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Englisch für Anfänger (2012)

Originaltitel: English Vinglish
Englisch für Anfänger Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 4
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 2

Filmhandlung und Hintergrund

Englisch für Anfänger: Beschwingte Bollywood-Dramödie um eine indische Hausfrau und Mutter, die durch einen Englischkurs ihrem Leben eine neue Richtung gibt.

Die attraktive Shashi geht in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter voll auf. Leider bringen ihr weder der Ehemann noch die pubertierende Tochter den gebührenden Respekt entgegen. Im Gegenteil, die beiden machen sich obendrein über ihr rudimentäres Englisch lustig. Als Shashi ein paar Wochen anlässlich der Hochzeitsvorbereitungen ihrer Nichte in New York verbringt, packt sie die Gelegenheit beim Schopf und belegt einen Englischkurs für Anfänger. Dabei lernt sie nicht nur neue Freunde kennen, sie beginnt auch, ihr Leben zu überdenken.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Schwer zu sagen, warum ausgerechnet die Culture-Clash-Komödie "Englisch für Anfänger" ("English Vinglish") für den deutschen Markt auserwählt wurde. Sicherlich hängt es mit dem ungemeinen Erfolg des Debüts von Werbefilmerin Gauri Shinde im Herstellungsland Indien zusammen. Doch dort konnte man auf die Popularität von Hauptdarstellerin Sridevi Kapoor, erstmals nach langer Pause wieder auf der Leinwand, und Bollywood-Legende Amitabh Bachchan bauen, dessen Gastauftritt als hilfreicher Flugreisender zu den gelungensten Einfällen des Films zählt. In der Synchronisation muss jedoch zwangsläufig der Gegensatz der hinduistischen zur amerikanischen Sprache verloren gehen. Dass sich Englisch in alltäglichen Gebrauch zunehmend durchsetzt, konnte man zuletzt am munteren Sprachgemisch fast aller "Bollywood"-Produktionen zumindest in der Originalfassung verfolgen.

    Darauf baut Regisseurin und Autorin Shinde ihren zentralen Konflikt: Aufgrund mangelhafter Englischkenntnisse fühlt sich die stille Protagonistin Shashi stets als Außenseiterin und Zielscheibe des allgemeinen Spottes. Offensichtlich geziert es sich nicht für eine gewissenhafte Hausfrau, ihren vertrauten Wirkungsbereich zu verlassen, weshalb niemand etwas von ihrer Teilnahme an einem US-Sprachkurs erfahren darf. Zwar liefert "Englisch für Anfänger" die Chronik einer milden Emanzipation, doch Shashi wird bis zum Schluss von Schuldgefühlen verfolgt, eigenmächtig und ohne Zustimmung ihrer Familie gehandelt zu haben. Dass ihr ein charmanter französischer Mitschüler bald den Hof macht – Mehdi Nebbou kennt man auch aus deutschen Produktionen wie "Schläfer" -, macht die Angelegenheit noch verzwickter.

    Da es sich bei Laurent um einen Koch handelt, kommen sich die beiden Außenseiter über ihre gemeinsame Leidenschaft und Profession näher. Paritätisch setzen sich die restlichen Kursteilnehmer aus Vertretern der verschiedensten Nationalitäten zusammen, darunter eine chinesische Friseuse oder ein pakistanischer Taxifahrer. Noch klischeehafter fiel die Zeichnung des bieder gekleideten, schwulen Englischlehrers aus, der wie ein großes Kind wirkt. Im Verein mit ihren neuen Freunden mag Shashi an Selbstbewusstsein und Vertrauten gewinnen, doch schließlich ordnet sie sich doch wie selbstverständlich ihrer traditionellen Bestimmung unter.

    Trotz durchaus amüsanter Einfälle und etwas Slapstickhumor krankt die Feel-Good-Produktion neben ihrem konservativem Rollenverständnis an dramaturgischen Hängern. Mit 134 Minuten fiel "Englisch für Anfänger" für das Hindi-Kino zwar relativ kurz aus, doch in der zweiten Hälfte gerät der Erzählfluss manchmal ins Stocken. Selbst die spärlichen Songs erfolgen zumeist aus dem Off. Dank dynamisch choreographierter Gesangs- und Tanzeinlagen wurde schon so manches durchschnittliche Werk aufgewertet, doch hier muss man bis zum Finale warten, ehe die Charaktere zum befreienden Tanz ansetzen. Jenseits eines diskussionswerten Ansatzes zu Tradition und Moderne sowie einiger netter Gags bleibt dieser "Bollywood"-Ableger hinter seinen Möglichkeiten zurück.

    Fazit: Die nur teilweise amüsante Komödie "Englisch für Anfänger" über kulturelle und nationale Differenzen kommt nicht ohne Längen und dick aufgetragene Klischees aus.
  • Beschwingte Bollywood-Dramödie mit viel Musik um eine indische Hausfrau und Mutter, deren Trip nach New York auch zu einer sehr persönlichen Selbstfindungsreise wird.

    Auch wenn auf Titel-Basis eine Ähnlichkeit mit der deutschen ARD-Comedy-Serie “Türkisch für Anfänger” nicht zu übersehen ist, hat diese indische Produktion aus dem Jahre 2012 nur wenig mit dem Culture-Clash-Spaß made in Germany gemein. Zwar handelt auch “Englisch für Anfänger” vom Zusammenprall der Kulturen, doch im Wesentlichen geht es hier um eine von Sridevi, einem indischen Superstar der 80er und 90er Jahre, gespielten Hausfrau und Mutter namens Shashi. Diese leidet darunter, dass sie von ihrem Ehemann, einem erfolgreichen Geschäftsmann und ziemlich frauenfeindlichen Macho, nicht ganz für voll genommen wird. Gleichzeitig macht sich ihre pubertierende Tochter darüber lustig, dass Mutti kein Englisch sprechen, ja nicht einmal das Wort Jazz Dance adäquat betonen kann. Als Shashi anlässlich der Hochzeitsvorbereitungen ihrer Nichte einige Wochen in New York verbringt, packt sie die Gelegenheit beim Schopf und belegt einen Englischkurs für Anfänger. Damit tut sie etwas für ihr Selbstbewusstsein, lernt neue Freunde kennen und beginnt auch, ihr bisheriges Leben zu überdenken. Da der Film etwa zu zwei Dritteln in den USA spielt, wird hier für indische Verhältnisse vergleichsweise offen über Emanzipation nachgedacht. So hat Shashi beinahe eine Affäre mit einem sympathischen Franzosen mit Dackelblick, wagt die kühne Behauptung, dass der Kurs ihr mittlerweile wichtiger sei als ihre Kinder, um am Ende zu konstatieren: “Ich brauche keine Liebe – ich will nur ein bisschen Respekt.” “Englisch für Anfänger” wird also nicht unbedingt wegen seiner revolutionären Thesen bezüglich des Frauenbilds in Indien eingehen. Seine starken Momente hat der Film in seinen unvermeidlichen, teilweise aber sehr witzigen Musik- und Tanznummern, die Spaß, Fröhlichkeit und Buntheit vermitteln, sowie in dem Aufeinandertreffen von konservativen indischen und liberalen US-amerikanischen Anschauungen. Eher des Guten zu viel sind die zahlreichen Großaufnahmen von Sridevi, die wahrlich ein ebenmäßig schönes Antlitz besitzt, die Selbstfindungsdramödie aber unnötig in die Länge zieht. lasso.

Darsteller und Crew

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