Elser (2015)

Elser Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (8)
  1. Ø 3.6
Kritikerwertung (5)
  1. Ø 3.8

Filmhandlung und Hintergrund

Elser: Historisches Drama um den Hitler-Attentäter Georg Elser vom Regisseur von "Der Untergang".

Georg Elser hätte die Geschichte verändern können. 13 Minuten haben ihm gefehlt, dann hätte die von ihm gebaute Bombe Adolf Hitler getötet. Doch es kam anders an diesem 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller. Denn Hitler verlässt den Ort des Attentats zu früh – und Elser scheitert. Vom Kripochef Arthur Nebe und SS-Karrierist Müller wird er in der Folge verhört, vermeintliche Hintermänner soll er nennen. Die Erinnerung an seine große Liebe Elsa und sein Glaube gibt Elser die Kraft, auch im Angesicht des Todes Zivilcourage und Humanität zu bewahren.

Georg Elser hätte die Geschichte verändern können. 13 Minuten haben ihm gefehlt, dann hätte die von ihm gebaute Bombe Adolf Hitler getötet. Historisches Drama um den Hitler-Attentäter Georg Elser vom Regisseur von “Der Untergang”.

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Es haben nur ganze 13 Minuten gefehlt. Wenn am 8. November 1939 Hitler nicht seine Rede im Münchner Bürgerbräukeller etwas früher als geplant beendet hätte, dann wäre Johann Georg Elser wohl als einer der großen Helden des 20. Jahrhunderts in die Geschichtsbücher eingegangen. In emsiger Akribie hat der junge, schwäbische Schreiner über Monate den Bombenanschlag vorbereitet. Aber anstatt die Welt von Hitler zu befreien, schlägt sein Plan fehl und Elser wird verhaftet. Er wird gefoltert, gequält, am Ende hingerichtet. Doch wer war dieser Mann? Was trieb ihn an, als Einzelner in einer Zeit nicht abreißender nationalsozialistischer Erfolgsmeldungen Widerstand zu leisten? Diese Fragen bestimmen Oliver Hirschbiegels fein gewobenen Film. Aus den Verhörszenen, die auch für den Zuschauer körperlich an die Schmerzgrenze gehen, springt das Drehbuch von Leonie und Fred Breinersdorfer geschickt zurück in Elsers früheres, von Frauen und Musik bestimmtes Leben. Der Cast ist hochkarätig besetzt, in den Nebenrollen glänzen unter anderem Katharina Schüttler, Burkhart Klaußner und Johann von Bülow. Und Christian Friedel ist als Elser die Idealbesetzung. Ein Mann zwischen Illusionen der unschuldigen Jugend und dem stoischen Attentäter, der entschlossen ist, der Tyrannei des Hitler-Regimes ein Ende zu setzen. Durch den vielschichtigen Blick auf ein komplexes Leben entsteht ein mehrdimensionales Porträt einer einzelnen Person, aber auch das Porträt einer ganzen Epoche, die Deutschland für immer prägen sollte. Mit ELSER setzt Regisseur Oliver Hirschbiegel nicht nur einem bedeutenden Widerständler ein anregendes Denkmal. Der Film zeigt darüber hinaus, dass selbstständiges Denken und das Hinterfragen verfestigter Strukturen zu allen Zeiten möglich ist. Ein lehrreicher, bewegender und wichtiger Film.

    Jurybegründung:

    Jeder weiß, dass der Mann scheiterte! Deswegen baut Oliver Hirschbiegel auch keinen Spannungsbogen um das Hitler-Attentat von Georg Elser am 8.November 1939 herum auf. Stattdessen beginnt er zügig und in zurückhaltenden Einstellungen damit, wie sein Titelheld die Bombe im Münchner Bürgerbräukeller einbaut und den Zeitzünder in Gang setzt. Es gibt kurze Sequenzen von der Versammlung, in denen Hitler nur kurz aus der Distanz gezeigt wird, man sieht Elser bei seinem eher halbherzigen und ungeschickten Fluchtversuch über die Grenze in die Schweiz, wie er verhaftet wird und erfährt, dass er nicht den Führer und die NS-Führungsriege, sondern unschuldige Passanten getötet hat - und danach fängt der Film erst wirklich an.

