Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (2009)

Originaltitel: A Christmas Carol 3D
Disneys Eine Weihnachtsgeschichte Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (4)
  1. Ø 3

Filmhandlung und Hintergrund

Disneys Eine Weihnachtsgeschichte: Animierte Disney-Verfilmung des Weihnachtsklassikers von Charles Dickens in 3D- und Motion Capure-Technik mit Jim Carrey in der Hauptrolle.

Der selbstsüchtige und eigenbrötlerische Geizhals Ebenezer Scrooge lebt ein zurückgezogenes Leben als Misanthrop und führt seit dem Tod seines Partners sein Geschäft allein. Profitgier ist seine dominierende Eigenschaft. An Heiligabend bekommt er jedoch Besuch von den drei Geistern der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnacht, die ihm sein Leben in all seiner Trostlosigkeit vor Augen führen. Mit einem Mal wird sich Scrooge seiner eigenen Kaltherzigkeit und deren Folgen bewusst und beginnt, sich zum Besseren zu wandeln.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (4)

Kritiken und Bewertungen

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    Disney liefert zu dieser Weihnachtssaison eine Variante des Klassikers von Charles Dickens mit noch nie gesehenem Tempo und großen amerikanischen Schauspielern - allen voran Jim Carrey - als Vorlage für eine beeindruckende Animation. Das Fest der Liebe ist für den einsamen Griesgram Ebenezer Scrooge nur Humbug, doch die drei Weihnachtsgeister wissen ihn, jeder auf seine eigene Weise, eines Besseren zu belehren. Dieses Märchen für Erwachsene beweist einmal mehr die faszinierende und anrührende Wirkung dieser traditionellen Geschichte und wartet mit opulenten Bildeinfällen, einer schönen Atmosphäre von London im 19. Jahrhundert und ironischem Witz auf. Ein schaurig-schönes Gruselkabinett wie ein unterhaltsamer Achterbahnritt und nicht nur in 3D überwältigend auf allen Sinnesebenen!

    Jurybegründung:

    Der Klassiker von Charles Dickens hat schon sehr oft als Vorlage für Filme und Bühnenstücke gedient, wurde modernisiert und verfremdet und ist seit 166 Jahren ein Dauerbrenner nicht nur zur Weihnachtszeit. Robert Zemeckis beweist mit seiner Interpretation der Erzählung von dem notorischen Geizhals Scrooge, den drei Geister in der Weihnachtsnacht zum Guten bekehren, zum einen, dass die 3D-Technik einen Quantensprung durchgemacht hat. Zum anderen zeigt er, dass diese Geschichte immer wieder neue Generationen fasziniert und im wahrsten Sinne des Wortes unsterblich ist.

    In geradezu berückenden computeranimierten Bildern, die an englische Weihnachtsbilder, Buchillustrationen und Postkarten aus dem 19. Jahrhundert erinnern, entführt diese gelegentlich ein wenig zu laute und drastische Variation des alten Themas in die dunkle Welt des raffgierigen Scrooge, der sich nur über materiellen Erfolg definiert und alle menschlichen Regungen in sich längst auf dem Altar des Geldes geopfert hat. Doch noch ist Scrooge nicht verloren, denn auf Betreiben seines einstigen, vor sieben Jahren verstorbenen Geschäftspartners Marley, der aufgrund seines Geizes der ewigen Verdammnis anheim gefallen ist, erhält der verbitterte Geizkragen noch eine letzte Chance: Drei Geister suchen ihn heim und lehren ihn nicht nur das Fürchten, sondern auch die Bedeutung der Weihnacht erkennen. Scrooge wird auf eine fantastische Reise in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mitgenommen und am Ende geläutert und gerettet. Er, der Weihnachten immer abgelehnt hat, wird nun erfüllt vom wahren Geist der Weihnacht, das heißt von dem Gefühl der Mitmenschlichkeit und Großzügigkeit.

