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Die Regeln des Spiels - Rules of Attraction (2002)

Originaltitel: The Rules of Attraction
Die Regeln des Spiels - Rules of Attraction Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Regeln des Spiels - Rules of Attraction: Handwerklich brillante Verfilmung des satirischen Bestsellers von Bret Easton Ellis über überprivilegierte College-Kids im Sex -, Drogen- und Partyrausch.

Sean Bateman (James Van der Beek) ist Nobelstudent am renommierten Camden College und Bruder eines Serienkillers, der sich als “Wall-Street-Ripper” einen Namen gemacht hat. Seans einzige Ziele: Drogen konsumieren und willige Kommilitoninnen von ihrer Jungfernschaft befreien. Die meisten seiner Freunde, darunter der ewig in den Falschen verliebte Paul (Ian Somerhalder) und die zarte Lauren (Shannyn Sossamon), denken ähnlich. Daran kann auch der irgendwann anstehende “Ernst des Lebens” wenig ändern…

Roger Avary

Am renommierten Camden College in New England treffen sich die reichen und gelangweilten Kinder der Wohlstandsgesellschaft: der misanthropische Kokser Sean, der intelligente und schwule Zyniker Paul und die zerbrechliche und jungfräuliche Lauren. Als die Drei aufeinanderprallen, ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten für sexuelle Misskommunikation, Drogenkonsum und Gefühlschaos.

Am edlen Camden College in New England tummelt sich eine illustre Horde gelangweilter, notgeiler und dauer-bedröhnter Kids, die den Bezug zum Dasein und zu sich selbst völlig verloren haben. Darunter Ladykiller Sean, der in der träumerischen (Jungfrau!) Lauren plötzlich unerwartet seine Traumfrau entdeckt. Die aber bewegt sich im falschen Freundeskreis und droht jeden Augenblick, selbst abzustürzen. Dritter im Bunde ist der zynische, bisexuelle Paul, Laurens Ex, der sich dummerweise in Beau Sean verguckt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Über zehn Jahre arbeitete Roger Avary (“Killing Zoe”, ausgezeichnet mit einem Oscar als Koautor von Quentin Tarantinos “Pulp Fiction”) an einer Rezeptur für die Adaption von Bret Easton Ellis’ zweiten Roman. Ohne an Glaubwürdigkeit einzubüßen, verlegte Avary die in den achtziger Jahren angesiedelte nihilistische Betrachtung einer moralisch bankrotten und unter den selbst auferlegten Zwängen von Materialismus und Coolness leidenden Gesellschaft in eine zeitlose Gegenwart. Ironisch distanziert, handwerklich brillant und mit effektiven, erzählerischen Tricks findet der ambitionierte Regisseur eine der Vorlage adäquate filmische Sprache, die jedoch manchmal die nötige Prise Zynismus vermissen lässt.

    Dank seiner spitzen Feder zählt Ellis seit den achtziger Jahren zu den kompromisslosesten und provozierendsten Chronisten aktueller gesellschaftlicher Zustände. Seine Bestseller halten den immer gleichen reichen und gelangweilten Charakteren die Treue: So machen wir in der aktuellen Verfilmung mit Sean Bekanntschaft, dem kleinen Bruder des monströsen “American Psycho” Patrick Bateman, dem Mary Harron 2000 mit Christian Bale in der Hauptrolle ein Denkmal setzte. Und in Avarys bereits geplanter Adaption von Ellis’ bislang letztem Roman “Glamorama” wird Seans Freund Victor – hier noch in einer Nebenrolle – das Wort ergreifen.

    Sowohl Victor (Kip Pardue) als auch Sean (James Van der Beek) gehören zur Generation äußerst überprivilegierter Studenten am äußerst renommierten Camden College in New England, wo Drogen und Sex billiger als umsonst oder auch für “Less Than Zero” zu haben sind und lediglich der Kompensation einer immensen emotionalen Leere dienen. Für den oberflächlichen, gewissenlosen Sean besteht das so von allen moralischen und sexuellen Regeln befreite Studentendasein aus nichts als Ficks und Manipulation; dem schwulen, hochintelligenten Zyniker Paul (Ian Somerhalder) liefert das ewige Verliebtsein in den Falschen derweil den alltäglichen Kick, und die zerbrechliche, jungfräuliche Lauren (Shannyn Sossamon), die eigentlich auf den Richtigen wartet, schliddert auf ihrem Skateboard mit Vorliebe an den Abgrund von Camdens sozialem Universum, das seinen Namen kaum verdient. Aus dem Zusammenprall der Drei ergeben sich wunderbare Möglichkeiten für sexuelle Misskommunikation, weiteren Drogenkonsum und ein Gefühlschaos von noch erheblicherem Ausmaß. Hinzu kommen unter anderem: pillenpoppende Mamas (Faye Dunaway und Swoosie Kurtz), eine nymphomane Mitbewohnerin (Jessica Biel), diverse ungehaltene Drogendealer und eine verschmähte Geliebte mit Selbstmörderinnen-Potential (Kate Bosworth), für die sich der Reigen von der “End of the World Party” über die “Pre-Saturday Night Party” bis zur “Dress to Get Screwed Party” und wieder zurück dreht.

    Hierhin wie dorthin spult Avary das gefilmte Material, lässt das sinnentleerte, exzessive Campus-Leben auf der Stelle treten und seinen innovativen Ideen freien Lauf. Bei der ersten zufälligen Begegnung von Sean und Lauren wird die Leinwand gesplittet, in einer anderen nicht weniger charmanten Sequenz trifft ein digitales Videotagebuch von Victors Europa-Reise als Collage aus lautem Sound, Bild und Kommentar ziemlich genau Ellis’ zugedröhnten Tonfall. Auf der inhaltlichen Ebene verzichtet Avary auf einige Subplots und Subtexte der Vorlage: Die wesentliche und von Ellis wunderbar zweideutig angelegten Liaisons Dangereuses zwischen Sean, Patrick und Lauren verschenkt das Drehbuch zu Gunsten vorbeiziehender Flirts und eines bedauerlich konservativen/heterosexuellen Interesses. Seinen bestechenden Reiz und seine Ironie gewinnt der Film eher mit der Attraktivität seiner Darsteller, die ein Klassentreffen von “Jugendikonen” der achtziger Jahre (Eric Stoltz als kiffender Tutor) und TV-Serien wie “Dawson’s Creek” (Van Der Beek), “Wunderbare Jahre” (Fred Savage mit einem kultverdächtigen Kurzauftritt als weggetretener Junkie) oder “Eine himmlische Familie” (Jessica Biel) feiern. Alle Gäste dieser Party sehen in erster Linie beeindruckend gut und gelangweilt aus und befolgen damit sicher die wichtigste Regel in Ellis’ attraktivem Universum, das eine darüber hinausgehende Personalisierung verbietet. Vielleicht lässt der Film letzten Endes aber gerade deshalb den Zuschauer trotz Tempo, Raffinesse und einem fabelhaften Soundtrack so kalt, wie alles andere als das eigene Ego die unberührbaren Brüder Bateman.cm.

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