Ein blinder Held - Die Liebe des Otto Weidt (2013)

Ein blinder Held - Die Liebe des Otto Weidt Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Ein blinder Held - Die Liebe des Otto Weidt: Doku-Drama über den Berliner Bürstenfabrikanten Otto Weidt, der in den 1940er Jahren versuchte, seine jüdischen Mitarbeiter vor dem Zugriff der Gestapo zu bewahren.

Berlin 1941: In der “wehrwichtigen” Werkstatt des Berliner Bürstenherstellers Otto Weidt arbeiten viele jüdische Zwangsarbeiter. Fast alle sind blind oder schwer sehbehindert wie Weidt selbst. Weidt unterhält enge Kontakte zur Gestapo, doch nicht als Sympathisant. Regelmäßige Bestechungen und Gefälligkeiten ermöglichen es “Papa Weidt” seine jüdischen Mitarbeiter vor Übergriffen und Schikanen zu schützen. Besonders ans Herz gewachsen ist ihm die junge Jüdin Alice Licht, die Weidt für seine Arbeit bewundert und sich zu seiner rechten Hand hocharbeitet hat. Der verheiratete und wesentlich ältere Weidt empfindet bald mehr für die patente junge Frau als ein Chef für seine Angestellte. Lange kann Weidt seine jüdischen Mitarbeiter vor der Gestapo schützen und als doch alle abgeholt werden und in Haft kommen, gelingt es ihm sogar, sie wieder herauszuholen und in verschiedenen Verstecken unterzubringen. Doch die werden von einem Spitzel verraten. Alice, ihre Eltern und Kollegen werden deportiert. Weidt lässt alle seine Kontakte spielen, um seine Freundin zu retten. Doch erst 1945 gelingt Alice die Flucht zurück nach Berlin. Weidt und seine Frau nehmen Alice auf. Doch während Weidt auf eine gemeinsame Zukunft hofft, bereitet Alice ihre Auswanderung in die USA vor. Sie verlässt schließlich Deutschland und Weidt. Weidt stirbt 1947 in Berlin. Posthum wird er von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als “Gerechter unter den Völkern” geehrt.

TV-Dokudrama über den Berliner Besen- und Bürstenhersteller Otto Weidt und seinen Widerstand gegen das NS-Regime.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Fernsehfilm über den fast vergessenen Widerstands-Helden Otto Weidt basiert auf den Erinnerungen der Journalistin und Zeitzeugin Inge Deutschkron, die als junges Mädchen neben Alice Licht für Otto Weidt gearbeitet hatte. Regisseur Kai Christiansen hat daraus nach einem Drehbuch von Heike Brückner von Grumbkow und Jochen von Grumbkow ein in jeder Hinsicht außerordentliches Doku-Drama mit Spielszenen, Originalaufnahmen und Interviewsequenzen gemacht – intensiv, beklemmend, aber ohne störendes Pathos. Neben Autoren und Regisseur hat daran ein ebenfalls herausragendes Schauspieler-Ensemble großen Anteil, allen voran ein beeindruckend agierender Edgar Selge in der Titelrolle. Neben Selge glänzt Henriette Confurius als Alice Licht.

Darsteller und Crew

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