Die Wolke (2006)

Die Wolke Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Wolke: Packende Bestseller-Verfilmung über eine junge Liebe und den Willen zum Leben in Zeiten des Super-GAUs.

Die 16-jährige Hannah (Paula Kalenberg) und der 18-jährige Elmar (Franz Dinda) sind frisch verliebt. Jedenfalls glauben sie das, denn was Liebe wirklich ist, darüber sind sich beide eigentlich noch gar nicht so richtig klar. Und ob sie es je erfahren werden, auch nicht. Denn eines Tages heulen in ihrem kleinen hessischen Städtchen ganz in der Nähe des Atomkraftwerks die Sirenen. Und diesmal ist es keine Übung.

10.000 Menschen starben sofort, über 1,2 Mio. wurden schleichend vergiftet, als im Frühjahr 1986 der Atomreaktor in Tschernobyl explodierte. Ein deutscher Katastrophenfilm von Gregor Schnitzler verlegt ein ähnliches Unglück in heimische Ballungsräume und mutmaßt über die Folgen.

Hannah und Elmar sind verliebt. Doch der übliche Schulalltag rückt in den Hintegrund, als die Alarmsirene schrillt. Nach einem Störfall in einem Kernkraftwerk breitet sich eine todbringende Wolke aus. Chaos, Panik, Anarchie greifen um sich. Tausende sterben sofort, Tausende sind kontaminiert, darunter auch Hannah.

Nach einem Störfall in einem Atomkraftwerk in der Nähe von Frankfurt breitet sich die todbringende Wolke unaufhaltsam weiter aus. Während Tausende von Menschen sterben, können die 16-jährige Hannah und ihr neuer Freund Elmar zwar fliehen, doch sie verlieren sich bald darauf aus den Augen. Im Sicherheitstrakt eines Hamburger Sanatoriums treffen sie einander wieder. Elmar als Besucher, Hannah als Patientin, kontaminiert, die Haare sind ihr bereits büschelweise ausgefallen. Wird sie überleben? Hat ihre junge Liebe eine Zukunft?

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Packende Bestseller-Verfilmung über eine junge Liebe und den Willen zum Leben in Zeiten des Super-GAUs.

    Vorbei die einstmals starke Anti-Atomkraftbewegung, fast völlig verschwunden die “Atomkraft? Nein danke!”-Sticker, wie auch die Erinnerung an die Katastrophen von Harrisburg und Tschernobyl, die Regierung diskutiert gar, den geplanten Atomausstieg zu verzögern. Da ist “Die Wolke”, die Leinwandadaption von Gudrun Pausewangs 1988 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnetem Roman, der richtige Film zur richtigen Zeit. Das Individuum in seinem Ausgeliefertsein steht im Mittelpunkt, nicht die Politik wie in der Vorlage. Dieser neue Ansatz sollte ein jugendliches Publikum ansprechen. Nicht zuletzt wegen Paula Kalenberg und Franz Dinda, den Darstellern der 16jährigen Hannah und ihres zwei Jahre älteren Klassenkameraden Elmar. Zwischen Stress mit Eltern, Lehrern und Matheklausuren verspüren sie dieses seltsame Kribbeln, empfinden eine Gänsehaut beim ersten Kuss. Mitten hinein in diese zärtliche Szene schrillt die Alarmsirene. Nach einem Störfall in einem Kernkraftwerk südöstlich von Frankfurt breitet sich eine riesige todbringende Wolke aus. Letzte Chance: ein Zug in Bad Hersfeld. Chaos, Panik, Anarchie greifen um sich. 38.000 Menschen in unmittelbarer Nähe des AKWs sterben sofort, ein paar Kilometer weiter sind Tausende kontaminiert, darunter auch Hannah, die in radioaktiven Regen gerät. Und die Politiker beschwichtigen weiter.

    Georg Schnitzler erzählt die Geschichte aus Perspektive der Jugendlichen, die noch ihr ganzes Leben vor sich hatten und denen jetzt nur noch eine kleine Zeitspanne bleibt. Mit naiver Kraft versuchen die beiden, die sich in Hamburg wiederfinden, das Schicksal auszutricksen, es gütig zu stimmen. Gegen jegliche Ratio und mit dem Mut der Verzweiflung nehmen sie den Kampf gegen die Radioaktivität auf, die ihren Körper zerfrisst und ihre Seelen verletzbar macht. Sie nutzen das Privileg der Jugend, an das Unmögliche zu glauben, sich an jeden noch so kleinen Strohhalm zu klammern. Vom anfänglich harmlos wirkenden Teenie-Movie über das Genre Katastrophenfilm schlägt Schnitzler den Bogen zum Liebesdrama, wobei es manchmal knirscht in den Übergängen. Die Stärke liegt in der beklemmenden Gegenüberstellung von turbulenten Gefühlswelten und entvölkerten Landschaften im Sonnenschein, in Andeutungen und Details. Wenn Hannah vor dem Spiegel büschelweise Haare ausfallen, sie unter der Gleichgültigkeit der anderen leidet oder am Ende leichten Flaum auf ihrem kahlen Kopf spürt und sich gegen den Wind stemmt, ist der Film emotional beim Zuschauer angekommen. mk.

Darsteller und Crew

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