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Die Tür (2009)

Die Tür Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Tür: Drama mit Thrilleraspekten über eine Parallelwelt, in der man, Jahre zurückversetzt, sein Leben noch einmal leben kann.

Fünf Jahre nach dem tragischen Tod seiner Tochter, an dem er Mitschuld trägt, ist Maler David ein menschliches Wrack, ohne Hoffnung, sich selbst vergeben oder von seiner Ex-Frau Vergebung erfahren zu können. Doch eines Tages bietet sich die Chance auf Wiedergutmachung. Hinter einer Tür entdeckt er eine Parallelwelt, die exakte Kopie seines Lebens vor fünf Jahren. Nun kann er seine Tochter vor dem tödlichen Unfall retten, muss aber danach sein eigenes, jüngeres Ich töten, um ein besserer Ehemann und Vater werden zu können.

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Kritiken und Bewertungen

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    Ein Alptraumszenario vom Feinsten! Der Maler David kann sich nicht verzeihen, dass er den Tod seiner Tochter verschuldete. Durch eine geheimnisvolle Tür, die ihn in eine Parallelwelt führt, bekommt er eine zweite Chance. Denn dort liegt die Zeit fünf Jahre zurück und so kann er sein Kind vor dem tödlichen Unfall retten. Dafür muss er allerdings sein altes Ich aus dem Weg schaffen, was nicht folgenlos bleibt. Geschickt bedient sich diese Romanverfilmung mit einem stark agierenden Mads Mikkelsen unterschiedlicher Genre und kombiniert so Krimi-Elemente mit Mystery und einem Schuss Science Fiction. Herausgekommen ist dabei ein atmosphärisch dichtes Zerreisspiel für die Nerven und eine abwechslungsreiche Variation des Doppelgängermotives.

    Jurybegründung:

    Beim Leben gibt es keine zweite Chance. Was aber - wenn doch? Wenn wir einen schweren Fehler, durch den wir einen unheilbaren Schaden erlitten haben, noch einmal korrigieren könnten? Wenn wir als ältere, klügere Menschen die Fehltritte unserer Jugend zurücknehmen könnten? Darüber spekuliert Anno Saul in dieser stimmungsvollen Adaption des Romans 'Die Damalstür' von Akif Pirinccis.

    Schon daran, dass die düsteren Farbtöne und die bedrohliche Grundstimmung des Prologs auch in dieser Parallelwelt weiter vorherrschen, kann man erkennen, dass sie alles andere als eine schöne, neue Welt ist. Der Protagonist stolpert eher zufällig durch eine Tür und einen dunklen Gang in seine Nachbarschaft von vor genau fünf Jahren. So kann er diesmal seine Tochter vor dem damals geschehenen Ertrinken retten. Aus Panik tötet er sein Ich in dieser Welt und lebt nun dessen Leben. Aber seine Tochter spürt, dass er nicht wirklich ihr Vater ist und bald wird deutlich, dass er nicht der einzige ist, der sich schuldig gemacht hat, um eine zweite Chance zu bekommen. Anno Saul, inszeniert diesen fantastischen Thriller mit viel Sinn für dramatische Effekte.

    Es gelingt ihm, bis zum Schluss das Publikum durch immer neue Verwicklungen und Enthüllungen zu überraschen, und die Anleihen bei Filmen wie DIE DÄMONISCHEN und DIE FRAUEN VON STEPFORD werden stimmig weiterentwickelt. Das Symbol des blauen Schmetterlings weist darauf hin, dass sich die Filmemacher auch darüber bewusst sind, dass sie mit dem Motiv des Doppelgängers, der Todesmetaphorik und Blau als Farbe der Sehnsucht in der Tradition der deutschen Romantik stehen.

    Der Däne Mads Mikkelsen ist als grübelnder, von Schuld geplagter Protagonist sehr eindrucksvoll und glaubwürdig - nur seine Synchronstimme irritiert eine wenig. Wohl auch, weil er als Einziger nicht synchron die Lippen bewegt. Aber dieser kleine Einwand kann den positiven Eindruck des Film kaum schmälern. Ein Genrefilm dieser Art gelingt im deutschen Kino nur selten.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Erst „Antichrist“ (Lars von Trier, 2009) und jetzt „Die Tür“ – natürlich ist es Zufall (und hoffentlich keine Tendenz), aber eine Parallele ist schon recht auffällig: Eltern, die Sex haben und ihn auch noch genießen, werden mit dem Tod ihres Kindes bestraft. Doch da beide Filme unterschiedlichen Genres angehören, schlagen sie allerdings nicht den gleichen Weg im Umgang mit dieser „Schuld“ ein: Anders als bei Lars Von Trier erhält der Protagonist in der Verfilmung des Romans „Die Damalstür“ von Akif Pirinçcis die Möglichkeit der Wiedergutmachung.

    Regie führte Anno Saul – ein Umstand, der durchaus etwas überrascht, denn seine bisher größten Erfolge beziehungsweise bekanntesten Arbeiten „Kebab Connection“ (2004) und „Wo ist Fred?“ (2006) gehören deutlich in die sorglose Komödienschublade. Mit „Die Tür“ beweist er hingegen, dass er sein Handwerk auch auf ernsthafter Ebene versteht. Allerdings ist es schwierig, etwas über den Film zu sagen, ohne dabei zu viel von der Handlung zu verraten.

    „Die Tür“ ist ein untypischer Fantasyfilm. Denn in der Regel präsentieren Fantasyfilme eine Welt, die absolut nichts mit der unsrigen gemein hat. Romanautor Akif Pirinçcis entwirft jedoch eine Parallelwelt, die der uns bekannten absolut gleicht. Saul führt den Weg der ungewöhnlichen Fantasygeschichte konsequent fort, in dem er ohne die gängigen Special-Effects auskommt, die sonst eigentlich zum Standardprogramm des Genres gehören. Eine kluge Entscheidung, denn die Animation des Schmetterlings entspricht definitiv nicht dem Standard, den man inzwischen gewohnt ist, was eventuell auf das niedrige Budget zurückzuführen ist.

