Eine Chance für die Liebe (2006)

Eine Chance für die Liebe Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Eine Chance für die Liebe: Drama um eine verheiratete Frau, die sich nach einer tödlichen Diagnose in eine Affäre stürzt.

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Kritikerrezensionen

  • Warum muss nur immer erst was passieren, damit sich etwas ändert? Jahrzehntelang hat sich die einst als begnadetes pianistisches Talent bewunderte Marianne (Jutta Speidel) für ihre Familie aufgeopfert. Plötzlich aber ist alles vorbei: Bauchspeicheldrüsenkrebs. In wenigen Tagen versucht Marianne, all das nachzuholen, was sie so lange versäumt hat.

    Denn wie das Leben so spielt, steht mit einem Mal ihre Jugendliebe Philipp (Michael Mendl) vor ihr. Einst war er aus Leipzig in den Westen geflohen; das war das Ende der Beziehung. Philipp entführt sie kurzerhand mit seinem Sportflugzeug nach Rügen. In einer kurzen, aber intensiven Romanze erleben sie die Vergangenheit aufs Neue.

    Das Drehbuch (Michael Baier) spitzt eine Situation zu, in der sich viele Mütter erwachsener Kinder wiederfinden: das Gefühl, das Leben sei ihnen durch die Finger geronnen. Typischer Satz für diese Lebensphase: “Das kann doch nicht alles gewesen sein”. Mit ihrer Kurzschlusshandlung erfüllt Marianne gerade ihnen einen lang gehegten Traum: die Zeit zurück drehen zu können, um noch mal von vorn anzufangen. Marianne kündigt ihre Arbeit und beginnt, wieder Klavier zu spielen. Auch die Entscheidung, ihre Familie in Unkenntnis zu lassen, ist nachvollziehbar: Wenn sie sich nicht sofort operieren lässt, bleiben ihr nur noch wenige Monate; aber die Operation ist nicht ohne Risiko. Allein die hochschwangere Tochter Sandra (Theresa Scholze) spürt, dass etwas nicht stimmt. Gatte Paul (Rudolf Kowalski), Polizist in führender Position, ist derweil viel zu sehr damit beschäftigt, das verschwundene Kind eines Politikers zu suchen. Der Rat, den Marianne am Ende ihrer Tochter gibt, gilt selbstredend vor allem den Zuschauerinnen: “Nur wenn du dein eigenes Leben hast, bist du wirklich stark”.

    Regisseur Dirk Regel gelingt das Kunststück, die potenziell deprimierende Geschichte zwar mit Melancholie, aber auch überraschend viel Zuversicht zu erzählen. Gerade im Angesicht des drohenden Todes entwickelt Marianne ungeahnte Lebensfreude, und es spricht für die Leistung Jutta Speidels, dass sich dieses positive Gefühl bei weitem nicht allein in Mariannes neuer Frisur dokumentiert. Da sie regelmäßig von stechenden Schmerzen gepeinigt wird, gerät der Krebs nicht in Vergessenheit.

    Allein das Ende mutet etwas fahrlässig an: Autor Baier legt nahe, mit der Operation füge sich auch alles zum Guten; dabei sind die Überlebenschancen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs denkbar niedrig. Und der blödsinnige Allerweltstitel, der an die gleichnamige RTL-Sexberatung mit Erika Berger erinnert, ist des Films ohnehin nicht würdig. tpg.

Darsteller und Crew

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