Evan Allmächtig (2007)

Originaltitel: Evan Almighty
Evan Allmächtig Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Evan Allmächtig: Fortsetzung von "Bruce Allmächtig", in der Steve Carell von Gott den Auftrag erhält, eine Arche zu bauen.

Gott, der Herr (Morgan Freeman), hat wieder einen wichtigen Auftrag an einen Erdenmenschen zu vergeben: Evan Baxter (Steve Carell), der gerade vom Nachrichtensprecher eines kleinen New Yorker Senders zum Kongressabgeordneten in Washington aufgestiegen ist, soll das größte Rettungsschiff der Welt errichten – die Arche. Doch zum modernen Noah mit prophetischen Gaben, noch dazu mit zotteliger Haartracht, fühlt sich Evan keineswegs berufen. Als sich aber die unvermeidbaren Zeichen häufen, muss er einfach vom Landesdienst zum Gottesdienst wechseln.

In “Bruce Allmächtig” hatte Comedyass Steve Carell noch eine Nebenrolle, nun ist er Dreh- und Angelpunkt eines biblisches Spaßes, der mit 200 Millionen Dollar Kosten die teuerste Komödie aller Zeiten wurde – und der das mit einer wahren Effektsintflut auch ausgiebig demonstriert.

Evan Baxter ist der Sprung vom kleinen Nachrichtensprecher eines lokalen Senders in New York zum Kongressabgeordneten in Washington gelungen. Dass er von Gott persönlich dazu angehalten wird, einer Sintflut vorzubeugen und als moderner Noah eine Arche zu bauen, passt nicht ganz in seine Pläne. Doch als unvermittelt sein Bart zu wachsen beginnt und auch andere Vorzeichen eintreten, erkennt Evan, dass er nicht seinem Land, sondern der ganzen Menschheit dienen muss.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • 175 Millionen Dollar. Besonders diese Summe ist es, die von amerikanischen Filmkritikern mit großem Staunen breitgetreten wird. Denn das ist die geschätzte Summe, die in "Evan Almighty" steckt, der bislang teuersten Filmkomödie aller Zeiten. Doch das Problem liegt nicht in der Summe selbst, vielmehr in der Frage, wohin dieses Geld verschwunden ist.

    Denn es ist eine Tatsache, dass man dem Film seine Entstehungskosten rein gar nicht anmerkt. Die zahlreichen Computeranimationen werden wohl einen Teil geschluckt haben, doch sind sie nicht gut genug, einen so hohen Preis zu rechtfertigen. Auch die Entwicklung des Drehbuchs dürfte weder besonders viel Geld noch besonders viel Zeit in Anspruch genommen haben und wenn doch, dann zeigt sich das nicht im Endergebnis.

    Ärgerlich sind die reichlich unrealistischen Aktionen und Reaktionen der Handelnden. Nur ein Beispiel: Die Arche, bevölkert von zahlreichen wilden Tieren – über deren plötzliches Erscheinen sich nebenbei bemerkt kein Mensch wundert – soll gewaltsam geräumt und zerstört werden. Von gerade mal vier Polizisten. Und Noah, der nicht nur eine Hundertschaft gefährlicher Raubtiere auf seiner Seite hat, sondern auch noch Gott höchstpersönlich, bibbert angesichts dieser Drohung, was keinesfalls komisch gemeint ist, allerdings die schlampig zurechtgezimmerte Geschichte bezeugt.

    Wer sich an "Bruce Allmächtig" zurückerinnert, wird sich auf "Evan Allmächtig" wahrscheinlich freuen. Doch als Sequel lässt sich dieser Film kaum bezeichnen. War Evan Baxter einst der arrogante Schnösel, der Bruce Nolan (Jim Carrey) den Job als Nachrichtensprecher streitig machte, wird ihm hier nun die Hauptrolle zugeteilt. Vor allem wohl deshalb, weil sowohl Jim Carrey als auch Jennifer Aniston die Mitarbeit an einem Sequel ablehnten. Aus gutem Grund, denn "Bruce Allmächtig" eignet sich nicht besonders gut für eine Fortsetzung.

    Und so fehlen hier auch besonders zwei Dinge, die den Vorgänger zu einer unterhaltsamen Komödie machten: Zum einen die Grundidee, dass einem Menschen die Fähigkeiten Gottes übertragen werden, was ein großes Reservoir kreativer Möglichkeiten öffnet, zum anderen den Schauspieler Jim Carrey mit seinem Talent für spontanen Humor und Slapstick.

    Gegen den Schauspieler Steven Carell ist rein gar nichts einzuwenden. Schließlich bewies er nicht zuletzt in "Little Miss Sunshine", dass er einen Sinn für subtile Komik besitzt. Doch gerade diese Art von Humor findet sich hier kaum, dementsprechend unterfordert agiert Carell zwischen plumpem Slapstick und stichwortabhängigem Sprachwitz, mit dem besonders Wanda Sykes in der Rolle von Evans Kollegin gelungen hervortritt.

