Fisimatenten (1999)

Fisimatenten Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Fisimatenten: Lustvoll-ironischer Gegenentwurf des freien Künstlers von Maler und Kurzfilmer Jochen Kuhn.

Künstler Edward übermalt und übermalt immer wieder sein Bild, denn Vollendung gibt es für ihn nicht mehr. Als er beginnt, auch an der Daseinsberechtigung des Künstlers überhaupt zu zweifeln, beschließt er, sein Leben radikal zu ändern. Er wechselt Outfit, Freundin und wird zum braven Angestellten. Sein Galerist Poser dagegen hat sich längst mit diesen Tatsachen abgefunden und verkauft Fälschungen.

Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein Meisterwerk ist Jochen Kuhns spielerisch plänkelnder Erstling über ein Künstlerleben hier und heute nicht gerade geworden, aber eine Fisimatente, sprich: leere Flause, auch nicht. Vielmehr ist die Story vom Maler, der zum Banker wird und das freie gegen ein geregeltes Dasein tauscht, eine possierlich amüsante Komödie mit dem Charme eines skurrilen Geheimtipps.

    Produziert von Laurens Straub und Pia Frankberg, die zuletzt Hermine Huntgeburths schräges Götz-George-”Trio” produktiv betreuten, kann man von “Fisimatenten” keine gefällige Mainstream-Posse erwarten, sondern etwas Originelles. Und das hat Jochen Kuhn ganz sicher, wenn auch manchmal etwas zu bedeutungsschwanger im filmischen Ausdruck. Reizvoll ist die ganz und gar nicht bierernste, sondern flockig ironische Haltung. Die sanfte Koketterie mit einem heute so verheerend kultivierten Zynismus, den Maximilian Schell in der ihm höchst eigenen Manier routiniert serviert, hat tröstlichen Witz und lässt den Ansatz zur Satire ahnen. Wie ist es um die vielzitierte Freiheit der Kunst und des Künstlers heute bestellt? Kuhn stellt sich und uns die Frage und experimentiert in seinem Film mit möglichen Antworten. Er ist selbst auch Maler, weshalb auch seine Hauptfigur mit dem Pinsel kreativ tätig ist. Edward (Tonio Arango) hat einen Horror davor, ein Bild fertig zu malen. Vollendet heißt für ihn verendet. Also sind seine Bilder unverkäuflich. Im Film sind dies die schönsten Szenen: Edward malt und malt und malt – immer wenn man denkt, ein Bild ist fertig, übermalt er es wildentschlossen. Schade, findet man jedes Mal, auch wenn dabei die Tricktechnik faszinierende Momente schafft. So ist Kuhns Film teilweise ein sehr poetischer Animationsfilm mit einer leichten surrealen Stimmung, die sich mit der realen Handlung nicht so richtig verbinden will. Maler Edward ist nur malerisch an seinem Modell Hanna (Alexandra Maria Lara)interessiert, sie ist in ihn verliebt. Poser (Schell), Edwards Sponsor und Galerist, findet sie sehr reizvoll aus persönlicher und zynischer Eitelkeit. Und weil Poser mit Fälschungen handelt und lieber schöne Lügen als hässliche Wahrheiten verbreitet, macht Edward einen letzten Versuch, ohne ihn ein Bild auszustellen und zu verkaufen – ohne Erfolg. Und so wie er sonst seine Bilder übermalt, übertüncht er jetzt ein Künstlerdasein mit dem Versuch eines anderen, geregelten Alltags: Er wird Bankangestellter. Eine neue Geliebte bietet sich ebenfalls an. Aber ist das die Lösung? Jochen Kuhn feiert nicht die Anarchie, aber er propagiert erfreulicherweise nicht die Anpassung ans System, nicht den Weg des geringsten Widerstands. Die erstmalige Spielfilmlänge macht dem mehrfach preisgekrönten Kurzfilmer dabei schon zu schaffen, und nicht allzu selten weicht er in Fisimatenten und den Leerlauf schmucker Dialoge aus, die nichts anderes sind als wortspielerisches Sprücheklopfen. Damit versöhnen dann nur die wunderbar klaren, ruhigen Bilder von Kameramann Jörg Schmidt-Reitwein. fh.

Darsteller und Crew

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