Drive Angry (2011)

Drive Angry Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 3

Filmhandlung und Hintergrund

Drive Angry: Wilde Action-Fantasy über einen Mann, der aus der Hölle zurückkehrt, um das Baby seiner ermordeten Tochter aus den Klauen eines Satanskults zu befreien.

Milton kehrt aus der Hölle zurück. Er hat drei Tage, um das Baby seiner ermordeten Tochter davor zu retten, von einem satanischen Kult geopfert zu werden. Mithilfe der attraktiven Kellnerin Piper und des kirschroten Boliden ihres Freundes macht Milton sich auf die Suche nach dem Sektenführer Jonah King, der die Hölle auf Erden entfesseln will. Schnell heftet sich nicht nur die Polizei an die Fersen Miltons, der eine Schneise der Zerstörung schlägt, sondern auch die rechte Hand des Teufels, der Buchhalter, der das schwarze Schäfchen in den Hades zurückholen soll.

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Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Bei „Drive Angry“ handelt es sich um das Nachfolgeprojekt des erfolgreichen Slashers „My Bloody Valentine“ - ein Wegbereiter des aktuellen 3D-Exploitationkinos, wo dem Zuschauer regelmäßig Munition, Explosionen und Körperteile entgegen fliegen. Offensichtlich sah Regisseur Patrick Lussier darin die Gelegenheit, der Direct-to-Video-Ecke zu entkommen, in welcher er zuvor mit seiner repetitiven „Dracula“-Reihe landete. Zusammen mit Co-Autor Todd Farmer, der sich als Darsteller bei „Drive Angry“ ein drastisches Ende ins Skript schrieb, konzipierte Wes Cravens Ex-Cutter eine wilde Mixtur aus Horror-, Action- und Fantasyelementen, die Fans der härteren Gangart durchaus zu unterhalten vermag.

    Vertraut sind die Versatzstücke längst aus früheren „Höllengeburten-auf-Erden“-Spektakeln wie „Constantine“ oder „End of Days“. Als brachialer Untoter, bewaffnet mit einem übersinnlichen Revolver, kehrt der zum Fegefeuerdasein verdammte Milton auf die Erde zurück, um das entführte Baby seiner ermordeten Tochter den Klauen eines Satankultes zu entreißen. Dabei schießt der blond gefärbte, langhaarige Nicolas Cage schon in den ersten Minuten alles in Stücke, was sich seinem berserkerhaften Nachforschungen widersetzt. Weshalb sich Amber Heard als leicht bekleidete Serviererin in zerschlissenem Shirt und Hotpans relativ schnell auf die Seite des mysteriösen Fremden schlägt und sogar Ordnungshüter zu seinem Schutz erledigt, bleibt eher unklar, doch mit solchen Feinheiten hält sich die bleihaltige Story nicht lange auf. Verfolgt werden sie von dem distinguierten Höllenbuchhalter, der seine Silbermünze je nach Nutzen in unterschiedliche Gegenstände verwandeln kann. William Fichtner verkörpert den hartnäckigen Gentleman-Dämon mit angemessener Ironie und liefert einige darstellerische Glanzlichter. Wie in „My Bloody Valentine“ erhält Horrorveteran Tom Atkins erneut einen Gastauftritt als schießwütiger Cop.

    Direkt verweisen die Namen auf die Herkunft der Charaktere: Milton erinnert an John Milton, Schöpfer des Höllenpoems „Paradise Lost“, sein von David Morse verkörperter Freund Webster an Stephen Vincent Benets „Faust“-Variante „The Devil and Daniel Webster“. Doch die trashige Handlung lässt solche Details rasch hinter sich. Schließlich verfasste Co-Autor Farmer zuvor drastische Genrebeispiele wie „Jason X“. Wenn man allerdings „My Bloody Valentine“ kennt, kommt es zu zahlreichen Déjà-vu-Momenten, seien es die ausführlichen Todesarten oder ein Shootout im Motel in Verbindung mit Full-Frontal-Nudity (keine Angst, nicht von Cage). Wenn die Autoren bei der Waffenattacke Sex, Alkohol, Nikotin und Blei kombinieren, stellt dies einen direkten Angriff auf die „Political Correctness“-Gebote des US-Kinos dar.

