Frankenweenie (2012)

Filmhandlung und Hintergrund

Liebevolle (Coming-of-Age-)Geschichte eines Nerds und amüsante Verbeugung vor dem klassischen Horrorfilm ist Tim Burtons abendfüllende 3D-Adaption seines Kurzfilms.

Nicht immer funktioniert der Schritt vom Kurzfilm zum gelungenen Langfilm. Doch Tim Burtons überbordende Fabulierlust trägt “Frankenweenie” über die gesamte Laufzeit. Am Ende möchte man am liebsten noch ein weiteres Abenteuer des Knopfäugigen Protagonisten sehen. Denn der ist dem Zuschauer ebenso ans Herz gewachsen wie Hund Sparky dem zehnjährigen Jungen Victor. Ihm, dem von Wissenschaft und dem Filmemachen begeisterten Einzelgänger und Schulaußenseiter ist seinem Namensvetter Frankenstein entsprechend jedes Mittel recht, um das geliebte Wesen auch nach seinem Unfalltod an seiner Seite zu haben. Er folgt dem Aufruf seines an Vincent Price erinnernden Lehrers, gibt bei seinem wissenschaftlichem Experiment nicht auf, bis Sparky tatsächlich wieder unter den Lebenden weilt – wenn auch mit gewissen Einschränkungen, die für komischen Effekt sorgen. Klassenkameraden erpressen Victor, seine Methode preiszugeben, damit auch sie bei einem Schulwettbewerb punkten können. Doch ihre Experimente mit eigenen Haustieren gehen im Stil von “Die Fliege” oder “Gremlins” schief. So dass deren Ergebnisse gar ihre Heimatstadt zu zerstören droht. Herrlich, wie Burton eine am Anfang gezeigte Szene – in der Victor mit seinen Eltern einen von ihm gedrehten Film anschaut, in dem er ein Godzilla-ähnliches Monster seine selbstgebastelten Papp-Kulissen einreißen lässt – für den Showdown wieder aufgreift -weniger kindlich-dilettantisch und später auch hochdramatischen Form. Trotz der auch von Burtons “Corpse Bride” bekannten skurrilen Figuren und morbiden Motive sowie witziger Filmzitate en masse erzählt Burton im Grunde eine überraschend gefühlvolle Coming-of-Age- und Freundschaftsgeschichte. Das wunderbare Schwarz-Weiß erweist zwar der Optik alter Horrorfilme Referenz, ist aber modern, klar und nuancenreich auch in 3D, das in den Hintergründen oder auch einfachen Puppenformen sehr schön herausgearbeitet, aber nicht aufdringlich ist. hai.

Der clevere zehnjährige Victor ist ein großer Wissenschafts- und Filmfan, sein Hund Sparky ist sein einziger und bester Freund. Als Sparky beim Autounfall stirbt, ist Victor untröstlich. Mit einem Experiment gelingt es ihm, seinen Hund wieder zum Leben zu erwecken. Er ist überglücklich, doch muss er das Tier verstecken. Ein Schulkamerad kommt ihm bald auf die Schliche und verrät es anderen. Sie erpressen ihn, ihnen das Experiment zu erklären, damit sie beim anstehenden Schulwettbewerb punkten können. Eine Katastrophe bahnt sich an.

Der junge Victor versucht seinen geliebten Hund wiederzubeleben, nachdem der bei einem Unfall totgefahren wurde. Tim Burtons Langversion seines gleichnamigen Kurzfilms: Skurrile Stop-Motion-Animation in Schwarz-Weiß und 3D.

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Cast und Crew

News und Stories

  • Im Roman ist Victor Frankenstein ein attraktiver junger Mann; hochintelligent, wissensdurstig - wenn auch von Ehrgeiz zerfressen. Da das passt ja...

  • 2. Oscar für Christoph Waltz in "Django Unchained", Auslands-Oscar für "Liebe" von Michael Haneke. Beste Hauptdarsteller sind Jennifer Lawrence und Daniel Day-Lewis. Und: Ein Oscar-Unentschieden!

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