Erik im Land der Insekten (2004)

Originaltitel: Erik of het klein insectenboek
Erik im Land der Insekten Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 4
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 2

Filmhandlung und Hintergrund

Erik im Land der Insekten: Niederländischer Kinderfilm um einen Zehnjährigen, der auf Insektengröße schrumpft und in einem Schneckenhotel Freunde findet.

Der zehnjährige Erik (Jasper Oldenhof) gilt als eigenbrötlerischer Außenseiter und Tagträumer. Als er einen Vortrag über Insekten halten soll, obwohl er von Insekten nicht die geringste Ahnung hat, kommt ihm ein Zauber zur Hilfe: Erik schrumpft auf Zwergengröße und kann die lokale Waldwiese mal aus der Nähe unter die Lupe nehmen. In einer golfspielenden Wespe und einer Reithummel findet er wertvolle Gefährten, doch lauern auch Gefahren im Dschungel vor der Haustür.

Der gleichnamige Kinderbuch-Bestseller von Godfried Bomans dient als Vorbild für dieses effektvolle Kinderabenteuer aus deutsch-belgisch-niederländischer Co-Produktion.

Nach dem Tod seines Vaters wird der zehnjährige Erik zum Einzelgänger. Als er in der Schule ein Referat über Insekten halten soll, findet er in der Scheune seines Großvaters ein altes Poster, das die gesamte Artenvielfalt der Spezies zeigt. Auf zauberhafte Art und Weise schrumpft der Junge auf Insektengrößte und findet neue Freunde in einem Schneckenhotel.

Während der Vorbereitungen zu einer Prüfung findet sich der zehnjährige Erik mittels eines Zaubertricks plötzlich im Land der Insekten wieder. Dort begegnet der verschlossene Einzelgänger liebenswerten Schmetterlingen und hilfsbereiten Ameisen, aber auch fiesen Spinnen und gruseligen Totengräbern. Außerdem entgeht er nur knapp dem Tod durch ein ULO, ein unbekanntes Laufobjekt, wie der Mensch bei den Insekten heißt. Am Ende des Tages hat Erik viel über die Krabbeltiere gelernt und kann sich nun auf sein Referat stürzen.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Erik im Land der Insekten“ will Kinderfilm in mehreren Aspekten sein: über Kinder und für Kinder. Deshalb sucht er sich – in seiner Rahmenhandlung – einzufühlen in die kindliche Lebenswelt, will Erik als normalen Jungen zeigen mit alltäglichen Problemen: Sein Vater ist gestorben, ein Verlust, den er nicht verarbeitet hat, er mag ein Mädchen aus seiner Klasse, wofür er gehänselt wird, er muss en Referat über ein langweiliges Thema halten: Insekten.
    Hier kommt der zweite Aspekt ins Spiel, der pädagogisch-didaktische, der den Kindern unter den Zuschauern etwas beibringen will über die kleine Welt auf der großen Wiese. Erik nimmt dabei die – von den Filmemachern so vorausgesetzte – Position des unwissenden und unwillentlichen jungen Publikums ein, er begibt sich im Film auf eine abenteuerliche und lehrreiche Reise in die Natur.

    Hinter einem Gemälde findet er, verkleinert auf Insektengröße, das Wunderland; hier ist der Unterrichtsstoff greifbar und sinnlich erfahrbar, und deshalb lernt Erik auch sehr schnell. Das ist natürlich auch die Zielrichtung des Films, Kindern Lehrreiches über die Insektenwelt und, als weiteren Punkt, auch über sich selbst beizubringen. Der Zuschauer soll mit dem Film eine ähnliche Reise unternehmen wie Erik mit seinem (Phantasie?-)Ausflug ins Gemälde.

    Leider aber sind die beiden Stoßrichtungen im Film kaum miteinander verknüpft, wirken willkürlich zusammengedrängt und gezwungen aufgesetzt. Weil Regisseur Gidi van Liempd beides will von Kindheit und von Insekten zu erzählen, bringt er von beidem ein bisschen, und aber von beides nicht ganz: Der Zuschauer kann nicht in den Film eintauchen wie Erik in die gemalte Wiese, weil die Handlung nicht – wie es auch bei fantastischen Geschichten elementar ist – lebensecht ist. Eriks Welt in der Rahmenhandlung wirkt mit seinen vorgesetzten Problemen ähnlich künstlich wie die Insektenwelt; die übrigens nicht computeranimiert ist, sondern in übergroßem Maßstab im Studio erbaut wurde, in der Menschen in Kostümen Insekten darstellen.