    Des Weiteren sticht „Die Tür“ als Fantaysfilm hervor, weil er eben auch durch die fehlenden Effekte vor allem den Schauspielern eine ideale Plattform bietet, viele Facetten ihres Könnens zu demonstrieren. Mads Mikkelsen verkörpert praktisch drei Personen: Den egoistischen David Andanach, dem sein eigenes Vergnügen über alles geht und der seine Frau durch seine schrecklichen Bilder demütigt. Den verzweifelten David, der jeden Lebensmut verloren hat und den David, der versucht, seine Fehler wieder gutzumachen und sich nicht groß bemühen muss, ein liebevoller Ehemann und Vater zu sein. Jessica Schwarz tritt erst als kalte, verbitterte und tief verletzte Ehefrau auf und bekommt dann die Gelegenheit, eine Frau darzustellen, die wieder entdeckt, warum sie sich einst in ihren Ehemann verliebt hat und die es genießt Ehefrau und Mutter zu sein. Beide Schauspieler nutzen diese Möglichkeiten voll aus und sind in allen Entwicklungsstadien ihrer Figuren glaubwürdig. Anno Saul und Kamerafrau Bella Halben geben den beiden dabei durch viele Großaufnahmen und meist ruhige Kameraführung auch den nötigen Raum, um ihr Spiel zu entfalten. Thomas Thieme hingegen ist einmal mehr in typischer Weise als unsympathischer Koloss besetzt, mit dem man sich besser nicht anlegen sollte. Und auch Heike Makatschs Figur Gia ist leider nur in 08/15-Manier eine durchgeknallte DJane-Tussi, aus der Makatsch trotzdem das Bestmöglichste herausholt.

    Anno Saul und Drehbuchautor Jan Berger ist also durchaus ein innovativer Fantaysfilm gelungen. Ein paar Schwachstellen sollten aber trotzdem nicht verschwiegen werden: Der Film lebt von seiner beklemmenden Atmosphäre, dem Wechsel zwischen kalten, dunklen und hellen, warmen Bildern und grandiosen Einfällen wie der Assoziation des Orpheus-und-Eurydike-Motivs, als David mit Maja und seiner Tochter zurück in seine Welt möchte. Die paar Schockmomente, derer sich Saul bedient und vor allem der actionüberladene Showdown sind da fehlt am Platz und wirken zu gewollt. Und auch die Ereignisse nachdem das „Geheimnis“ der Parallelwelt gelüftet ist, sind hanebüchen.

    Fazit: Anno Saul ist ein innovativer Fantasyfilm gelungen, der in seinen stillen, beklemmenden Momenten überzeugt, aber leider gegen Ende deutlich an Qualität verliert.
  • Originelles Drama über die Eröffnung einer zweiten Lebenschance und deren düstere Nebenwirkungen.

    Der Vorspann weckt Assoziationen zu “Pan’s Labyrinth”, der Film selbst integriert Motive aus “Die Frauen von Stepford” und “Die Dämonischen”, frei nach Akif Pirinçcis Romanvorlage “Die Damalstür”, die Jan Berger zu einem starken Drehbuch mit dramatischem Zug adaptiert hat. Im Prolog legt David, Dänemarks Charakterdarsteller Mads Mikkelsen in seiner ersten rein deutschen Produktion, sein ohnehin privat und beruflich in einer Sackgasse steckendes Leben in Trümmer. Weil er für einen Quickie mit der Nachbarin (Heike Makatsch) seine Tochter unbeaufsichtigt lässt, kommt er zu spät, um das in den Pool gestürzte Mädchen zu retten. Auch fünf Jahre danach hofft er umsonst auf die Vergebung seiner Ex-Frau (Jessica Schwartz). Der international einst sehr erfolgreiche Maler ist ein menschliches Wrack. Bis ihm ein blauer Schmetterling im Schnee den Weg zu einer Türe weist, hinter der David sein vergangenes Leben vorfindet – in einer perfekten Kopie, exakt an dem Tag, an dem seine Tochter ums Leben kam. Dieses Mal kann er sie retten, wird aber danach von seinem vergangenen Ich attackiert und muss den fünf Jahre jüngeren David töten. Von diesem Moment an ersetzt er ihn, versucht ein treuerer und aufmerksamerer Ehemann zu werden. Mit Argusaugen beobachtet von seiner Tochter, die die Veränderungen in ihrem Vater spürt, aber auch von seinem Nachbarn, der Davids Dilemma kennt, weil er selbst vor Jahren durch die Tür in ein neues Leben gegangen ist. Auf mehreren Ebenen spielt der Film die Motive von Identitätsübernahme und Enttarnung durch, sorgen eine vergrabene Leiche, das Misstrauen eines Mädchens, aber auch ein Umfeld für Spannung, in dem die jüngeren Kopien aus der Parallelwelt mit Gewalt ersetzt werden. Diese Illusion einer zweiten Chance, die mit Mord erkauft werden muss, setzt Regisseur Anno Saul (“Wo ist Fred?”) ohne einen falschen Ton, mit gutem Gespür für Stimmungen kompromisslos düster in Szene. Weil auch die Schauspieler, ergänzt von einem beunruhigenden Thomas Thieme als feist-jovialer Nachbar mit skrupellosem Zweitgesicht, durchwegs überzeugen, zeigt die “Die Tür”, dass Genrekino mit Qualität hierzulande sehr wohl möglich ist. kob.

Darsteller und Crew

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