    Diesen Weg zur Läuterung hält der Film konsequent durch. Es geht dabei manches Mal sehr heftig und gruselig zu, so dass dieser Animationsfilm sich für kleinere Kinder nicht als Märchen zur Weihnachtszeit eignet. Doch die ironischen und selbstironischen Brechungen und vor allem Jim Carreys faszinierendes Spiel als Scrooge gleichen diese manchmal etwas grellen Effekte aus. Beeindruckend neben der Technik sind auch die Ideen, mit denen die Weihnachtsgeschichte angereichert worden ist: So verstecken sich unter dem Mantel der zukünftigen Weihnacht zwei ganz andere Geister, die viel erschreckender sind als die Lehrmeister von Scrooge: Der Geist der Ignoranz und der Geist der Armut. Darin spiegelt sich sowohl die Sozialkritik von Dickens wieder als auch eine durchaus moderne Interpretation des Klassikers, die diesem Film noch ein paar starke zusätzliche Pointen verleiht.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Ob die 3D-Technik tatsächlich einen Siegeszug durch die Kinos antritt, ist an dieser Stelle noch nicht eindeutig feststellbar. Fest steht allerdings, dass 3D-Filme allen Genres momentan aus sämtlichen Löchern ploppen. Meist beschränkt sich der 3D-Effekt dann darauf, dass dem Publikum irgendetwas entgegenfliegt und für ein Zusammenzucken sorgen soll. Eine Reaktion, die sich bereits nach den ersten Malen aufgrund gewisser Abstumpfung nicht mehr recht einstellen will und so die aufwendige 3D-Technik fast schon wieder unsinnig erscheinen lässt.

    Regisseur Robert Zemeckis aber macht es anders: „Disneys Eine Weihnachtsgeschichte“ besticht vor allem durch aufregend rasante Fahrten wie gleich zu Beginn über die Dächer Londons zur Zeit der industriellen Revolution. Es ist Weihnachten und die Kamera saust zusammen mit dem Zuschauer über die Dächer hinweg, durch breite und enge Straßen, bevölkert und menschenleer, vorbei an Kutschen und Laternenpfählen und auf dem Markt direkt durch einen Adventskranz hindurch.

    Zemeckis nutz die 3D-Technik außerdem, um zu zeigen, was Raumtiefe bedeuten kann. So begibt sich Scrooge nicht einfach nur zusammen mit dem Geist der gegenwärtigen Weihnacht auf eine Reise, sondern gleich mit einem kompletten Zimmer des Hauses, dessen Fußboden plötzlich teilweise verschwindet und den Blick auf das Zeigenswerte freimacht – und wir als Zuschauer sind mittendrin. Sicher, auch hier bedient man sich des „Den-Zuschauer-In-Den-Sessel-Drück“-Effekts, aber eher weniger durch Flugobjekte, sondern beispielsweise durch einen pechschwarzen Pferdekopf, den der Zuschauer – aus dem Nichts kommend – plötzlich direkt vor der Nase hat. Dabei handelt es sich natürlich um einen animierten pechschwarzen Pferdekopf.

    Auch die Pros und Kontras des Motion-Capturings sind bestens bekannt und treffen auch im Fall des Fantasyfilms „Disneys Eine Weihnachtsgeschichte“ zu: Auf der einen Seite wirken Figuren, die nicht beispielsweise an einem Schauspieler angelehnt sind, leider immer noch seltsam künstlich und mimikarm. Auf der anderen Seite allerdings bietet diese Technik die Möglichkeit, Figuren zu erschaffen, die so nie durch einen Schauspieler verkörpert werden könnten (Gollum aus „Der Herr der Ringe").

    Hier betrifft das hauptsächlich die von Jim Carrey inspirierten Figuren. Zum einen den verknöcherte Scrooge mit dieser fruchtbar hässlichen Nase, den abscheuerregenden knochigen Fingern und seiner krummen Körperhaltung und zum anderen natürlich die beiden ersten Weihnachtsgeister: Die vergangene Weihnacht in Form einer Kerze, der gegenwärtigen in Gestalt eines Bacchus-Hünen – beide mit dem Gesicht Jim Carreys.

    Robert Zemeckis hat sich bei seiner Verfilmung des Klassikers streng an die Vorlage gehalten. Und auch wenn Jim Carreys Grimassensucht nicht ganz zum Ausdruck kommt, so ist hier und da trotzdem etwas Platz für Komik - und das, obwohl der Film sonst eher aus schaurigen Momenten besteht: Grün schimmernde Geister mit ausgekugeltem Kiefergelenk, Kettengerassel, markerschütterndes Gelächter, ein dämonischer Geist mit einer Kutsche, die direkt aus der Hölle zu kommen scheint – der Film ist zu Recht erst ab 12 Jahren freigegeben.

