Drecksau (2013)

Originaltitel: Filth
Drecksau Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 3.8

Filmhandlung und Hintergrund

Drecksau: Tragikomische Tour de Force von James McAvoy als Bad Lieutenant nach Irvine Welshs satirisch-grotesker Vorlage.

Der Edinburgher Inspektor Bruce Robertson ist korrupt bis ins Mark. Da er kurz vor einer Beförderung steht, begeht der heillos Drogen- und Sexsüchtige freiwillig jede verwerfliche Schandtat. Ihm geht es weniger darum, den brutalen Mord an einem Asiaten aufzuklären, sondern vielmehr, um mit gezielten Intrigen konkurrierende Kollegen auszuschalten, und das direkt vor der Nase seines Chefs Toal. Während er jedes schmutzige Geheimnis seiner Abteilung nutzt, ahnt niemand, dass ihn Frau und Kind verlassen haben. Unterdessen driftet Robertson in unkontrollierten Drogenwahn.

Der korrupte Inspektor Robertson versucht, seine Konkurrenz mit Intrigen auszuschalten, während er langsam im Drogensumpf versinkt. Tragikomische Tour de Force von James McAvoy als Bad Lieutenant nach Irvine Welshs satirisch-grotesker Vorlage.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Manipulieren, intrigieren, reinlegen – das sind die Königsdisziplinen der Drecksau in diesem Film. Unkonventionelles Independentkino, prickelnd und aufregend.
  • Der Edinburgher Inspektor Bruce Robertson ist korrupt bis ins Mark. Da er kurz vor einer Beförderung steht, begeht der Drogen- und Sexsüchtige jede Schandtat. Ihm geht es weniger darum, den Mord an einem Asiaten aufzuklären, als mit gezielten Intrigen konkurrierende Kollegen auszuschalten – vor der Nase des Chefs. Während er jedes schmutzige Geheimnis seiner Abteilung nutzt, ahnt niemand, dass ihn Frau und Kind verlassen haben. Sex, Gewalt und derbe Sprüche markieren die grotesk-satirische Adaption von Irvine Welshs Roman, der “Trainspotting” in puncto Provokation in nichts nachsteht. Vollblutschauspieler James McAvoy brilliert in einer tragikomischen Tour de Force als Drecksau, die eigentlich ein armes Schwein ist.

    Fazit: Es ist Zeit, versaust zu sein: Höllenfahrt in die Untiefen der Seele.
  • Seinem Titel entsprechend handelt es sich bei dem Polizistendrama "Drecksau" um harten, bitterbösen Stoff. Der verkommene Gesetzeshüter Bruce Robertson schlägt auf abstoßende, menschenverachtende Weise aus seinem Job Profit, wo er nur kann. Ob ihn sein schlechter Charakter, oder seine innere Not stärker antreibt, lässt Regisseur Jon S. Baird ("Cass") offen. Die drastische, krude, aber auch von schwarzem Humor durchzogene Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Irvine Welsh.

    Detective Sergeant Bruce Robertson hat nicht den geringsten Respekt vor dem Gesetz. Wenn er Drogen nimmt und im Dienst so richtig die Sau rauslässt, erinnert er stark an den von Harvey Keitel gespielten, amerikanischen "Bad Lieutenant" aus dem Jahr 1992. In dieser Rolle ist der sanfte James McAvoy kräftig gegen den Strich besetzt und zeigt, dass er auch böse Charaktere sehr glaubhaft darstellen kann. Auf der Polizeistation ist niemand vor Bruces Intrigen sicher: Er fühlt sich allen überlegen und genießt den Kick, wenn er die Kollegen mit perfiden Tricks demütigen kann. Seine Intrigen setzt der Film schwarzhumorig in Szene und macht sich selbst stellenweise einen Spaß aus dem Entlarven von Doppelmoral und Komplexen auf der Opferseite.

    Die Spannung wird gekonnt geschürt, indem die Zweifel an Bruces geistiger Gesundheit schrittweise wachsen. Er hat Flashbacks, die eine Tragödie in der Kindheit andeuten, sieht eine bedrohliche Gestalt mit einer Schweinemaske oder wird in der Vorstellung von seinem Psychiater Dr. Rossi (Jim Broadbent) heimgesucht. Ohne für Bruce Sympathie zu empfinden, bekommt man dennoch einen intensiven Eindruck, in welcher inneren Notlage sich dieser getriebene Charakter befindet. Hier erweist es sich als vorteilhaft, dass die Motive und auch die Chancen der Hauptfigur immer ein wenig im Dunkeln bleiben. Allerdings erschöpft sich die Aussage des Films so auch weitgehend darin, ein wenig vertrauenerweckendes Milieu zu zeigen, in dem Bruce wohl nicht der einzige gefallene Engel bleiben wird.

    Fazit: Die düstere, streckenweise schwarzhumorige Romanverfilmung "Drecksau" bietet mit einem verkommenen und gestörten Polizisten als Hauptcharakter harte Kost.
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Darsteller und Crew

News und Stories

  • "Drecksau": Interview mit James McAvoy und Regisseur Jon S. Baird

    In Irvine Welshs "Drecksau" spielt James McAvoy den depressiv, intriganten, versoffenen und korrupten Detective Sergeant Bruce Robertson. In einem exklusiven Interview spricht McAvoy und Regisseur Jon S. Baird über seine Rolle.

  • Irvine Welshs "Drecksau": Provokativer Trailer mit James McAvoy

    Bereits sein provokatives Werk "Trainspotting" - mit Ewan McGregor großartig verfilmt - sorgte für Aufsehen und wurde schnell zum Kultfilm. Nun kommt Irvine Welshs neuster Bestseller-Roman "Drecksau" in die Kinos. Im neuen Trailer lässt James McAvoy sämtliche Moralvorstellungen fallen und wird zur Drecksau!

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