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Frauensee (2012)

Frauensee Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Frauensee: Film über vier sehr unterschiedliche lesbische Frauen, die in der Brandenburgischen Idylle ein gemeinsames Wochenende verbringen.

Vier lesbische Frauen, ein spätsommerliches gemeinsames Wochenende an einem See in Brandenburg. Im Mittelpunkt steht die Fischwirtin und Rangerin Rosa, die zusammen mit ihrer Partnerin, einer angesehenen Architektin, einen Bungalow direkt am See bewohnt. Sie gewähren zwei jungen Berliner Studentinnen eine Unterkunft bei sich. Mit den vier Frauen treffen auch vier völlig unterschiedliche Charaktere, Vorstellungen und Lebensentwürfe aufeinander. Gleichzeitig fühlen sie sich auch zueinander hingezogen.

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Lebendiges Beziehungsporträt zweier lesbischer Paare, die ein Spätsommerwochenende in Brandenburgischer Seenidylle verbringen.

    Ballastfrei hat Zoltan Paul seinen dritten Kinofilm nach “Gone” und “Unter Strom” hergestellt – sowohl mit flexiblen Kleinteam hinter der Steadycam, als auch vierköpfigen Frauen-Ensemble davor, das am dramaturgisch nur grob skizzierten Drehbuch mitschrieb, um daraus eine spontane, natürliche Beziehungsnahaufnahme vor einem betörend schönen Seendreieck im Brandenburgischen Hinterland einzufangen. So entspannt das improvisierte Liebes- und Beziehungsdrama auch auftritt, so intensiv brodeln die Emotionen dahinter.

    Dass der Pärchentanz gleichgeschlechtlich ausfällt, ist so normal geschildert, wie der Arbeitsalltag der Fischwirtin und Naturwächterin Rosa (Nele Rosetz aus der Krimireihe “Der Ermittler”), deren Fahrten auf die Seen, um Reusen zu flicken und nach dem Rechten zu sehen, die nötige Struktur vorgeben, an der sich das längst konfliktäre Miteinander entfalten kann. Sanfte Klänge übertönen dann den Lärm des kleinen Außenborders und man kann meditativ die Landschaft zwischen Schilf und Backsteinarchitektur genießen. Für die resolut-unnahbare Rosa wird die stumm verrichtete körperliche Arbeit zur Besinnungszone in einer Partnerschaft, von der sie Klarheit fordert, wo ihre Geliebte, Erfolgsarchitektin Kerstin (Therese Hämer, “Der Staatsanwalt”), lieber alles in unverfänglicher Schwebe hält. In die sich anbahnende Krise platzen die jungen Berliner Studentinnen Evi und Olivia (Lea Draeger und Constanze Wächter), die beim Campen erst von Rosa fortgejagt, auf Betreiben Kerstins dann aber zu ihrem Bungalow am Seeufer eingeladen werden. Evis skrupellosen Frontalflirts weicht Rosa nur halbherzig aus, lässt sich auf einen Seitensprung mit der aufdringlichen Verehrerin ein, womit beide Partnerschaften durchgeschleudert werden.

    Wie nebenbei und doch sehr genau beobachtet Zoltan Paul über mehrere sonnige Spätsommertage das wechselhafte Mit- und manchmal Gegeneinander seines Liebesquartetts, fängt sowohl die Stimmungslagen des Ensembles ein, als auch Natureindrücke. Sein unverfälschtes Werk schwingt keine großen Reden, präsentiert keine Lösungen oder Plot Points, sondern schaut dem Lauf des Lebens zu. Äußerlich unspektakulär, ist “Frauensee” dennoch ein Erlebnis, bleibt bis zum Schluss spannend, wenn im Beziehungsgeflecht zwischen Vertrauen und Offenheit Knoten gelöst oder verknüpft werden, wobei die Schauspieler ihre Freiheiten wunderbar nutzen, um die vielen Nuancen des Umgangs miteinander auszukosten. tk.

Darsteller und Crew

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