts unversucht, um den Willen der ihnen anvertrauten Schützlinge zu brechen.

    Regisseur Marc Brummund, der die Meisterklasse Regie der Hamburg Media School besuchte, taucht gemeinsam mit seiner überragenden Kamerafrau Judith Kaufmann die imposante norddeutsche Moorlandschaft in strahlend gleißendes Licht und findet so großartige kinotaugliche Bilder. Zwar laufen diese Schauwerte manchmal Gefahr, die grausame Situation der Protagonisten zu verharmlosen. Aber die starken Hauptdarsteller, allen voran der bärenstarke Louis Hofmann als Wolfgang sowie dessen Gegenspieler Alexander Held als “Hausvater”, lassen keinen Zweifel daran, dass Freistatt für die dort eingekerkerten Jugendlichen nicht weniger als die Hölle auf Erden ist. Obwohl Brummund sich in puncto Dramaturgie und Gruppendynamik an Vorbilder wie “Krabat” oder “Napola” hält, findet er doch seinen eigenen Stil, seine eigene Ausdrucksweise. Auch der Kontrast zwischen der schönen heilen Flower-Power-Welt draußen und dem grausamen, an tiefstes Mittelalter erinnernden Dasein hinter den Mauern des Heims wird schlüssig herausgearbeitet. Auch was den Soundtrack betrifft, schafft der Regisseur den Spagat zwischen Seventies und dem Jetzt, in dem er Remixes von “Scarborough Fair” und “The House of the Rising Sun” in seinem Film integriert. Dass sein beklemmendes Drama bei der Zielgruppe gut ankommt, zeigte sich bereits bei seiner Uraufführung in Saarbrücken, wo “Freistatt” neben dem Publikumspreis auch mit dem Preis der Jugendjury ausgezeichnet wurde. lasso.

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