    Fazit: Ohne Zweifel ein animierter 3D-Film, der sich lohnt und für eine schaurig schöne Einstimmung auf das Weihnachtsfest sorgt.
  • Robert Zemeckis und Jim Carrey bringen den Weihnachtsklassiker schlechthin erstmals als 3-D-Erlebnis auf die große Leinwand und setzen vor allem auf die Schauwerte der Technik.

    Es ist die Optik, die Zemeckis Neuinterpretation von Charles Dickens “Weihnachtsgeschichte” von seinen Vorgängern unterscheidet. Denn wie bei “Der Polarexpress” und “Die Legende von Beowulf” entwickelt der Regisseur, Produzent und Drehbuchautor in Personalunion sein derzeitiges Lieblingsspielzeug, das Motion-Capture-Verfahren, bei dem Mimik und Gestik der Schauspieler in Computeranimationen übersetzt werden, und deren 3-D-Darstellung weiter. In der Tat versetzen die Bilder den Zuschauer teilweise in Staunen. Gerade die Szenen zu Beginn des Films, in denen das London Mitte des 19. Jahrhunderts zum Leben erweckt wird, zeigen eindrucksvoll die Möglichkeiten der modernen 3-D-CGI-Techniken. Problematischer wird es, je näher der Film physisch und psychisch an die Figuren heranrückt.

    Erzählt wird die Geschichte des verbitterten alten Mannes Ebenezer Scrooge, der es als Geldverleiher zu Wohlstand gebracht hat, darüber aber zum herzlosen Geizhals und Misanthropen wurde. Er hasst die Kinder, die auf der vereisten Straße spielen, die Sänger, die ein Weihnachtslied trällern, seinen Buchhalter Bob Cratchit, der es sich erlaubt, an Weihnachten einen Tag frei zu nehmen und natürlich die Vertreter der Fürsorge, die ihn um eine Spende für die Armen bitten. Doch da Weihnachten ist und somit auch der größte Griesgram eine zweite Chance verdient hat, erscheinen ihm nacheinander die drei Geister der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnacht. Diese führen ihm vor Augen, wo er herkommt, wo er steht und wo er hingeht, wenn er sich nicht schnell ändert. Und da vor allem die Zukunft sehr düster aussieht, hat es dieser Geist besonders in sich. Einige der Schockmomente, die der an Gevatter Tod erinnernde Geist auffährt, um Scrooge den heilsamen Schrecken in die Glieder fahren zu lassen, dürften den kleinsten Kinozuschauern etwas zu sehr zusetzten. Gut, dass sich der Horror in einem weihnachtlich versöhnlichen und die Lust am Leben zelebrierenden Ende auflöst.

    Der Kniff der Handlung, die vielen geläufig sein dürfte, besteht natürlich in der glaubhaften Darstellung von Scrooges emotionalem Wandel. Und Jim Carrey legt sich mächtig ins Zeug, nicht nur dessen böse Eigenschaften, sondern auch seine Reue deutlich zu machen. Hilfreich ist dabei, dass die Animatoren Scrooges Gesicht besonders viel Zeit gewidmet haben. Seine Mimik wirkt im Gegensatz zu anderen Figuren, z.B. dem des Geistes der gegenwärtigen Weihnacht – der wie die anderen Weihnachtsgeister ebenfalls von Carrey verkörpert wird -, lebendig und trotz aller Überzeichnungen realistisch. Dennoch schafft die künstliche Optik insgesamt ein Gefühl der Distanz und präsentiert mehr, als dass sie erlebbar macht. So findet man wie bei “Beowulf” auch hier keine Antwort auf die Frage, warum der Film nicht mit realen Schauspielern (vielleicht sogar besser) hätte funktionieren können. mahe.
  • Die Weihnachtsgeschichte in 3D und originalgetreuer als die meisten Adaptionen – durch die Motion-Capture-Animation allerdings auch hässlicher als je zuvor.
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