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Frankenweenie (2012)

Frankenweenie Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 4
Kritikerwertung (4)
  1. Ø 4.3

Filmhandlung und Hintergrund

Frankenweenie: Tim Burtons Langfilmversion seines gleichnamigen Kurzfilms: Der junge Victor versucht seinen beim Unfall getöteten, geliebten Hund wiederzubeleben. Skurrile Stop-Motion-Animation in Schwarz-Weiß und 3D.

Der clevere zehnjährige Victor ist ein großer Wissenschafts- und Filmfan, sein Hund Sparky ist sein einziger und bester Freund. Als Sparky beim Autounfall stirbt, ist Victor untröstlich. Mit einem Experiment gelingt es ihm, seinen Hund wieder zum Leben zu erwecken. Er ist überglücklich, doch muss er das Tier verstecken. Ein Schulkamerad kommt ihm bald auf die Schliche und verrät es anderen. Sie erpressen ihn, ihnen das Experiment zu erklären, damit sie beim anstehenden Schulwettbewerb punkten können. Eine Katastrophe bahnt sich an.

Der junge Victor versucht seinen geliebten Hund wiederzubeleben, nachdem der bei einem Unfall totgefahren wurde. Tim Burtons Langversion seines gleichnamigen Kurzfilms: Skurrile Stop-Motion-Animation in Schwarz-Weiß und 3D.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (3)

Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Victor ist 10 Jahre alt, ist begeisterter Nachwuchswissenschaftler, Filmfan und Einzelgänger. Freunde hat er keine, bis auf Sparky, seinen treuen Hund. Als dieser von einem Auto überfahren wird, ist Victor untröstlich. Sein einziger Wunsch ist es, Sparky wieder bei sich haben zu können. Und eines Nachts, durch eine sprichwörtlich blitzartige Idee, kann Victor diesen Wunsch wahrmachen. Mit ungeahnten Folgen. Vor rund 30 Jahren drehte Tim Burton seinen ersten Kurzfilm über einen Jungen, der nicht nur wie Frankenstein heißt, sondern auch so handelt. Nun erschafft Burton aus dieser Idee einen abendfüllenden Animationsfilm und kehrt so auf wunderbare Weise zu seinen Wurzeln zurück. FRANKEN-WEENIE sprüht vor witzigen Ideen und raffinierten Anspielungen auf Klassiker des Horrorfilms. Wie immer bei Burton sind die Figuren liebenswerte Außenseiter, die abseits der auf Einheit gebürsteten Gesellschaft stehen und die der Zuschauer ganz schnell ins Herz schließt. Hochverdient besiegen am Ende doch Mut und Fantasie die konservative und brave Masse, für die Burton immer wieder kleine kreative Seitenhiebe übrig hat. In der modernsten Form der Stop-Motion-Technik hergestellt, ist die Liebe zum Detail und die mühevolle Handarbeit der Künstler spürbar Dazu kommt noch die berührende Musik von Burton-Hauskomponist Danny Elfman. Kein Film für ganz junge Zuschauer, doch für die Älteren ein zauberhaftes und unterhaltsames Animationsvergnügen.

    Jurybegründung:

    Tim Burton kehrt zu seinen Ursprüngen zurück, wenn er seinen Kurzfilm, mit dem er seine Karriere startete, hier als einen Trickfilm in schwarz-weiß und in 3D und Spielfilmlänge noch einmal auf die Leinwand bringt. In dieser Parodie auf FRANKENSTEIN bringt der kleine Victor seinen Hund Sparky mit viel Blitz und Funkenschlag aus dem Reich der Toten zurück. Und da er dies in aller Unschuld, ja aus Liebe tut, sieht sein Haustier zwar recht zusammengeschustert aus und es fällt ihm auch schon mal der Flicken mit dem Schwanz ab, aber Sparky bleibt trotzdem ein liebes Hündchen. Ganz anders als die Kreaturen, die Victors Schulkameraden zum Leben erwecken, nachdem sie seine Arbeitsmethode plagiiert haben. Diese Monster verwandeln den Ehrentag der kleinen Siedlung von holländischen Einwanderern in ein Chaos, und schließlich sind Victor und Sparky in einer brennenden Windmühle eingeschlossen und Sparky fehlt der nötige Funke. Nur Tim Burton konnte auf die Idee kommen, den Film sowohl in schwarzweiß wie auch in 3D zu produzieren. Durch diesen stilistischen Kontrapunkt wirkt er zugleich naiv altmodisch und hochmodern. Und Burton hat ihn mit den inzwischen für ihn typischen Figuren mit großen Augen, runden Köpfen und dünnen Extremitäten bevölkert, die aus dem Fundus des Genrekinos kommen. Besonders liebevoll hat er Mr. Rzykruski gestaltet, der Vincent Price nicht nur sehr ähnlich sieht, sondern von Martin Landau auch eine gute Imitation von dessen Stimme verliehen bekommt.
    "FRANKENWEENIE ist nicht am Computer, sondern in aufwendiger Handarbeit animiert worden, und das sieht man. Die Figuren wirken körperlicher als dies bei digitalen Animationen üblich ist. Man erkennt das Material, aus dem die Puppen gefertigt sind und der Stoff bzw. das Leder geben dem Film mehr Präsenz. FRANKENWEENIE ist prall gefüllt mit Anspielungen auf das Genre, die von GODZILLA über die GREMLINS bis zu den Klassikern des Horrorfilms gehen. Man beachte vor allem die Frisur von Frankenweenies Braut, nachdem er sie zum ersten Mal unter Strom gesetzt hat. Und wie so oft bei Burton sind die Monster letztlich liebe Seelen und als Biester entpuppen sich dagegen die Erwachsenen wie etwa der spießige Bürgermeister oder die bigotte Nachbarin. Burton hat diese Rückbesinnung auf seine Anfänge gut getan. So inspiriert wie hier hat er schon lange nicht mehr inszeniert.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Gleichermaßen eine Liebeserklärung an die Kindheit wie auch ein waschechter Monsterfilm. Tim Burton is back on track!
  • Liebevolle (Coming-of-Age-)Geschichte eines Nerds und amüsante Verbeugung vor dem klassischen Horrorfilm ist Tim Burtons abendfüllende 3D-Adaption seines Kurzfilms.

