Die Reise der Pinguine (2005)

Originaltitel: La Marche de l'empereur
Die Reise der Pinguine Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Reise der Pinguine: Naturdoku über Kaiserpinguine und ihren Marsch durch die Eiswüste der Antarktis.

In Kolonien von sechs- bis achttausend Tieren leben die stattlichen, in ihrer charakteristischen Form und Färbung ausgesprochen würdevoll wirkenden Kaiserpinguine in den lebensfeindlichen Weiten der Antarktis. Dort brüten sie ausgerechnet im tiefsten Winter bei minus 40 Grad ihre Eier aus, um dann, stets bedroht von allerlei Naturwidrigkeiten und Fressfeinden, in endlosen Wanderprozessionen vom Gelege zum Meer und retour ihre Brut mit frischem Fisch und Krill zu versorgen.

Die Überraschung des US-Kinosommers liefert kein Superheld oder Horrorschreck, sondern das französische Dokumentarfilmerduo Laurent Chalet und Jérome Maison mit diesem eigentlich fürs Fernsehen konzipierten Naturschauspiel der eisigen Art.

Luc Jacquet und sein Team beobachteten über ein Jahr lang große Kaiserpinguinen-Kolonien: Wie sie ihre Nahrung jagen, wie sie vom Meer aufs und übers Eis zu ihren Brutplätzen rutschen, wie sie um die Weibchen werben und sich mann aufopferungsvoll um die Eier kümmert – und dabei klirrender Kälte und Stürmen trotzt.

Wenn Kaiserpinguine reden könnten – was sie in diesem Fall auch tun -, würden sie diese (poetische) Geschichte erzählen: Wie sie jedes Jahr einen Gewaltmarsch durchs Packeis der Antarktis machen. Wie sie in der entlegenen Brutkolonie ihren Partner suchen, sich Wärme geben, sich fortpflanzen. Sind die Küken dann erst mal auf der Welt, suchen die Eltern abwechselnd nach Nahrung, und die Kleinen sind auf sich allein gestellt. Trotzen dem eisigen Wind, den Raubvögeln und all den anderen Gefahren der Natur.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (3)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Es sind schon komische Vögel, diese Pinguine, die zur Paarung jedes Jahr mehrere Tagesmärsche hinter sich bringen, um dann an immer dem gleichen Ort mit Liebes- und Lockgesängen das Fortpflanzungsritual einzuläuten. Der französische Biologe und Filmemacher Luc Jacquet dokumentiert ein Jahr im Leben der schwarz-weißen Gestalten und trifft voll ins Schwarze. In USA überholte “Die Reise der Pinguine” mit einem Einspiel von 37,7 Mio. Dollar Michael Moores “Bowling For Columbine” und wurde damit nach “Fahrenheit 9/11″ zum zweiterfolgreichsten Dokumentarfilm aller Zeiten. Auch bei uns sollte das Abenteuer im ewigen Eis die Klagen vom schlechten Kinojahr vergessen lassen.

    Ihr Körper wirkt raketenähnlich, der Rücken ist schwarz, der Bauch weiß, sie haben Flügel und können doch nicht fliegen. Pinguine sind im kalten Wasser und auf dem Eis zu Hause. Am Rande der Antarktis beobachtete Luc Jacquet über ein Jahr die großen Kaiserpinguine in Kolonien von 6000 bis 8000 Tieren. Die ersten Bilder zeigen sie in den Gewässern tauchend, Krill, Tinten- und andere Fische jagend. Eine Mastkur, so scheint es. Ende März macht sich Unruhe breit. Während das Meer zufriert, zieht eine riesige Karawane los, stolze Wesen im Frack vom Südpol auf dem Weg ins Nirgendwo. Mal rutschen sie auf dem Bauch dahin, dann wieder marschieren sie majestätisch vorwärts. Weit entfernt von ihrem eigentlichen Element dem Meer treibt es sie zur Balz an die Brutplätze, hart an der Grenze zum Tod. Klirrende Kälte von 40 Grad und Schneestürme können sie nicht vom Ziel abhalten.

    Was die Kamera von Laurent Chalet und Jérome Maison an brillanten Bildkompositionen liefert und von drei Sprechern aus der Pinguin-Perspektive erzählt wird, steigert sich zum einzigartigen Kinoerlebnis (geplant war “nur” eine TV-Doku). Ganz nah am Geschehen verfolgt man mit großen Augen wie Liebeslieder die Weibchen willig machen, Paare im Takt miteinander “tanzen” und sich immer in Treue wiederfinden. Spannend wird es, wenn das Weibchen nach dem Honeymoon das Ei ablegt und es millimeterweise mit dem Schnabel dem Männchen zum Ausbrüten unters Fell auf die Füße hinschiebt. Der Vater in spe muss jetzt 60 Tage ausharren, während die Mutter gen Meer zieht, um Nahrung für Erzeuger und Nachwuchs zu holen. Luc Jacquet verfolgt ihre Odyssee und parallel das Schlüpfen der Küken, deren ersten Gehversuche, die Wiederkehr der Weibchen mit Futter im Gepäck, den Küken-Kindergarten, Aufbruch der Väter ans Meer, ihre gefährliche Reise und die Rückkehr mit neuen Leckereien. Die Eltern wechseln sich solange mit den Wanderungen ab, bis die Jungen sich selbst versorgen können. Selten wurde der faszinierende Kreislauf von Leben und Tod – viele der Jung- und Alttiere sterben – so spektakulär dargestellt (weitere Informationen und Illustrationen bietet das gleichnamige Buch zum Film, erschienen im Gerstenberg-Verlag, ISBN 3-8067-5097-1, Euro 12,90).

    Der Lebenszyklus der Kaiserpinguine – ein atemberaubendes Abenteuer und eine herzerwärmenden Hymne an das (Über)Leben. Die 80minütige Doku (entstanden aus 120 Stunden Material) entführt auf einen märchenhaften und dennoch realistischen Trip, bei dem es aufgrund des Sympathie-Faktors der Pinguine stark “menschelt”. Ein einzigartiges und anrührendes Naturschauspiel mit sensationellem Schauwert. mk.

Darsteller und Crew

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