Die vier Federn (2002)

Originaltitel: The Four Feathers
Die vier Federn Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Die vier Federn: Neuverfilmung des klassischen Kriegsdramas über einen britischen Offizier, der zur Zeit des Kolonialkrieges im Sudan um seine Ehre und seine Liebe kämpft.

Weil er kurz vor einer entscheidenden Schlacht britischer Kolonialtruppen im Sudan seinen Dienst im Royal Cumbrian Regiment quittiert, überbringen seine Kameraden und die enttäuschte Verlobte dem jungen Offzier Harry Feversham (Heath Ledger) als Zeichen ihrer Verachtung vier Federn, Symbole der Feigheit. Um sich von dieser Schmach rein zu waschen und seine Liebste zurück zu gewinnen, schickt sich Harry an, in einem gewagten Alleingang hinter feindlichen Linien seinen Mut zu beweisen.

Shekhar Kapur

Ein britischer Offizier quittiert während des Kolonialkrieges im Sudan vor einer Schlacht seinen Dienst und erhält von seinen Freunden und seiner Verlobten daraufhin vier weiße Federn als Symbol seiner Feigheit. Um seine Ehre wiederherzustellen, dringt er als Araber verkleidet in die Hauptstadt des Feindes ein und rettet dort seinen Kameraden das Leben.

Bevor das Regiment des Offiziers Harry Feversham 1884 in den Sudan entsandt wird, quittiert der von Zweifeln geplagte Soldat den Dienst. Empört überreichen ihm seine Freunde und die Verlobte Ethne als Zeichen der Feigheit vier weiße Federn und meiden ihn fortan. Nach einiger Zeit hält es Harry zu Hause nicht mehr aus und er folgt den Kameraden an die Front. Als arabischer Rebell verkleidet kämpft er sich durch die afrikanische Wüste. Harrys große Stunde schlägt, als seine Einheit vor Khartum in einen Hinterhalt gelockt wird…

Weil der Offizier Harry Feversham 1884 den Dienst quittiert, bevor sein Regiment in den Sudan entsandt wird, überreichen ihm Freunde und seine Verlobte Ethne als Zeichen der Feigheit vier weiße Federn. Nach einiger Zeit folgt er den Kameraden an die Front. – Mit Shekar Kapur (“Elizabeth”) wagte sich bereits der fünfte Regisseur an die Verfilmung des gleichnamigen Abenteuerromans von A.E.W. Mason.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Bereits fünf mal verfilmt wurde A.E.W. Masons 1902 erschienener Abenteuerroman über einen jungen Offizier des britischen Empires, der nach seinem freiwilligen Ausscheiden aus der Armee auf eigene Faust in den Sudan reist, um seine Freunde beim Kampf zu unterstützen und sich selbst zu beweisen, dass er kein Feigling ist. Am bekanntesten ist Zoltan Kordas “Drei Fremdenlegionäre”-artige Adaption aus dem Jahr 1939. In seinem ersten Film seit “Elizabeth” erfindet Shekhar Kapur die Odyssee vom Jungen auf der Suche nach dem Mann in sich als bildgewaltiges Schlachtenepos neu, das umgehend Assoziationen mit Filmen wie “Braveheart” oder “Gladiator” weckt, seine attraktiven Stars Heath Ledger (“Ritter aus Leidenschaft”) und Wes Bentley (“American Beauty”) geschickt einsetzt und gekonnt krasse Kontraste – England/Afrika, moderne Gesichter/alte Welt, strenge Verhaltenskodices/instinktiver Überlebenstrieb – aufeinander prallen lässt.

    Jede Einstellung des vor mehr als einem Jahr abgedrehten Films ist hart erkämpft. Man spürt förmlich, wie unerbittlich Kapur mit dem bisweilen visionären, von beeindruckender Schönheit geprägten Material ringen musste, bis die Geschichte am Schneidetisch endlich Form annahm, bis er Kern und Fluss seines Werkes entdeckte. Auch jetzt, im fertigen Zustand, ist “Die vier Federn” nicht immer rund und bisweilen alles andere als perfekt. Gerade der Anfang (zu umständlich) und der Schluss (zu versöhnlich) weisen Schwächen auf. Aber anders kann man sich einen Film, der seinen Figuren an die Substanz geht, in dem die Protagonisten durch die Hölle gehen müssen, auch kaum vorstellen. Andererseits steigert sich das Abenteuer in seiner langen Afrikasequenz hypnotisch und geradezu furios zu einem Crescendo stupender Bilderfolgen, von denen eine Aufnahme einer von allen Seiten attackierten Phalanx britischer Soldaten, aus deren Mitte selbst die Sonne zu scheinen scheint, besonders in Erinnerung bleibt. Kapur vermeidet es dabei tunlichst, allzu offensichtliche Parallelen zu heutigen Auseinandersetzungen (Weltreich gegen Gotteskrieger) zu betonen, sondern konzentriert sich auf die ganz persönlichen Prüfungen seiner gequälten Helden und fühlt Begriffen wie Brüderlichkeit und Freundschaft auf den Zahn.

    Die Feder als Inbegriff für Feigheit dient dabei leitmotivisch als Antriebsfeder und übergeordnetes Symbol. Gleich in vierfacher Ausführung wird sie dem zaghaften Offizier Harry Feversham überbracht, als dieser kurz vor dem Ausrücken des Royal Cumbrian Regiment in den Sudan seinen Dienst quittiert. Drei stammen von seinen Kumpanen, die vierte von seiner enttäuschten Verlobten Ethne, die sich fortan Harrys bestem Freund Jack zuwendet. Während der in Afrika an der Front erste Abenteuer zu bestehen hat, macht sich Harry, angewidert von sich selbst, auf den Weg, jedem einzelnen die Feder persönlich zurück zu geben. Unterstützt vom afrikanischen Krieger Abou kämpft er sich als Einheimischer verkleidet durch die Wüste und kann sich schließlich beweisen, als die britischen Soldaten in einen Hinterhalt geraten.

    Aus Harrys Sicht erlebt man die Torturen – in der Schlacht, in der unerbittlichen Wüste, in einem höllischen Gefängnis, das “Midnight Express” wie eine Mittagspause wirken lässt, aber auch seine emotionalen Qualen angesichts der Demütigung durch seine Freunde und Ethne – hautnah. Weil der junge Mann im Sudan schon bald die eigene Identität aufgibt und das Geschehen als Wanderer zwischen den Welten wahr nimmt (und kurzfristig sogar auf der Seite der Feinde Großbritanniens reitet), kann Kapur Kolonialisten und Kolonialisierte wertfrei betrachten und in der Freundschaft zwischen Harry und Abou (der faszinierende Djimon Honsou) eine ungewöhnliche Form der Völkerverständigung zelebrieren, die er den veralteten Verhaltensregeln und dem unreflektierten Patriotismus des Empires gegenüberstellt. Heath Ledger gewährt der Regisseur als jugendlichem Papillon seine bislang stärkste Rolle, aber auch Wes Bentley und (die unterbeschäftigte) Kate Hudson fallen positiv auf in diesem Kriegsabenteuer für Bauch und Herz, das manchmal den Faden, aber doch nie den Verstand verliert. ts.

Darsteller und Crew

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