    Hier verliert der Film auch sein didaktisches Potential: Alle Tiere haben irgendwo Fühler und Flügel und hinten einen dicken Insektenkörper angeklebt und dabei menschliche Arme und Beine. Dadurch wirken sie alle bis auf die Farbe gleich, und sie sind nicht wirklich als spezifische Arten identifizierbar: rot ist die Stechmücke, rot-gelb-schwarz bedeutet Hummel, das Grüne ist der Heuhüpfer. Das alles aber muss im Film erklärt werden, damit man es auch weiß.

    Dabei sind die Dekors sehr liebevoll gestaltet, das Schneckenhotel mit langem, rundem Gang, das kantige Wespennest oder auch einfach die großen Blätter und Grashalme. Trotzdem kommt man sich vor wie unter den Aliens im Raumschiff Enterprise: Alle sind irgendwie geschminkt und trotzdem anthropomorph.

    Tatsächlich habe ich in meiner Kindheit mehr aus „Biene Maja“ über Insekten gelernt, als in diesem Film möglich wäre; dazu ist alles zu gewollt, zu gestellt. Und auch die Moral, die der Film behauptet („Das Leben ist ein fantastisches Fest“) ist zu einfach.
    Nur die Gags sind wirklich liebevoll gezeichnet – und interessanterweise alle aus dem kindlich-erotischen Bereich: Wenn Erik einer ungläubigen Wespe seinen Stachel im Schlafanzug zeigt, wenn ihm verführerisch eine fortpflanzungswillige Mücke ins Bett nachsteigt, wenn er einem Schmetterling in Liebesdingen nachhilft. Und auch die Action wirkt: „Voll geil!“ hat ein Zweitklässler ausgerufen, als der Maulwurf in die Wohnstube der Totengräberkäferfamilie einbricht.

    Fazit: Ein Film über Kinder und Insekten, bei dem man nicht soviel lernt, wie sich die Filmemacher wohl vorgenommen haben.
  • Auch ohne tricktechnisches Brimborium bereitet Gidi van Liempd mit seinem Mix aus “Das große Krabbeln” und “Mikrokosmos” jungen Kinofans ein fantasiereiches Vergnügen.

    Während die Abenteurer in Peter Jacksons “King Kong” gerade auf gigantische Spinnen riesige Würmer und anderes eklig-monströses Kriechgetier treffen, geht es in der holländisch-deutschen Koproduktion “Erik im Land der Insekten” wesentlich freundlicher zu. Trotzdem ist der für ältere Kindergarten-Kinder sowie alle Grundschüler hervorragend geeignete Film auf seine Weise spannend, lustig und zudem ein bisschen lehrreich. Eher ungewöhnlich dabei, dass der holländische Werbefilmer Gidi van Liempd komplett auf Computer-generierten Firlefanz verzichtet und stattdessen auf Schauspieler in fantasievollen Tierkostümen und ein überaus originelles Produktionsdesign setzt.

    Los geht’s mit einer Rahmenhandlung, in der der zehnjährige Erik (sympathischer Debütant: Jasper Oldenhof) ein Referat in seiner Klasse halten soll und sich mittels eines Zaubertricks plötzlich im sagenumwobenen Land der Insekten wiederfindet. Dort begegnet der als Bücherwurm getarnte Erik liebenswerten Schmetterlingen und hilfsbereiten Ameisen, aber auch fiesen Spinnen und gruseligen Totengräbern. Außerdem entgeht er nur knapp dem Tod durch ein ULO, ein unbekanntes Laufobjekt, wie der Mensch im Insektenjargon genannt wird. Am Ende des Tages hat der Junge eine Menge über die kleinen Krabbeltiere gelernt und kann sich voller Eifer auf sein Referat stürzen. “Erik im Land der Insekten” funktioniert hervorragend als Gegenprogramm zu Dreamworks’ “Antz” oder Pixars “Das große Krabbeln”. Dabei ist dieses preisgekrönte Werk (“Silver Cairo” beim Kinderfilmfestival in Kairo) mindestens ebenso unterhaltsam, fördert aber obendrein die Fantasie der Kleinen und vermittelt wie sein Doku-Pendant “Mikrokosmos” jede Menge Wissen. lasso.

Darsteller und Crew

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