    Zumindest bietet der im Real-3D-Verfahren gedrehte Reißer mehr Stereoskopieeinlagen als die meisten aktuellen Hollywood-Blockbuster, falls man sich auf die wüsten Jahrmarktattraktivitäten des Plots einzulassen bereit ist. Leider kranken einige Sequenzen des blutigen Road Movies an unzulänglichen Spezialeffekten. Wenn die Darsteller vor der Blue Screen agieren, wirken sie mitunter wie ausgestanzt. Offenbar fehlte es der auf Sex & Crime-Werke fokussierten Firma Nu Image/Millennium am nötigen Kleingeld für die Postproduktion – oder der Etat ging in erster Linie für die Stargagen drauf. Dazu addiert sich der Umstand, dass das Tempo gerade im Finale ins Stocken gerät. Doch dank des notwendigen Humors eignet sich „Drive Angry 3D“ bestens für einen bierseligen Partyabend.

    Fazit: Kurzweilige Action-/Horror-Mischung mit krudem Humor und coolen Stunteinlagen, die an teils schwachen CGI-Effekten und Redundanzen krankt.
  • Wüst überdrehtes, comichaftes Actioninferno, in dem Nicolas Cage der Hölle entkommt, um mit grober Gewalt seine Enkelin aus den Fängen eines Satanskults zu retten.

    Die wilde 3D-Pulp-Oper aus den Händen des in dreidimensionalem Splatter bewanderten Genreregisseurs Patrick Lussier (“My Bloody Valentine”) baut auf Cage, der an seine Rolle aus “Ghost Rider” anknüpft: Er tritt als John Milton auf – wie der Autor des betagten Versklassikers “Paradise Lost”. Das ist wohl die anspruchsvollste Pointe in diesem Gelage, das seinen Plot als Rampe für verdammt coole Bastarde nutzt und sie in eine Dauerverfolgungsjagd quer durch die USA schickt. Sex, Gewalt und Rock’n’Roll alliieren hier partytauglich.

    Mit schwarzer Jeanskluft, Sonnenbrille und langem Haar tritt Cage als ein der Hölle Entflohener auf, der nach dem Baby seiner ermordeten Tochter fahndet. Der Satanist Jonah King (Billy Burke) und seine Sekte wollen es in drei Tagen bei Vollmond opfern, um damit die Tür zu endzeitlichen Weltordnung aufzustoßen. Milton, angelegt zwischen Punisher und Hellboy, ist zu Frauen ein Softie, zu Männern ein biblischer Rachegott und brettert mit der kurvigen Kellnerin Piper (Amber Heard) im kirschroten Dodge Charger über die Piste; dicht verfolgt vom Buchhalter, der rechten Hand Luzifers, den William Fichtner im Hugo-Boss-Anzug auf den Spuren von Christopher Walken in “God’s Army” zum Besten gibt. Hier darf jeder in verschiedenen Intensitätsgraden chargieren und doch ist das alles lässig genug, um für gute Laune zu sorgen. Zumal genug Leichen die Wege der drei Parteien pflastern, bis sie sich im explosiven Showdown gegenüberstehen.

    Bei dem Ritt mit dem Teufel vereinen sich vielfältige Elemente – von Action, Horror, Splatter, Sexfilm, Komödie bis hin zu Roadmovie und Western – zu einer Groteske, die ähnlich gepimpt ist wie “Nur noch 60 Sekunden”, aber um einiges derber, ironischer und durchgeknallter. Der sichere Anwärter für die sinnfreiesten Dialoge des Jahres kennt seinen Unterhaltungswert: Ein absurder Reißer, der den schlechten Geschmack zur ultimativen Waffe erkoren hat. Lussier dreht nach eigenem Skript formidabel auf – was er trotz ein paar Pausen gerne bis zum Anschlag tut. Das ist ein mit kultigem Schwergitarren-Soundtrack rockender, millionenschwerer Cage-Camp, der nach aller erdenklichen Manier hochfrisiert wurde. tk.

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