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Eine folgenschwere Affäre (2007) Film merken

Eine folgenschwere Affäre Poster

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Filmhandlung und Hintergrund

Eine folgenschwere Affäre: TV-Psychothriller um die schuldhaften Verstrickungen der Kollegen eines Münchner Morddezernats.

Benno Söders Geliebte ist ermordet worden. Weil die Tote die Frau seines Chefs war, hat der Kommissar nun ein Problem: Er muss mit verdeckten Karten spielen, um sich nicht zu belasten. Dafür geraten der Reihe nach alle anderen in Verdacht: seine Frau, sein Schwiegervater und der Witwer. Alle hätten ein Motiv, alle waren am Tatort. Aber auch Söder selbst kommt als Täter in Frage: Am Morgen des Mordes hatte seine Geliebte mit ihm Schluss gemacht.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Es mag prominente Hollywood-Vorbilder für diesen Film geben; “Out of Time” mit Denzel Washington etwa oder “Aus Mangel an Beweisen” mit Harrison Ford. So verzwickt wie Detlev Michel aber hat vermutlich noch niemand die Geschichte vom Polizisten erzählt, dessen heimliche Geliebte ermordet worden ist.

    Denn natürlich wandelt Benno Söder (Fritz Karl) auf schmalem Grat: weil es durchaus sein kann, dass die Suche nach dem Mörder am Ende zu ihm selbst führt. Denn auch diese Option ist möglich: Benno ist zwar angemessen erschüttert, kommt aber als Täter ohne Weiteres in Frage: Die Tote hatte die Affäre just am Mordmorgen beendet. Zugeben kann er das Verhältnis auch nicht, denn Sabine war die Frau seines Chefs Hartmut (Michael Fitz). Es stecken ohnehin alle mit drin, und weil jeder eine Leiche im Keller hat, sind alle erpressbar; und damit verdächtig.

    Geschickt lüftet Michel immer wieder neue Geheimnisse, was der Geschichte wiederum immer wieder neue Wendungen gibt: Bennos Frau Andrea (Katharina Böhm), eine Gerichtsmedizinerin, wusste von der Affäre. Ihr Vater (Peter Simonischek), pensionierter Kriminalrat und Hartmuts bester Freund, ist gesehen worden, als er am Tatort war und alle Spuren verwischt hat. Aber war er auch der Täter? Oder wollte er nur seine Tochter schützen? Später gesteht Andrea, bewusst eine falsche Tatzeit diagnostiziert zu haben, wodurch sie natürlich selbst in Verdacht gerät; oder wollte sie nur ihren Vater schützen? Aber plötzlich hat auch Hartmut kein Alibi mehr, zumal Fasern seines Mantels am Tatort gefunden wurden. Und welche Rolle spielt eigentlich Kriminaltechnikerin Irene (Silke Bodenbender), die einen offenbar schwunghaften Handel mit beschlagnahmten Rauschgift treibt? Die Putzaktion von Bennos Schwiegervater war natürlich nicht perfekt, Irene weiß also, dass auch Benno am Tatort war, doch das behält sie für sich.

    Aber nicht nur das geschickt konstruierte und nie unglaubwürdig wirkende Drehbuch, auch ein formidables und von Regisseur Martin Enlen ausgezeichnet geführtes Ensemble machen diesen ansonsten gänzlich unaufwändig und unspektakulär inszenierten Krimi zu einem enormen Fernsehvergnügen: Jedes Mal, wenn man glaubt, auf der richtigen Fährte zu sein, zaubert Michel ein neues Indiz, eine weitere Lüge und damit den nächsten Verdächtigen aus dem Hut.

    Und so hat der Film eigentlich nur einen Fehler: Lisa Martineks Mitwirkung beschränkt sich auf drei Minuten; sie spielt das Opfer. Aber dafür lässt Michel am Ende noch mal gleich zwei Knüller raus. tpg.

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