Fahrraddiebe (1948)

Originaltitel: Ladri di biciclette
Fahrraddiebe Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Fahrraddiebe: De Sicas Meisterwerk des Neorealismus über einen einfachen Mann, den der Diebstahl seines Fahrrads selbst zum Dieb macht.

Bereits während des zweiten Weltkriegs entstand in Italien mit dem Neorealismus eine neue Bewegung, die sich in ihrer rauen und dokumentarisch angehauchten Ästhetik deutlich von den damaligen Beiträgen des Mainstreamkinos unterschied. „Fahrraddiebe“ aus dem Jahr 1948 ist wohl neben Roberto Rossellinis „Rom, offene Stadt“ der wichtigste Beitrag des italienischen Neorealismus und basiert auf einem Roman des Schriftstellers Luigi Bartolini. Vittorio De Sicas Drama erzählt die Geschichte des Plakatklebers Antonio Ricci (Lamberto Maggiorani), der im Rom kurz nach dem zweiten Weltkrieg dringend nach Arbeit sucht, um seine Familie zu ernähren. Voraussetzung für die Sicherung seines Arbeitsplatzes ist es, ein eigenes Fahrrad zu besitzen. Da ist es natürlich klar, dass es den armen Antonio wie ein Schock trifft, als sein Fahrrad eines Tages gestohlen wird. Der völlig verzweifelte Antonio macht sich gemeinsam mit seinem Sohn (Enzo Staiola) auf die unmögliche Suche nach dem Fahrrad und den Fahrraddieben, denn nichts weniger als die Existenz der Familie steht auf dem Spiel. Wie durch ein Wunder scheinen die beiden die Dieben wirklich gefunden zu haben, doch  Antonio und sein Sohn haben keine Chance, die Verantwortlichen zu stellen, da sie unter dem Schutz der lokalen Mafia zu stehen scheinen. Nachdem die herbeigerufene Polizei unverrichteter Dinge abziehen muss, sieht sich Antonio dazu gezwungen, selbst zum Dieb zu werden, was ihn vor den Augen seines Sohnes zu einem schlechten Menschen macht und dem verzweifelten Familienvater fast das Herz bricht. Als die Aktion auch noch schief geht, scheint alle Hoffnung endgültig verloren.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Vittorio de Sicas Meisterwerk des italienischen Neorealismus verbirgt hinter einer scheinbar einfachen Geschichte eine sozialkritische Auseinandersetzung mit den Konzepten von Gut und Böse: Durch den Verlust seines Fahrrads wird ein Mann der Möglichkeit beraubt, seine Familie zu ernähren und sieht sich als Opfer gezwungen, selbst zum Täter zu werden. Mit Laiendarstellern an Originalschauplätzen gedreht, geht der Film in schonungsloser Weise mit den Zuständen im Italien seiner Zeit ins Gericht.

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