    Diese sachlich, betont undramatische Darstellung ist wie ein Gegenentwurf zu Hirschbiegels düster theatralischem Hitler-Porträt DER UNTERGANG. Dessen extrem kontroverse Rezeption scheint eine Lehre für Hirschbiegel gewesen zu sein, denn hier nähert er sich viel sorgfältiger, man kann auch sagen mit Demut, der deutschen Vergangenheit. Er will zeigen, was einen lebenslustigen, jungen Mann, den die Frauen mögen, der in der Kneipe Musik macht und ein im Grunde angenehmes Leben als Handwerker in Süddeutschland führt, dazu bringt, als einer der ganz wenigen die Ausmaße des Unheils vorherzusehen, in das Adolf Hitler die Welt führen wird. Und der daraus die Konsequenzen zieht. Und er zeigt, welchen Preis Georg Elser dafür zahlt, denn zu einem großen Teil spielt der Film in den Zellen und Verhörräumen, in denen er befragt, unter Druck gesetzt und gequält wird. Diese Leidensgeschichte des Gefangenen wird zwar erschreckend realistisch, aber nie spekulativ brutal in Szene gesetzt. Die beste Sequenz des Films gelingt Hirschbiegel, wenn die Kamera mit einer Protokollführerin vor der Folter den Verhörraum verlässt und er nur ihr Gesicht zeigt, wenn sie auf dem Gang sitzend ein Buch liest, während man Elser immer lauter schreien hört.

    In einer durchgängigen Parallelmontage wird von diesen Szenen zu Rückblenden geschnitten, in denen Elsers Leben unter Hitler in seinem kleinen idyllischen Heimatdorf gezeigt wird. Dort entwickelt sich die Herrschaft der Mitläufer. In der Ortskneipe werden die Nazis lauter und die Kameraden des Rotfrontkämpferbundes, mit denen Elser sympathisiert, verstummen nach und nach. Die Leute sind vorsichtig in dem, was sie sagen und schleichend setzt sich im Dorf der nationalsozialistische Geist durch. Dann wird eine Frau dazu gezwungen, mit einem Schild um den Hals auf dem Marktplatz zu sitzen, und viel schlimmer als die Häme auf einigen Gesichtern ist die Gleichgültigkeit der vielen anderen, die sich abwenden und ganz zufrieden mit den Zuständen im Land sind. Diese Normalität des Bösen ist das wirklich erschreckende an Hirschbiegels Film. Zum Widerstand ist nur ein einziger bereit, den Christian Friedel nicht wie einen politischen Märtyrer, sondern als einen furchtlosen, freiheitsliebenden Rebellen spielt. "Es hätte auch keiner mitgemacht" sagt Elser später dann im Gefängnis. Ein vernichtendes Urteil.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Ich nehme Oliver Hirschbiegel seinen Hitler Schmus immer noch übel und wollte deshalb keine Filme mehr von diesem deutschen Blockbuster Garanten sehen. Grossmäulig kündigt er die nächste Biographie an: "Er hätte die Welt verändert". Wer? Georg Elser mit seinem Hitler Attentat 1939. Die Bombe, die an diesem Abend im Münchener Bürgerbräukeller hochging, hätte fast Hitler und seine Führungs-Riege vernichtet. Nur durch den Zufall, dass sie den Keller 13 Minuten früher verliessen als ursprünglich geplant, rettete die Nazis. Elser ist trotzdem in Deutschland nicht wohl gelitten, man unterstellte ihm dubiose Motive. International kennt Elser fast niemand. Hirschbiegel betont nun das Spektakuläre an dieser Geschichte und macht das mit dem internationalen Verleih-Titel 13 Minutes auch deutlich. Dahinter verbirgt sich die wohlgemeinte Absicht, Elser zu würdigen und hoffentlich bekannter zu machen. Hirschbiegel hält zunächst die Dramaturgie eines Thrillers ein: Wir sehen Elser und den Schauspieler Christian Friedel wie sie nachts die Sprengladung fixieren. Dann erleben wir, wie Elser bei seiner Flucht in die Schweiz gefangen genommen wird. Während des grausamen Verhörs entwickelt sich der Film nun zu einem Biopic und in Rückblenden erfahren wir, wer dieser Elser eigentlich ist. Eine Geschichte des gewöhnlichen Faschismus. An dieser Stelle gewinnt Hirschbiegels Film, denn wir erleben nicht nur eine deutsche Biographie der Zeit, sondern eine Analyse, wie jemand politisiert wird. Ganz wesentlich: Die Lieblings-Lüge der Deutschen, man habe von nichts gewusst, wird entlarvt. Aus diesem Grund möchte ich mich dieses Mal bei Oliver Hirschbiegel bedanken für seinen Film, der viel mehr bietet als nur Faszination für sein Thema! mehr auf cinegeek.de
  • Oliver Hirschbiegel gelingt nach “Der Untergang” ein weiterer packender Film, der sich mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte auseinandersetzt. Hier setzt er dem früh Widerstand leistenden Hitler-Attentäter Georg Elser ein Denkmal.