    Nicht immer funktioniert der Schritt vom Kurzfilm zum gelungenen Langfilm. Doch Tim Burtons überbordende Fabulierlust trägt “Frankenweenie” über die gesamte Laufzeit. Am Ende möchte man am liebsten noch ein weiteres Abenteuer des Knopfäugigen Protagonisten sehen. Denn der ist dem Zuschauer ebenso ans Herz gewachsen wie Hund Sparky dem zehnjährigen Jungen Victor. Ihm, dem von Wissenschaft und dem Filmemachen begeisterten Einzelgänger und Schulaußenseiter ist seinem Namensvetter Frankenstein entsprechend jedes Mittel recht, um das geliebte Wesen auch nach seinem Unfalltod an seiner Seite zu haben. Er folgt dem Aufruf seines an Vincent Price erinnernden Lehrers, gibt bei seinem wissenschaftlichem Experiment nicht auf, bis Sparky tatsächlich wieder unter den Lebenden weilt – wenn auch mit gewissen Einschränkungen, die für komischen Effekt sorgen. Klassenkameraden erpressen Victor, seine Methode preiszugeben, damit auch sie bei einem Schulwettbewerb punkten können. Doch ihre Experimente mit eigenen Haustieren gehen im Stil von “Die Fliege” oder “Gremlins” schief. So dass deren Ergebnisse gar ihre Heimatstadt zu zerstören droht. Herrlich, wie Burton eine am Anfang gezeigte Szene – in der Victor mit seinen Eltern einen von ihm gedrehten Film anschaut, in dem er ein Godzilla-ähnliches Monster seine selbstgebastelten Papp-Kulissen einreißen lässt – für den Showdown wieder aufgreift -weniger kindlich-dilettantisch und später auch hochdramatischen Form. Trotz der auch von Burtons “Corpse Bride” bekannten skurrilen Figuren und morbiden Motive sowie witziger Filmzitate en masse erzählt Burton im Grunde eine überraschend gefühlvolle Coming-of-Age- und Freundschaftsgeschichte. Das wunderbare Schwarz-Weiß erweist zwar der Optik alter Horrorfilme Referenz, ist aber modern, klar und nuancenreich auch in 3D, das in den Hintergründen oder auch einfachen Puppenformen sehr schön herausgearbeitet, aber nicht aufdringlich ist. hai.
  • Mr. Rzykruski ermutigt seinen Schüler Victor Frankenstein, Forscher zu werden. Die Wissenschaft könne gute und schlechte Ergebnisse hervorbringen, die Unterscheidung liege in der Verantwortung des Menschen. Victor erweckt seinen Hund Sparky zu neuem Leben, seine Schulkameraden aber schaffen gefährliche Monster. Von dieser Doppelnatur des Frankenstein-Mythos als Wunschvorstellung und Albtraum handelt Tim Burtons ("Nightmare Before Christmas") schaurig-lustige Familienanimation "Frankenweenie".

    In stilvollem Schwarz-Weiß und mit schwermütigen, dramatischen Melodien sucht der Film die Nähe zu frühen Horrorklassikern. Manche der langgliedrigen Stop-Motion-Figuren sehen zwar aus wie aus Burtons "Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche" von 2005 entsprungen. Aber "Frankenweenie" basiert auf dem gleichnamigem Real-Kurzfilm des Regisseurs aus dem Jahr 1984. Darin ist Frankensteins Monster ein allerliebster, zusammengeflickter Hund, der, wenn er den Wedelschwanz oder ein Ohr verliert, von Victor getröstet wird: "Ich kann das wieder richten."

    Der talentierte Junge, der gerne Filme dreht, ist bei weitem nicht der skurrilste Charakter der Kleinstadt New Holland. Eine Mitschülerin benützt Katzenkot zum Wahrsagen, der misstrauische Bürgermeister hat eine traurige Nichte mit auffälliger Frisur.

    Mit Witz und entwaffnender Naivität fragt die Geschichte, wer unheimlicher ist: die braven Bürger, die sich versammeln, um das Böse zu verjagen, oder ihre jeweiligen Opfer, wie der Monsterhund oder der Naturwissenschaftslehrer, der seine Schüler zu gewagten Experimenten inspiriert. Wenn der in Ungnade gefallene Lehrer seine flammende Abschiedsrede hält, geißelt Burton damit auch seine Landsleute als dumm, die die Evolutionslehre anzweifeln.

    Eine leicht traumwandlerische Atmosphäre umweht die jungen Charaktere, die sich ihre eigenen Urteile bilden müssen. Ihre Neugier und ihr Forschergeist sind laut Filmbotschaft die besten Mittel, um Grenzen zu überwinden, Vorurteile und Ängste zu überprüfen. Mit Victor und Sparky können junge Zuschauer nachts auf dem Friedhofshügel die Faszination alter Schauergeschichten neu spüren.

    Fazit: Tim Burtons "Frankenweenie" greift als stilvolle Stop-Motion-Animation auf Motive klassischer Horrorfilme zurück und belebt sie mit kindlichem Witz und skurrilen Figuren neu.
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Darsteller und Crew

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