Ein Duke kommt selten allein (2005)

Originaltitel: The Dukes of Hazzard
Ein Duke kommt selten allein Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Ein Duke kommt selten allein: Actionkomödie nach der populären Hitserie um zwei Cousins, die Autos, Prügeleien und Frauen lieben.

Mit ihrem feuerroten, frisierten Dodgemobil sind die Cousins Bo und Luke Duke (Seann William Scott und Johnny Knoxville) die jungen Hechte im Karpfenteich eines kleinen Kaffs in Georgia. Als sich der korrupte Lokalpolitiker Boss Hogg (Burt Reynolds) mit Sheriff Roscoe P. Coltrane (M. C. Gainey) die Farm seines Onkels (Willie Nelson) unter den Nagel reißen will, ist er bei den Dukes genau an der richtigen Adresse.

Basierend auf einer erfolgreichen TV-Serie der späten 70er rast diese stark besetzte Actionkomödie mit jeder Menge PS und Kalauern herbei.

Bo und Luke Duke sind die Helden von Hazzard County. Sie leben nach dem Lustprinzip, versorgen die Gemeinde mit dem Feuerwasser ihres Onkels Jessie und liefern sich mit den Cops riskant-rasante Verfolgungsjagden, um nicht wegen Schwarzbrennerei hinter Gittern zu kommen. Natürlich bringen sie auch den mächtigen Landrat Boss Hogg zur Weißglut und sabotieren systematisch seine finsteren Pläne.

Die wagemutigen Cousins Bo und Luke Duke machen mit ihrem aufgemotzten orangefarbenen 69er Dodge Charger das friedliche Hazzard County unsicher. Zusammen mit ihrem schwarzbrennenden Hillbilly-Onkel Jesse und ihrer scharfen, kellnernden Cousine Daisy besitzen sie in dem korrupten Landrat Boss Hogg einen mächtigen Feind. Der will ihre schöne Heimat dem schnöden Profit opfern und zum Bergbau freigeben. Doch wer ein echter Südstaaten-Sturkopf ist, lässt sich nicht so leicht unterkriegen.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „The Dukes of Hazzard“ waren eine CBS-Fernsehserie, die 1979 startete und es auf erstaunliche sechs Staffeln brachte. Auch in Deutschland war zu bestaunen, wie die frechen Duke-Halunken, meist mit Ordnungshütern im Nacken, durch Sumpf und (Hinter)Wald brausten. Dabei flog mindestens einmal pro Folge ihre fetzige orange Karre über Tümpel, Baumstämme und sonst was. Yieeh-Haaah! – was ein Spaß.

    Leider hat der TV-Verwertungswahn Hollywoods, der schon manche Fernsehserie auf die Leinwand gezerrt hat, nun auch vor Hazzard-County nicht halt gemacht. Doch was im Fernsehen mit vierzig Minuten und gerade wegen seiner Wiederkehr des Immergleichen durchaus Reiz bot, gerinnt hier zur öden Posse.

    Dabei wäre es so einfach gewesen. Anfangs führt uns der Erzähler mit „Howdie!“-Duktus in die Backwood-Heimat der Dukes ein, eine lässig-skurrile Welt voller Schwarzbrenner und Kautabak-Spucker, die ihre Töchter mit Schrotflinten beschützen und ansonsten den lieben Gott `nen guten Mann sein lassen. Und tatsächlich hat man mit Johnny Knoxville, dem selbstzerstörerischen Tunichtgut aus der MTV-Show „Jackass“, einen passend überzeichneten Tausendsassa gefunden, dazu das „Ausgekochte Schlitzohr“ Burt Reynolds als Reminiszenz und Folk-Star Willie Nelson. Auch dass Jessica Simpson kaum mehr tut als ihre sekundären Geschlechtsmerkmale aufzudrängeln, mag noch funktionieren, insofern das Drehbuch es ja so haben will: Die gute Daisy lenkt auf diese Weise des öfters die Polizei ab – und, yeah folks, man(n) will schließlich was zu schauen haben.

    Das einzig Vernünftige wäre gewesen, daraus eine konsequent überbordende Parodie Marke „Austin Powers“ zu machen, was die Klischee-Typen rund um die Duke-Familie und ihr Provinzambiente auch verdient hätten. Stattdessen aber nimmt sich der Film als „Actionkomödie“ selbst viel zu ernst. Er streckt die Standartsituationen auf Spielfilmlänge und tut, als sei das alles nun frisch erfunden, die Handlung mehr als bloßer Vorwand und deren Stationen anderes als notdürftig kaschierter Quatsch. Dabei hat man alles, aber auch wirklich alles, schon gesehen. Vielleicht nicht origineller, aber doch weniger verkrampft und kalkuliert – sei es in den „Highway“-Filmen oder eben den „Schlitzohr“-Reißern. Reynolds Auftritte im weißen Südstaatendress sind deshalb zwar eine Freude, stimmen zugleich aber wehmütig angesichts dieses Aufgusses.