    Das Drama um den frühen und lange nicht als solchen gewürdigten Widerstandskämpfer Georg Elser packt, ohne aufgesetzt oder wie Bildungsfernsehen zu wirken und auch ohne eine eindimensionale Heldengeschichte zu erzählen. Ein starkes, gut durchdachtes und konstruiertes, ausgewogenes Drehbuch von Fred Breinersdorfer, der bei “Sophie Scholl” bereits erfolgreich ähnliches Terrain bearbeitete, und Tochter Leonie Claire, liefert die Basis. Oliver Hirschbiegel (“Der Untergang”) sorgt mit Kamerafrau Judith Kaufmann dafür, dass engagiertes, erwachsenes Kino daraus entsteht mit Bildern, die das Landleben am Bodensee und in der schwäbischen Provinz in leuchtenden, bunten Farben ausmalt und mit dem trist schmutziggrau des Verhörraums kontrastiert. Dort wird Elser (Christian Friedel) kurz nach seinem missglückten Anschlag – 13 Minuten (so der englische Titel) zündete der Sprengsatz zu spät – im November 1939 von zwei gegensätzlichen Männern, dem auch mitfühlenden Kripochef Neber (Burghart Klaußner) und dem linientreuen SS-Karrierist Müller (Johann von Bülow), in die Mangel genommen. Hirschbiegel schildert die Gestapofoltertechniken offen, schmerzhaft auch für den Zuschauer, der umso mehr Respekt vor Elsner gewinnt, der anfangs auf den Druck noch mit Frechheit reagiert. Die geschickt eingebauten Rückblenden in die Vergangenheit Elsners, als er die Frauen und insbesondere die verheiratete Elsa (Katharina Schüttler) als Musiker und Charmeur erobert, nimmt man dankbar auf. Sie schildern auch anschaulich die Entwicklung Elsers vom Pazifisten zu jemandem, der nachdem er u.a. die Verhaftung seines Freundes miterlebt, etwas tun muss und dabei auch den Tod von Unschuldigen in Kauf nimmt. Elser wird auch in seiner Schwäche gezeigt, etwa wenn er anfangs zusieht, wie Elsa von ihrem Mann drangsaliert wird, ohne einzugreifen. Friedel, hochgelobt für “Das weiße Band” legt als Elser erneut einen formidablen, vielschichtigen Auftritt hin und reüssiert auch als Sänger und Musikant. Die von ihm vorgetragenen (Volks)lieder passen sich hervorragend in den modernen, zurückhaltenden Score ein, tragen viel zur emotionalen Involvierung bei. Aber auch Klaußner, von Bülow und Schüttler passen sich perfekt in ihre Rollen. Einen Heimat- und einen Liebesfilm und einen Politkrimi wollte Hirschbiegel nach eigener Aussage machen und Elser als Widerstandskämpfer würdigen. All das ist ihm gelungen. hai.
  • Oliver Hirschbiegel, deutscher Regisseur mit Hollywood Erfahrung („The Invasion 2007“), dreht seinen letzten deutscher Film im Jahre 2005 („Ein ganz gewöhnlicher Jude“). Er begründete diese Enthaltung mit schlechten Drehbüchern. Jetzt hat er mit „Elser“ ein Stück deutscher Geschichte auf die Leinwand gebracht.
    Georg Elser (Christian Friedel), ein junger Mann aus dem Schwäbischen. Genauer gesagt, er kommt aus dem kleinen Städtchen Königsbronn. Gelegen zwischen Ulm und Heidenheim. Nach einer Schreinerlehre geht er auf Wanderschaft und arbeitet an mehreren Städten in Süddeutschland.
