Einer wie Bruno (2011)

Einer wie Bruno Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Einer wie Bruno: Tragikomödie um einen geistig zurückgebliebenen Vater und seine pubertierende Tochter, die mit dem allmählichen Rollentausch in ihrer Beziehung zurechtkommen müssen.

Seit dem Tod ihrer Mutter lebt die 13-jährige Radost mit ihrem geistig zurückgebliebenen Vater Bruno in einer kleinen Wohnung. Das Jugendamt führen sie listig an der Nase herum, denn eigentlich betreut der Teenager den Erzeuger, und nicht umgekehrt. Als sie sich in den neuen Schulschwarm Benny verknallt, wird das Versteckspiel zur Qual und mit einsetzender Pubertät steigert ihre Sehnsucht nach einem normalen Leben das Konfliktpotenzial. Das labile Vater-Tochter-Verhältnis gerät aus den Fugen.

Eine 13-Jährige hat sich daran gewöhnt, sich um ihren geistig zurückgebliebenen Vater zu kümmern. Tragikomisches Coming-of-Age-Drama mit vertauschten Rollen und Christian Ulmen in einer ungewöhnlichen Rolle.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Christian Ulmen liefert eine große Show als geistig behinderter Vater in einer tragikomischen Coming-of-Age-Geschichte mit vertauschten Rollen.

    Ob Ulmens outriertes Spiel dem Verhalten eines geistig auf dem Stand eines sechsjährigen Gebliebenen wirklich gerecht wird, ist Ansichtssache. Aber sein Hang zu schrägen Typen krönt er mit einer mit Verve dargebotenen Show zwischen liebenswertem Kind und randalierendem Rüpel. Klar, dass seine Filmtochter Radost (eine echte Entdeckung: Lola Dockhorn in ihrer ersten Hauptrolle), die sensibel und zurückhaltend einen idealen Kontrapunkt darstellt, sich nichts sehnlicher wünscht, als einen normalen Vater zu haben.

    In Anja Jacobs Kinodebüt um ein hinreißendes Vater-Tochter-Gespann haben sich die Verhältnisse umgekehrt. Das erzählt die Regisseurin, die bereits Erfahrung im Fernsehen gesammelt hat, in einer leise dramatischen, sozialrealistischen Tragikomödie.

    Seit dem Tod ihrer Mutter sorgt die 13-Jährige für ihren unselbständigen Vater Bruno, um von Amtswegen nicht getrennt zu werden. Radost verliert darüber ihre Jugend, muss sie notgedrungen Erwachsene, Mutter und Betreuerin in einem sein. Mit einsetzender Pubertät entwickelt sich ein nicht nur, aber vor allem für den kindlichen Vater schmerzvoller Lösungsprozess. Radosts Schwarm, der neu in die Klasse gekommene Benny, droht ihr eisern gehütetes Geheimnis in der Schule zu enthüllen. Seine Eltern mögen normal sein, doch auch Benny hat Probleme mit ihnen. Wie das Mädchen sich in diesem Versteckspiel aufreibt, ist weder als trister Problemfilm noch als launiges Feel-Good erzählt, sondern als einfühlsames, nahezu lebensechtes Jugenddrama mit vielen komischen, aber auch poetischen Tupfern. Die sanfte Regie erlaubt, mit den Figuren zu fühlen. Das Schicksal dieses Odd Couple geht zu Herzen, erst recht, wenn es beide emotional durch die Mangel dreht. tk.

Darsteller und Crew

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