Englisch für Anfänger (2012)

Filmhandlung und Hintergrund

Beschwingte Bollywood-Dramödie mit viel Musik um eine indische Hausfrau und Mutter, deren Trip nach New York auch zu einer sehr persönlichen Selbstfindungsreise wird.

Auch wenn auf Titel-Basis eine Ähnlichkeit mit der deutschen ARD-Comedy-Serie “Türkisch für Anfänger” nicht zu übersehen ist, hat diese indische Produktion aus dem Jahre 2012 nur wenig mit dem Culture-Clash-Spaß made in Germany gemein. Zwar handelt auch “Englisch für Anfänger” vom Zusammenprall der Kulturen, doch im Wesentlichen geht es hier um eine von Sridevi, einem indischen Superstar der 80er und 90er Jahre, gespielten Hausfrau und Mutter namens Shashi. Diese leidet darunter, dass sie von ihrem Ehemann, einem erfolgreichen Geschäftsmann und ziemlich frauenfeindlichen Macho, nicht ganz für voll genommen wird. Gleichzeitig macht sich ihre pubertierende Tochter darüber lustig, dass Mutti kein Englisch sprechen, ja nicht einmal das Wort Jazz Dance adäquat betonen kann. Als Shashi anlässlich der Hochzeitsvorbereitungen ihrer Nichte einige Wochen in New York verbringt, packt sie die Gelegenheit beim Schopf und belegt einen Englischkurs für Anfänger. Damit tut sie etwas für ihr Selbstbewusstsein, lernt neue Freunde kennen und beginnt auch, ihr bisheriges Leben zu überdenken. Da der Film etwa zu zwei Dritteln in den USA spielt, wird hier für indische Verhältnisse vergleichsweise offen über Emanzipation nachgedacht. So hat Shashi beinahe eine Affäre mit einem sympathischen Franzosen mit Dackelblick, wagt die kühne Behauptung, dass der Kurs ihr mittlerweile wichtiger sei als ihre Kinder, um am Ende zu konstatieren: “Ich brauche keine Liebe – ich will nur ein bisschen Respekt.” “Englisch für Anfänger” wird also nicht unbedingt wegen seiner revolutionären Thesen bezüglich des Frauenbilds in Indien eingehen. Seine starken Momente hat der Film in seinen unvermeidlichen, teilweise aber sehr witzigen Musik- und Tanznummern, die Spaß, Fröhlichkeit und Buntheit vermitteln, sowie in dem Aufeinandertreffen von konservativen indischen und liberalen US-amerikanischen Anschauungen. Eher des Guten zu viel sind die zahlreichen Großaufnahmen von Sridevi, die wahrlich ein ebenmäßig schönes Antlitz besitzt, die Selbstfindungsdramödie aber unnötig in die Länge zieht. lasso.

Die attraktive Shashi geht in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter voll auf. Leider bringen ihr weder der Ehemann noch die pubertierende Tochter den gebührenden Respekt entgegen. Im Gegenteil, die beiden machen sich obendrein über ihr rudimentäres Englisch lustig. Als Shashi ein paar Wochen anlässlich der Hochzeitsvorbereitungen ihrer Nichte in New York verbringt, packt sie die Gelegenheit beim Schopf und belegt einen Englischkurs für Anfänger. Dabei lernt sie nicht nur neue Freunde kennen, sie beginnt auch, ihr Leben zu überdenken.

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