    Im Jahr 1938 ist Deutschland fest in der Hand der Nazis. Diese Endwicklung macht dem jungen Elser schwer zu schaffen. Aber außer ihm sieht das niemand. So entschließt er sich, zu handeln. In mühsamer Kleinarbeit baut er eine Bombe und platziert sie im Bürgerbräukeller in München, direkt in eine Säule hinter dem Rednerpult.
    Hitler will dort am 06. November 1939, zum Gedenken an seinen Putschversuch aus dem Jahre 1923, eine Rede halten. Versehen mit zwei Uhrwerken hat Elser die Bombe scharfgemacht. Er ist zum Zeitpunkt der Rede auf dem Wege in die Schweiz. Doch bevor er die Grenze überschreiten kann, wird er von Gestapo festgenommen. Der Grund – er hat einige verdächtige Gegenstände dabei.
    In Berlin verhören Kripochef Artur Nebe (Burghardt Klausner) und Gestapochef Heinrich Müller (Johann von Bülow) den Verdächtigen. Von ihnen erfährt Elser, dass Hitler das Attentat überlebt hat, weil er seine Rede 13 Minuten früher beendet hat. Elser verweigert zu Beginn jede Aussage. Erst als man seine Geliebte Elsa (Katharina Schüttler) vorführt und mit Sippenhaft droht, ist er bereit auszusagen.
    Doch die Gestapo glaubt ihm nicht, dass er alleine diese Tat begangen hat. Er muss fürchterliche Folterqualen über sich ergehen lassen. Ohne Ergebnis. Er kann keine Hintermänner preisgeben, die es nicht gibt. Das hindert aber die Propagandamaschinerie von Goebbels nicht, Elser als Marionette des englischen Geheimdienstes darzustellen.
    Ein überzeugendes Porträt, von einem lange verkannten, mutigen jungen Mann. Lange Jahre hat man in Deutschland diesen stillen Helden vergessen, der es beinahe geschafft hätte, die Welt zu verändern. In zwei vorher gedrehten Filmen (1969 „Der Attentätter“ ein Fernsehfilm und 1989 „Georg Elser - Einer aus Deutschland“ von Klaus-Maria Brandauer) wurde Georg Elser als eigenbrötlerischer Einzelgänger dargestellt.
    Das war absolut nicht der Fall. Er war ein lebenslustiger Musiker, ein Frauenschwarm, der das Leben und die Freiheit liebte. Erst der Würgegriff des NS-Totalitarismus machte ihn zum Widerstandskämpfer. Überzeugende schauspielerische Leistungen machen diesen Film zu einem sehenswerten Stück Kino der deutschen Geschichte.
    110 Minuten – unbedingt für jeden geschichtlichen Interessierten zu empfehlen.
  • Oliver Hirschbiegel galt dank seines oscarnominierten Nazi-Dramas „Der Untergang“ schon als der neue deutsche Starregisseur. Zuletzt folgte mit dem Prinzessinnen-Biopic „Diana“ jedoch so etwas wie ein Gegenbeweis. Von der Presse zerrissen konnte sich schließlich kaum mehr jemand vorstellen, dass der Regisseur sich seinen Ruf des vielschichtigen Geschichtenerzählers selbst wiederherstellen würde, doch mit seinem Weltkriegsdrama „Elser“, das von der packenden Geschichte eines Hitler-Attentäters erzählt, beweist es Hirschbiegel seinen Kritikern ein zweites Mal. Auf dem gewohnten Terrain bewegt sich der Filmemacher so stilsicher, dass sich „Elser“ fast als Fingerübung bezeichnen ließe; sein Film ist eine Mischung aus brutalem Kammerspiel, das in seiner Drastik über weite Strecken an Steve McQueens „12 Years a Slave“ erinnert, und einem klassischen Weltkriegsdrama, erzählt aus der Sicht der Menschen, die zu jener Zeit die größten Leidtragenden des Terrors waren: den Zivilisten.