    Am meisten schmerzt jedoch, dass die echte Kern des Ganzen verschenkt wird: die Autojagden. Zwar darf Bo Duke alias Dauer-Teenkomödien-Depp Sean William Scott an seinem getunten 1969er Dodge Charger 500 herumschmusen und ihm Sex androhen. Aber Hatz und Karambolage als das auszustellen, was es ist, nämlich schönster Selbstzweck, die pure Lust an Geschwindigkeit und Destruktion – dass traut sich „Ein Duke kommt selten allein“ nicht oder versteht es zumindest nicht in Szene zu setzen. Stattdessen wird hektisch herum geschnitten, mit der Kamera gewackelt und damit Action behauptet. Wie sehnt man sich da zu der (freilich immer noch, auch von der Masse her, unerreichten) Blechorgie der „Blues Brothers“. Doch selbst RTL-Trash wie „Alarm für Cobra 11“ weiß in der KFZ-Zerstörung genüsslicher zu schwelgen. So erfährt man erst, welche Wucht hier schlichtweg verpufft ist, wenn zum Abspann (zu dem Willi Nelson natürlich ein Liedchen zum Besten gibt) misslungene Stunts mit dem „General Lee“ präsentiert werden.

    Fazit: Die Spielfilmadaption einer TV-Serie um zwei rasende Hill-Billy-Halunken verpasst die Chance, aus seinen Klischee-Personal und -situationen Funken zu schlagen und fährt als uninspirierte Actionkomödie gegen die Wand.
  • Keine 30 Sekunden dauert es, bis Bo und Luke Duke auf ihrem Dodge Charger mit einem lustvollen Yeeeeha!!! auf einer der staubigen Landstraßen von Hazzard County einfliegen und bei den Fans der Eighties-Hitserie nostalgische Erinnerungen wecken. In der folgenden Laufzeit entfernt sich diese in den USA erfolgreich gestartete Actionkomödie nicht wesentlich von ihrer Ouvertüre, zeigt Verfolgungsjagden, Provinzromantik, die in Tops und Hotpants gepresste Anatomie von Popstar Jessica Simpson und Kumpelkult mit Sean William Scott (“American Pie”) und “Jackass”-Star Johnny Knoxville. Ein Film also für eine Zielgruppe, die Vogue, Elle oder Glamour nicht zur Standardlektüre zählt.

    1988 kamen erstmals auch die deutschen Zuschauer in den Genuss der TV-Antwort auf “Ein ausgekochtes Schlitzohr”, die die Zutaten von Burt Reynolds’ Blockbuster auf 147 Folgen streckte. Nur 105 Minuten muss die von Klamauk-Profi Jay Chandrasekhar (“Super Troopers- Die Superbullen”) inszenierte Kinoversion mit Entertainment füllen und versteht darunter aneinander gereihte Hi-Speed-Jagden durchs Hillbilly-Hinterland und eine Metropole von Georgia, bei der Infrastruktur und Blechkisten ruiniert werden. Einen Plot braucht man bei Filmen mit dieser Gangschaltung nicht wirklich, wenn man die erforderliche Einstellung oder trinkbaren Spiritus mitbringt, wie ihn Onkel Jessie Duke (Willie Nelson) in seiner Schwarzbrennerei produziert. Ein Kommentator stellt für Einsteiger in das Universum von Hazzard County die Protagonisten vor. Zum eingeschworenen Duke-Clan gehören Kindskopf und Autoteufel Bo (Scott), Cousin und Frauenheld Luke (Knoxville), Cousine und Männerschwarm Daisy (Filmdebüt von J. Simpson) sowie Onkel Jessie. Zu den Spaßverderbern auf Seiten von Macht und Gesetz zählen Landrat Boss Hogg (Burt Reynolds als ganz in Weiß drapierter Provinz-Gatsby), der Hazzard County an sich reißen und ausplündern will, sein Erfüllungsgehilfe, der Sheriff, sowie eine Armee von mehr oder weniger überforderten Cops, die sich angesichts der Stepford-Reize Daisys von ihren Aufgaben ablenken lassen. Das Figuren-Sortiment komplettieren schließlich ein paar Duke-Sympathisanten, darunter ein Automechaniker mit Zauberhänden, sowie einige hübsche Girls, bei denen die Duke-Cousins Feuer fangen. Wenn die Wild Boys nicht gerade Indianapolis spielen oder sich in einer Kneipe prügeln, versuchen sie Boss Hoggs Machenschaften zu enthüllen, geben sich als japanische Wissenschaftler aus oder erklären ein paar Ghetto-Jungs, warum ihr Auto den schönen Namen General Lee trägt und damit einem erklärten Helden des Ku Klux Klan ein Denkmal setzt. Während sich Gitarreros wie die James Gang und Country-Legende Willie Nelson im Soundtrack um Fusion bemühen, wird sich der Film damit nicht leicht tun. Wer so gestricktes Stunt-Entertainment ablehnt, wird sich im Fazit mit Molly Hatchets “Flirtin’ With Disaster” solidarisieren. Wer es aber liebt, fühlt sich von Willie Nelsons “Good Ol’ Boys” bestens vertreten. kob.

Darsteller und Crew

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  • ProSieben: "Ein Duke kommt selten allein" im Free-TV

    Am 26. Januar 2008 zeigt der Sender ProSieben um 20.15 Uhr den Film „Ein Duke kommt selten allein“ als Free-TV-Premiere. In den Rollen sind  u.a. Johnny Knoxville, Jessica Simpson und Seann William Scott zu sehen.Die Actionkomödie dreht sich um Bo und Luke Duke, die das Lebensmotto Carpe Diem verkörpern. Die beiden sympathischen Tunichtgute sind die Checker in ihrem Heimatstädtchen Hazzard County. Ihren Lebensunterhalt...

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