Erschütternde Wahrheit (2015)

Originaltitel: Concussion
Erschütternde Wahrheit Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (8)
  1. Ø 4.6
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 3.8

Filmhandlung und Hintergrund

Erschütternde Wahrheit: Brisanter Enthüllungsthriller mit Will Smith als Neuropathologe, der versucht, die Leib und Leben der Spieler gefährdende Praxis der National Football League offen zu legen.

In dem Sportdrama „Erschütternde Wahrheit“ nimmt es der Neuropathologe Dr. Bennet Omalu (Will Smith) mit der National Football League auf, die gesundheitsgefährdende Umstände verharmlost. Der Neuro-Wissenschaftler aus Pittsburgh macht bei einer Routineuntersuchung von zwei Profi-Footballspielern eine schockierende Entdeckung: Die beiden haben während ihrer Karriere starke Kopfverletzungen erlitten und haben kurz darauf Selbstmord verübt. Der Pathologe sieht einen Zusammenhang zwischen dem Kopftrauma und dem tödlichen Ausgang. Die National Football League bestreitet jedoch, dass ihre Spieler gefährdet sind, obwohl von jedem Profisportler voller Einsatz abverlangt wird und die Nebenwirkungen von Gehirnerschütterungen unter den Teppich gekehrt werden. Dr. Omalu besteht jedoch auf seinen Entdeckungen und forscht weiter. Er bittet seine Ärzte-Kollegen Cyril H. Wecht (Albert Brooks), Dr. Julian Bailes (Alec Baldwin) und Dr. Elliot Pellman (Paul Reiser), die Befunde zu prüfen. Die Ärzte bestätigen Omalus Befürchtungen. Nun muss der Arzt gegen die NFL bestehen, die die erschütternde Wahrheit mit allen Mitteln vertuschen will. Das Enthüllungsdrama, in dem der Superstar Will Smith („Men in Black“, “Focus”) die Rolle des hartnäckigen Arztes spielt, basiert auf dem Artikel „Game Brain“, den die Journalistin Jeanne Marie Laskas 2009 im GQ Magazin veröffentlichte. Will Smith wurde für Leistung bei den Golden Globe Awards 2016 als bester Hauptdarsteller nominiert.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

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  • Brisanter Enthüllungsthriller mit Will Smith als Neuropathologen, der versucht, die Leib und Leben der Spieler gefährdende Praxis der National Football League offen zu legen.

    Wie bei Michael Manns ähnlich gepolten Thriller “Insider” (1999) um die Machenschaften der Tabakindustrie, basiert “Erschütternde Wahrheit” auf wahren Begebenheiten. Der Protagonist wird ebenfalls in einen David-gegen-Goliath-Konflikt verwickelt, wobei er zunächst keine Aussicht auf Erfolg zu haben scheint. In diesem Fall zieht er gegen die übermächtige NFL (National Football League) ins Feld, die aus Profit- und Prestigegründen versucht, die Wahrheit des engagierten “Whistleblowers” zu unterdrücken.

    Dr. Bennet Omalu (Smith) ist ein hochgelehrter Neuropathologe, der aus Nigeria in die USA eingewandert ist. Er ist ein sanftmütiger Mensch, der liebevoll mit den Leichen spricht, die er obduziert. Eines Tages muss Omalu am ehemaligen Pittsburgh Steelers Footballstar Mike Webster eine Autopsie durchführen. Der zuletzt obdachlose Webster war erst 50 Jahre alt, hatte aber unter Gedächtnisschwund, Depressionen und extremen Stimmungsschwankungen gelitten. Sein Gehirn weist Alzheimer-ähnliche Veränderungen auf, und Omalu kommt zu dem Schluss, dass Websters Tod auf wiederholte traumatische Kopfverletzungen beim Footballspiel zurückzuführen sind. Mit Hilfe vom ehemaligen Teamarzt der Steelers (Alec Baldwin) und zwei Kollegen publiziert Omalu eine Studie über ihre Erkenntnisse. Von der NFL wird der um die Gesundheit der Spieler besorgte Doktor prompt abgewimmelt. Doch Omalu gibt nicht auf und führt seinen Studien fort, wobei er weitere, prominente Opfer entdeckt. Gleichzeitig wächst der Druck auf ihn und seine Frau (Gugu Mbatha-Raw bleibt leider unterbeschäftigt) erleidet aufgrund des Stresses eine Fehlgeburt. Ein weiteres tragisches Ereignis bringt schließlich die Wende.

    Zwar ist das Thema um gnadenlos “verheizte” Footballspieler durchaus aufwühlend, aber nicht ganz so universell hochexplosiv wie die schmutzigen Machenschaften von Zigarettenherstellern. Zudem verfügt Regisseur Peter Landesman (“Parkland“) nicht über eine ähnliche filmische Finesse wie Michael Mann, dem es gelang, aus einem relativ trockenen Thema ein Höchstmaß an Spannung zu gewinnen. So bewegen zwar die Szenen mit Omalus Frau, doch letztlich wirken sie sich störend auf den Erzählfluss aus. Hervorragend ist hingegen Smith, der das dramatische Moralepos mit einer fantastisch gefühlvollen Darstellung eines wohlintentionierten und charakterstarken Idealisten veredelt. ara.

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