Durchfahrtsland (2005)

Durchfahrtsland Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Durchfahrtsland: Doku über fünf Sonderlinge im Kampf mit Großstadt, Fortschritt und letzlich sich selbst.

Entlang des Rheins zwischen Köln und Bonn verstreut liegen kleine Dörfer und Gemeinden. Nicht wirklich Provinz, doch auch keine Stadt, ist das zersiedelte Land auf der Suche nach Identität und voll von feinen Leuten mit großen Träumen. Pfarrer Dümmer zum Beispiel ist Seelsorger für gleich zwei Gemeinden und versucht, deren seit Jahrhunderten andauernde Feindschaft zu schlichten. Die Krimiautorin Sophia hat nirgendwo so wenig Erfolg wie im eigenen Nest, und der schwule Marc wäre lieber Modedesigner in Mailand.

Eineinhalb Jahre werkelte Regisseurin Alexandra Sell an ihrem dokumentarischen Heimatfilm über eine Gegend, die den meisten Reisenden als “Durchfahrtsland” neben der Autobahn fremder als so manch ferner Traumstrand ist.

Neben der Autobahn zwischen Köln, Bonn, Kölner Dom und Ölraffinieren, im Vorgebirge, gibt es erzkatholische Dörfer, die seit 200 Jahren verfeindet sind. Der Film begleitet eine Handvoll dort lebender Sonderlinge – darunter ein zäher Pfarrer, eine Krimiautorin, der Vorsitzende des Spielmannszugs, und der vermutlich schwule Mark, der unbedingt Modedesign studieren will.

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Kritiken und Bewertungen

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    Langzeitbeobachtung von vier Dorfbewohnern - gutgelaunte, kurzweilige Provinz-Satire.

    Jurybegründung:

    Das Vorgebirgsland bei Köln, dem kein weiteres Gebirge folgt, und seine Bewohner: ein Jahr lang wurden vier Personen aus mehreren Dörfern in ihren sozialen Strukturen beobachtet, im Alltag und bei verschiedenen festlichen Anlässen begleitet.

    Was in einer trockenen Langzeitdokumentation über eine beliebige deutsche Kulturlandschaft hätte enden können, wandelt sich dank des darüber gelegten ironischen bis satirischen Kommentars zu einem beispielhaften Abbild deutschen Landlebens. Allgemeine Vorurteile und Realitäten aus dem Vereins- und Gemeindeleben werden auf amüsante Weise erzählt. Immer wieder gelingt es, durch Schwarzblenden das Ende des Films vorzutäuschen, um dann doch wieder eine weitere unterhaltsame und entlarvende Episode folgen zu lassen.

    Bemerkenswert, wie es der Regisseurin gelungen ist, aus alltäglichen und belanglosen filmischen Notizen aus der Provinz dank der Kraft der manipulativen Tonspur einen kurzweiligen, satirischen Blick unter deutsche Dächer zu gewähren, ohne die portraitierten Menschen dabei vorzuführen oder lächerlich zu machen.

    Der Ausschuß bemängelt, daß der Film mit 91 Minuten zu lang ist, daß es ihm nicht gelingt, die Motive und sozialen Hintergründe der Protagonisten auszuleuchten, und daß das dramaturgische Konzept insgesamt nicht stringent ist.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Ein dokumentarischer Heimatfilm, den Regisseurin Alexandra Sell über eineinhalb Jahre in der nordrhein-westfälischen Provinz drehte. Sie porträtiert die Bewohner dieser eigenwilligen Vorgebirgswelt, ihre Rituale, Mythen und Geschichten, findet Komisches und bitter Ernstes und überlegt alles mit einem klugen Voice-over-Kommentar. Ein nachhaltiger Blick auf die bizarre Realität vor der eigenen Haustür.

Darsteller und Crew

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