    Lange Zeit weiß man nicht, welche Szenen verstörender sind: Ist es die unerträgliche Folter, die Georg Elser von den Gestapo-Offizieren über sich ergehen lassen musste, oder ist es die Machtlosigkeit der Dorfbewohner, die die Verbreitung des Nazitums schweigend hinnehmen und sich ihr beugen mussten, um das eigene Leben zu retten? Hirschbiegel jongliert in seiner Inszenierung gekonnt mit den beiden Attributen subtil und brachial, wird jedoch nie trivial und legt das Hauptaugenmerk auf seiner Figuren sowie deren vom zweiten Weltkrieg beeinflusste Charakterentwicklung. Allen voran Christian Friedel, der Georg Elser mit immenser Hingabe verkörpert, ist es zu verdanken, dass der Zuschauer von Beginn an einen Zugang zur Figur erhält. Hirschbiegel erzählt nämlich nicht chronologisch, sondern hantiert mit Zeitsprüngen: So beginnt er seinen Film in den Räumen der Gestapo und liefert dem Zuschauer harte Folterszenen, noch bevor er sich länger mit der Figur Georg Elser befassen konnte. Das funktioniert dank Friedel.

    Neben den politischen Belangen zeichnet der Regisseur die persönlichen Hintergründe seines Protagonisten ebenso facettenreich nach und erzählt gleichsam aus dem Privatleben Friedrich Elsers, das nicht minder tragisch vonstatten ging. So ist „Elser“ kein weiteres Kriegsdrama, sondern verlässt sich bevorzugt auf sein Alleinstellungsmerkmal als Biopic dieser interessanten Figur. Und trotz des Wissens um den Ausgang der Geschichte ist der Spannungsbogen beispielhaft: Bis zum Schluss bleibt insgeheim die Frage, welches Schicksal Elser wohl ereilen mag.

    Fazit: „Elser“ ist ein beklemmendes Zeitdokument über einen mutigen Mann, dessen fesselnde Geschichte bis heute viel zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Regisseur Oliver Hirschbiegel treibt sein Ensemble zu Höchstleistungen an und beweist, dass ein weiteres Drama über den Nationalsozialismus vollkommen gerechtfertigt ist, solange man ein solch bewegendes Schicksal erzählt, wie im Falle von Georg Elser. Die drastischen Verhörszenen kratzen jedoch bisweilen hart an der Grenze des visuell erträglichen und werden dem weniger hart gesottenen Zuschauer ordentlich aufs Gemüt schlagen – also ganz so, wie es sich bei dieser Thematik gehört.
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