Drive Angry (2011)

Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Drive Angry: Wilde Action-Fantasy über einen Mann, der aus der Hölle zurückkehrt, um das Baby seiner ermordeten Tochter aus den Klauen eines Satanskults zu befreien.

Milton kehrt aus der Hölle zurück. Er hat drei Tage, um das Baby seiner ermordeten Tochter davor zu retten, von einem satanischen Kult geopfert zu werden. Mithilfe der attraktiven Kellnerin Piper und des kirschroten Boliden ihres Freundes macht Milton sich auf die Suche nach dem Sektenführer Jonah King, der die Hölle auf Erden entfesseln will. Schnell heftet sich nicht nur die Polizei an die Fersen Miltons, der eine Schneise der Zerstörung schlägt, sondern auch die rechte Hand des Teufels, der Buchhalter, der das schwarze Schäfchen in den Hades zurückholen soll.

Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wüst überdrehtes, comichaftes Actioninferno, in dem Nicolas Cage der Hölle entkommt, um mit grober Gewalt seine Enkelin aus den Fängen eines Satanskults zu retten.

    Die wilde 3D-Pulp-Oper aus den Händen des in dreidimensionalem Splatter bewanderten Genreregisseurs Patrick Lussier (“My Bloody Valentine”) baut auf Cage, der an seine Rolle aus “Ghost Rider” anknüpft: Er tritt als John Milton auf – wie der Autor des betagten Versklassikers “Paradise Lost”. Das ist wohl die anspruchsvollste Pointe in diesem Gelage, das seinen Plot als Rampe für verdammt coole Bastarde nutzt und sie in eine Dauerverfolgungsjagd quer durch die USA schickt. Sex, Gewalt und Rock’n’Roll alliieren hier partytauglich.

    Mit schwarzer Jeanskluft, Sonnenbrille und langem Haar tritt Cage als ein der Hölle Entflohener auf, der nach dem Baby seiner ermordeten Tochter fahndet. Der Satanist Jonah King (Billy Burke) und seine Sekte wollen es in drei Tagen bei Vollmond opfern, um damit die Tür zu endzeitlichen Weltordnung aufzustoßen. Milton, angelegt zwischen Punisher und Hellboy, ist zu Frauen ein Softie, zu Männern ein biblischer Rachegott und brettert mit der kurvigen Kellnerin Piper (Amber Heard) im kirschroten Dodge Charger über die Piste; dicht verfolgt vom Buchhalter, der rechten Hand Luzifers, den William Fichtner im Hugo-Boss-Anzug auf den Spuren von Christopher Walken in “God’s Army” zum Besten gibt. Hier darf jeder in verschiedenen Intensitätsgraden chargieren und doch ist das alles lässig genug, um für gute Laune zu sorgen. Zumal genug Leichen die Wege der drei Parteien pflastern, bis sie sich im explosiven Showdown gegenüberstehen.

    Bei dem Ritt mit dem Teufel vereinen sich vielfältige Elemente – von Action, Horror, Splatter, Sexfilm, Komödie bis hin zu Roadmovie und Western – zu einer Groteske, die ähnlich gepimpt ist wie “Nur noch 60 Sekunden”, aber um einiges derber, ironischer und durchgeknallter. Der sichere Anwärter für die sinnfreiesten Dialoge des Jahres kennt seinen Unterhaltungswert: Ein absurder Reißer, der den schlechten Geschmack zur ultimativen Waffe erkoren hat. Lussier dreht nach eigenem Skript formidabel auf – was er trotz ein paar Pausen gerne bis zum Anschlag tut. Das ist ein mit kultigem Schwergitarren-Soundtrack rockender, millionenschwerer Cage-Camp, der nach aller erdenklichen Manier hochfrisiert wurde. tk.

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