    Es wird eine biblische Geschichte nacherzählt. Zwar wird sie – insbesondere was das Ende betrifft – variiert, ansonsten jedoch scheint sie in ihrer Entstehungszeit steckengeblieben zu sein. Dass auch der "moderne" Noah einen weißen Bart und eine ärmliche Kutte tragen muss, ist wohl nur mit dem Versuch zu erklären, aus der körperlichen Verwandlung Evans einen komischen Effekt herauszuschlagen. Dabei wird allerdings viel Potential verschenkt. Gerade die Ansiedlung der alten Geschichte in einer neuen Welt hätte zahlreichen komischen Ideen Platz geboten.

    Es ist keinesfalls so, dass "Evan Allmächtig" nicht unterhaltsam wäre. Bis zu einem gewissen Grad ist er das durchaus. Doch leider ist die teuerste Komödie aller Zeiten nicht auch die beste Komödie aller Zeiten geworden. Bezeichnenderweise hat man gerade am Abspann den größten Spaß. Die bloße Anwesenheit von Steven Carell, Morgan Freeman oder John Goodman genügt eben nicht aus, einem Film Qualität einzuhauchen. Dazu braucht es dann eben doch etwas mehr.

    Fazit: Der Film tritt nicht in die Fußstapfen seines Vorgängers und verschenkt viel Potential durch seine lieblos zurechtgezimmerte Geschichte.
  • Sündhaft teure Fortsetzung der biblisch inspirierten Familienkomödie “Bruce Allmächtig”, in der anstelle von Jim Carrey “Jungfrau (40), ledig, sucht…”-Star Steve Carell persönliche Bekanntschaft mit Gott schließt.

    Der umgängliche Allmächtige wird erneut sympathisch von Morgan Freeman porträtiert, während sich hinter der Kamera mit Regisseur Tom Shadyac und Autor Steve Oedekerk ebenfalls nichts geändert hat. Beim Plot wird mit Carells Figur des Nachrichtensprechers Evan Baxter eine Brücke zum Original geschlagen. Seinen neuen Hauptdarsteller-Status darf er im Sequel mit einem neuen Job als frisch gewählter Kongressabgeordneter zelebrieren. Doch seine politische Karriere gerät umgehend ins Stocken, als er von Gott den Auftrag erhält eine Arche zu bauen. Gleichzeitig beginnen ihm Tier- und Vogelpaare auf Schritt und Tritt zu folgen, sein Haupt- und Barthaar unkontrollierbar zu sprießen, eine lange Kutte dient ihm fortan als neue Dienstkleidung. Obwohl er sich zunächst gegen seine von ihm als lästig empfundene Mission auflehnt, fügt er sich schließlich dem göttlichen Willen. Damit stößt Evan allseits auf Entgeisterung und Enttäuschung, insbesondere beim skrupellosen Kongressabgeordneten Long (John Goodman), der Evan für seine Umwelt zerstörerischen Machenschaften einzuspannen hofft. Als Evan mit Hilfe seiner Tierfreunde und Familie nach viel Gespött seine Riesen-Arche fertig stellt, fehlt von einer Sintflut allerdings jede Spur. Der Glaube versetzt jedoch bekanntlich Berge – und in diesem Fall eine Arche auf den Capitol Hill.

    Gott trägt nach wie vor Weiß, seine politische Orientierung hingegen ist nun Grün. Auf diese Art versuchen die Filmemacher, es zwei Publikumsfraktionen recht zu machen, die sich traditionell nicht immer ganz grün sind: aufgeschlossene Liberale und konservative Christen. Letztere werden sich aufgrund der durchaus liebenswert (und mit grandios angelegtem Score) untergebrachten Botschaft von engem Familienzusammenhalt und gütiger Menschenfreundlichkeit besonders angesprochen fühlen. Komiker Carell amüsiert mit witzigen Einlagen, veranstaltet aber eindeutig weniger Faxen und Unfug als sein Vorgänger. Dies hängt vorrangig damit zusammen, dass er genau genommen nicht mit Allmacht, sondern einer Mission betraut worden ist. Während die Tiere niedlich anzusehen sind, fungieren sie in erster Linie als (häufig recht augenfällig als CGI-integrierte) Setdekoration. Zum Spaß feuern sie wiederholt ihren Kot ab oder spucken auch schon mal gezielt in Richtung Übelmensch. Humor wird auch von Nebendarstellern wie Wanda Sykes und John Michael Higgins als Evans Angestellte und ein paar Insiderjokes beigesteuert. Letztlich handelt es sich um eine allegorische Moralfabel mit Elementen einer Komödie, die mehr durch ihr großherziges Sendungsbewusstsein denn durch große Lacher besticht. ara.

Darsteller und Crew

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