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Doppelmord (1999) Film merken

Originaltitel: Double Jeopardy
Doppelmord Poster
 

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Filmhandlung und Hintergrund

Doppelmord: Frauengepowerte "Auf der Flucht"-Variante, in der eine unschuldig Verurteilte auf der Suche nach ihrem Sohn von ihrem Bewährungshelfer gejagt wird.

Libby Parsons (Ashley Judd) wird unschuldig für den Mord an ihrem spurlos verschwundenen Ehemann verurteilt. Kaum einen Monat später merkt sie, dass sie von ihm für einen Versicherungsschwindel hereingelegt worden ist. Nach sechs Jahren Knast macht sie sich am Tag der Entlassung auf den Weg, ihren Sohn und den mörderischen Ehemann aufzuspüren, um ihre Unschuld zu beweisen. Doch ihr hartnäckiger Bewährungshelfer (Tommy Lee Jones) ist immer einen Schritt hinter ihr.

Das Drehbuch dieser frauengepowerten “Auf der Flucht”-Variante mag zwar nicht unbedingt vor Originalität strotzen, doch ergeben die Elemente von klassischem Kriminalthriller, Gerichtssaaldrama, Frauengefängnisfilm und Rachefantasie ein kurzweilig-unterhaltsames Katz- und Mausspiel. Regisseur Bruce Beresford inszenierte seinen routinierten Thriller mit einem Auge für Ästhetik und holte dabei das Optimum aus den malerischen Locations heraus.

Libby Parsons wird unschuldig für den Mord an ihrem spurlos verschwundenen Ehemann verurteilt. Kaum einen Monat später merkt sie, daß sie von ihm für einen Versicherungsschwindel hereingelegt worden ist. Nach ihrer Entlassung sechs Jahre später macht sie sich umgehend auf den Weg, ihren Sohn und mörderischen Ehemann aufzuspüren und ihre Unschuld zu beweisen. Stets einen Schritt hinter ihr ist ihr nicht locker lassender Bewährungshelfer.

Nach einem feucht-fröhlichen Gelage wacht Libby Parsons eines Morgens blutüberströmt auf. Von ihrem Ehemann Nick fehlt jede Spur. In einem Indizienprozess wird sie wegen Mordes verurteilt. Kaum einen Monat später findet Libby heraus, dass sie für einen Versicherungsbetrug hereingelegt worden ist. Nach verbüßter sechsjähriger Gefängnisstrafe macht sie sich sofort daran, ihren verräterischen Gatten aufzuspüren, um ihn nun tatsächlich zu eliminieren. Doch Bewährungshelfer Travis ist Libby stets auf den Fersen.

Für den angeblichen Mord an ihrem verschwundenen Gatten wird die unschuldige Libby zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe macht sie sich, verfolgt von ihrem Bewährungshelfer, auf die Suche nach ihrem Ehemann, um die Tat nachzuholen. Rachethriller von Bruce Beresford, der den Stoff als kurzweiliges Katz-und-Maus-Spiel inszenierte.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Thema verspricht eigentlich nicht viel. Es geht um eine Ehefrau, die zu Unrecht für den Mord an ihrem Mann ins Gefängnis wandert und Jahre später ihren Mann wiedertrifft und nun wirklich töten will. Alles schon mal gesehen. Witzigerweise entstand bereits 1992 unter dem Titel "Double Jeopardy" ein thematisch sehr ähnlicher Film fürs US-Kabelfernsehen mit Bruce Boxleitner und Rachel Ward, im deutschen TV lief dieser unter dem Titel "Mörderisches Dreieck". Also eigentlich nichts Neues auf der Kinoleinwand. Man kennt die Geschichte, man weiß, wer gut und wer böse ist, man ahnt sämtliche Wendungen des Drehbuches bereits im Voraus.

    Seltsamerweise ist "Doppelmord" aber ein kleiner Spitzenkrimi geworden. Von Anfang bis Ende kann der Film fesseln, die Bilder sind stilvoll durchkomponiert, die Darsteller, allen voran Ashley Judd, klasse. Regisseur Beresford wusste anscheinend, dass er einfach nur einen kleinen intelligenten Krimi dreht, der ohne große Effekte auskommt. Er konzentriert sich intensiv auf seine Charaktere und seine Geschichte, bläht sie nicht unnötig auf, verstrickt sich nicht in Autoverfolgunsjagden und Feuerwerk. Gerade deswegen bleibt der Film so sympathisch.

