Einsame Entscheidung (1996)

Originaltitel: Executive Decision
Einsame Entscheidung Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Einsame Entscheidung: Temporeiche Joel-Silver-Produktion, die mit stets neuen unerwarteten Plotwendungen, "James Bond"-würdigen HighTech-Gimmicks aufwartet.

Ein Passagierflug von Athen Richtung Washington D.C. wird von islamischen Extremisten gehijackt. An Bord befindet sich genug mit einer Bombe gekoppeltes Nervengas, um die gesamte Population der Ostküste zu eliminieren. Bei der spektakulären Rettungsaktion muß der unbeholfene Dr. Grant unfreiwillig die Führungsrolle übernehmen. Ein adrenalinhaltigen Wettlauf mit der Zeit, in der eine Komplikation die nächste jagt, beginnt…

Schwerbewaffnete Terroristen aus dem Nahen Osten entern eine Passagiermaschine und zwingen den Flugkapitän zum Kurs auf Washington. Mit Hilfe eines Shuttleflugzeugs gelangt eine Antiterroreinheit an Bord, doch weil die Terroristen über eine verheerende Bombe verfügen, bleibt den Soldaten nur wenig Zeit: Falls es ihnen nicht gelingt, ihre Widersacher binnen drei Stunden unschädlich zu machen, schießt das US-Militär die Maschine ab.

Passagierflugzeug wird von Terroristen entführt, die mit einem Giftgasangriff drohen. Eine Spezialtruppe kommt mit Hilfe eines Shuttleflugzeugs an Board. Dort muß ein unbeholfener Computerspezialist unfreiwillig das Kommando übernehmen. Handwerklich souveräner Hochspannungsreißer.

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Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wer sich von “Einsame Entscheidung” einen uninspirierten Aufguß der “Stirb langsam”-Reihe und deren Klone, insbesondere “Alarmstufe: Rot”, erwartet, wird sich getäuscht sehen. Der packende Action-Thriller mag sich zwar mit “Passagier 57″ den Austragungsort, eine Boing 747, teilen, doch stets neue, unerwartete Plotwendungen, James-Bond-würdige High-Tech-Gimmicks und ein (Anti-)Held, der mehr auf intelligente Innovation denn blutigen Machismo setzt, garantieren einen ebenso spannungsreichen wie originellen Joyride über den Wolken.

    Die temporeiche Joel-Silver-Produktion ist das Regiedebüt Stuart Bairds, der sich einen Namen als Zauber-Cutter für Action-Extravaganzen wie “Stirb langsam”, “Lethal Weapon” oder “Demolition Man” machen konnte. Er arbeitet mit einem kompakten Drehbuch der Brüder Jim und John Thomas (“Predator”), das mit falschen Fährten geradezu vermint ist und die Protagonisten von einer ausweglosen Situation in die nächste hineinmanövriert, nur um in letzter Sekunde einen unerwarteten Ausweg anzubieten. Als ein Passagierflug von Athen nach Washington unterwegs von islamischen Extremisten entführt wird, vermutet der Pentagon-Terroristenexperte David Grant (Kurt Russell in einem Part, in dem man eher Harrison Ford vermuten würde), daß sich zudem tödliches Nervengas an Bord der Maschine befindet – womit sich nicht nur die 400 Passagiere des Flugzeugs in der Hand der skrupellosen Terroristen (unter der Führung des superben David Suchet) befinden, sondern die gesamte Bevölkerung der US-Ostküste der möglichen Exterminierung entgegensieht. Mit einem ungetesteten Stealth-artigen Kampfflugzeug dockt die multikulturelle Crew unter der Führung des stahlharten Colonel Austin Travis (Steven Seagal in einer maßgeschneiderten Paraderolle) im Flug unbemerkt unter der 747 an. Im Schlepptau befinden sich zudem der in militärischen Belangen unbeholfene Grant und der Zivilingenieur Cahill (Oliver Platt sorgt als nervöses Wrack für den comic relief). Als der Andockprozeß schiefläuft, bläst es Seagal, der sich lediglich in der Opening-Sequenz austoben durfte, von der Leinwand. Die Heldenrolle fällt unfreiwilligerweise Grant zu, der sich gemeinsam mit den Soldaten Rat (John Leguizamo überzeugt in einer ernsthaften Rolle), Cappy und Louie sowie der mutigen Stewardess Jean (Halle Berry) in einem adrenalinhaltigen Wettlauf gegen die Zeit mit den überzähligen Entführern, einer ans Nervengas gekoppelten Bombe und einem ganzen Arsenal von weiteren Komplikationen auseinandersetzen muß.

    Mit für Joel-Silver-Produktionen gewohnter Präzision greifen Plot und Action wie Zahnräder ineinander und halten das Spannungstriebwerk rund am Laufen, ohne trotz der beachtlichen Laufzeit von 135 Min. auch nur einmal ins Stocken zu geraten. Erwartungsgemäß sind Kameraarbeit und Ausstattung ohne Makel, lediglich der an militärische Marschmusik erinnernde musikalische Score mit zum Angriff anschwellenden Fanfaren und Verhängnis verkündenden Trommelwirbeln wirkt auf Dauer leicht monoton. Eigentlich muß man nur das männliche Action-Publikum für den sympathischen, im Smoking gewandeten, aber als Action-Helden eher untypisch gezeichneten Kurt Russell begeistern. Eine Aufgabe, die bei der Qualität des Films eher leicht fallen dürfte. ara.

Darsteller und Crew

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