    Fazit: Ein kleiner Spitzenkrimi. Kinobesuch lohnt sich.
  • Der Titel “Double Jeopardy” bezieht sich auf einen Justizausdruck, demzufolge eine Person für das selbe Verbrechen nicht zweimal angeklagt werden kann. Dieser juristische Passus ist auch der Aufhänger für den routinierten Rachethriller von Bruce Beresford (“Miss Daisy und ihr Chauffeur”), bei dem Ashley Judd fälschlich für den Mord an ihrem Ehemann verurteilt, nach ihrer Entlassung ihre Unschuld beweisen und ihren kleinen Sohn finden will. Da sie dabei ihre Bewährungsauflagen bricht, befindet sie sich wie einst Harrison Ford auf der Flucht vor einem unnachgiebigen Tommy Lee Jones.

    Seinen Ausgang nimmt der gekonnt mit Klischees kalkulierende Krimi im pittoresken Staat Washington (gefilmt wurde im beliebten ‘Stand-in’ British Columbia), wo das wohlhabende Ehepaar Nick und Libby sich nach einer Party auf seinem neuen Segelboot vergnügt. Nach ein wenig Bettakrobatik wacht Libby über und über mit Blut besudelt auf. Von Nick findet sich keine Spur, und sie wird schließlich für seinen Mord verurteilt. Ihren vierjährigen Sohn Matty überläßt sie der Obhut ihrer attraktiven Freundin Angie (Annabeth Gish). Kaum einen Monat später merkt Libby, daß sie von Nick für einen Versicherungsschwindel hereingelegt worden ist. In bester Sträflingsmanier unterzieht sich Libby, von ihrem grenzenlosen Haß getrieben, einer rigorosen Fitnessroutine, die es ihr später ermöglichen wird zu sprinten und schwimmen, was das Zeug hält. Denn nach ihrer Entlassung sechs Jahre später, die völlig spurlos an ihr vorbeigegangen zu sein scheinen, macht sie sich umgehend auf den Weg, ihren Sohn und Ehemann aufzuspüren. Die Spur führt auf Umwegen nach New Orleans, wo sich Nick eine neue Identität zugelegt hat. Stets einen Schritt hinter ihr ist Bewährungshelfer Travis, dem sie immer wieder um Haaresbreite zu entwischen versteht. Doch Libby hat noch andere Sorgen, da Nick auch vor Mord nicht zurückschreckt.

    Das Drehbuch von den “The Rock”-Autoren David Weisberg und Douglas S. Cook mag zwar nicht unbedingt vor Originalität strotzen, doch es ist ihnen gelungen Elemente klassischer Kriminalthriller, von Gerichtssaaldramen, Frauengefängnisfilmen in Kombination mit einer ausgeprägten Rachefantasie zu einem kurzweilig-unterhaltsamen Katz- und Mausspiel zu konstruieren. Neben dem reinen Überlebenswillen und der Motivation, sich an ihrem schleimigen Ehemann zu rächen, wird die Protagonistin zudem von ihrem tiefen Mutterinstinkt getrieben, was der Story eine bewegende Nuance verleiht. Ashley Judd, die in ihrer letzten Hauptrolle in dem Serienmörderschocker “Denn zum Küssen sind sie da” mit Morgan Freeman ebenfalls einem starken Schauspieler gegenüberstand, zeigt sich auch hier wieder bravourös der Aufgabe gewachsen, sich auf der Leinwand zu behaupten und ihre Figur mit emotionaler Tiefe auszustatten. Ihr Partner Jones mimt eine gebrochene Variante seines Marshals aus “Auf der Flucht”, der den Kummer über seine verlorene Tochter in Alkohol ertränkt. In Libby erkennt er eine verwandte Seele, die sich ebenfalls nach ihrem Kind sehnt. Die Actionszenen, bei denen vor allem Libbys Fluchtversuch von einer Autofähre in Erinnerung bleibt, sind grundsolide ausgefallen. Auf einen spektakulären Moment, wie die beeindruckende Zugkollision in dem thematisch verwandten Andrew-Davis-Reißer, wartet man allerdings vergeblich. Regisseur Beresford inszeniert vielmehr mit einem Auge für Ästhetik und holt das Optimum aus seinen malerischen Locations heraus. Dem US-Publikum gefiel’s und verhalf dem frauengepowerten Verfolgungsthriller mit 23,7 Mio. Dollar zum zweitbesten Septemberstart überhaupt. ara.

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