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Die Qual der Wahl (2012) Film merken

Originaltitel: The Campaign
Die Qual der Wahl Poster
 

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Filmhandlung und Hintergrund

Die Qual der Wahl: Albern-satirische Komödie um zwei rivalisierende Kongresskandidaten - gespielt von den Comedy-Assen Will Ferrell und Zach Galifianakis.

Der strohdoofe Kongressabgeordnete Cam Brady aus North Carolina tritt zunächst ohne Gegenkandidat zur Wiederwahl an. Doch da er seine geldgebenden Drahtzieher im Hintergrund mit seinen andauernden Skandalen verärgert hat, finanzieren sie nun den supernaiven Familienvater Marty Huggins. Nach einem -Makeover mausert sich Marty zum respektablen Opponenten, der mit Cam eine erbitterte Schlammschacht führt. Dabei sind weder Babys noch Schoßhunde sicher, und selbst ein “Jagdunfall” und ein Sex-Video stehen auf dem Possenspiel-Plan.

Ein selbstgefälliger Kongressabgeordneter erhält im Wahlkampf wider Erwarten Konkurrenz von einem tumben Famiienvater. Albern-satirische Politkomödie vom Regisseur von “Austin Powers” – gespielt von den Comedy-Assen Will Ferrell und Zach Galifianakis.

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Kritikerrezensionen

  • Topaktuell und traurigerweise realer, als man vielleicht meint: Diese Parodie nimmt den Wahlkampfwahn der USA locker-flockig auf die Schippe.
  • Parallel zum US-Präsidentschafts-Wahlkampf fechten Will Ferrell (“Anchorman”) und Zach Galifianakis (“Hangover”-Filme) in dieser krude-kratzbürstigen Politsatire ein ausufernd albernes Komiker-Duell aus.

    Regisseur Jay Roach (“Austin Powers”- und “Meine Braut, ihr..”-Reihe) zeigt sich erfahren, hat er doch erst vor kurzem den Kabel-TV-Film “Game Change” über den erfolglosen Wahlkampf von Barack Obamas Gegner aus dem Jahr 2008, John McCain und seiner VP-Kandidatin Sarah Palin, abgedreht. Diesmal betreibt Roach jedoch keine authentische Geschichtsaufarbeitung, sondern befasst sich nach einem sarkastisch witzelnden Drehbuch von Chris Henchy (Ferrell-Komödie “Die etwas anderen Cops”) und Shawn Harwell mit dem fiktiven Wahlkampf zwischen zwei Kandidaten für einen Kongressabgeordnetensitz. Dabei setzen die Filmemacher neben breit austeilendem Slapstick auf einige derb-deftige Bad-Taste-Einlagen, allerlei schelmisch-abstruse Dialoge und jede Menge grotesk-unsinnige Situationskomik. So wird genau das geboten, was sowohl Ferrells als auch Galifianakis stetig wachsende Fangemeinde von den Komikern erwarten. Dabei spielen beide jeweils eine nur geringfügige Variante ihres angestammten Rollentypus: Ferrell mimt einen selbstverliebten Schnösel, der seine eigene Peinlichkeit partout nicht erkennt, wohingegen Galifianakis, wie etwa auch in “Stichtag”, einen schrulligen Verlierertypen mit bizarren Manierismen spielt, der sich seiner Lächerlichkeit sehr wohl bewusst ist. Als Komiker-Kombo sind sie durchaus amüsant, auch wenn es der Politfarce an scharfzüngiger Cleverness im Stil von “Bulworth” oder “Wag the Dog” etwas mangelt.

    Zur Story: Der strohdoofe Kongressabgeordnete Cam Brady (Ferrell) aus North Carolina tritt zunächst ohne Gegenkandidat zur Wiederwahl an. Doch da er seine geldgebenden Drahtzieher im Hintergrund (Dan Aykroyd und John Lithgow als Parodie der erzkonservativen Wahlspender David und Charles Koch) mit seinen andauernden Skandalen verärgert hat, finanzieren sie nun den supernaiven Familienvater Marty Huggins (Galifianakis). Mit Hilfe eines skrupellosen Wahlkampfmanagers (Dylan McDermott) bekommt der spießig-brave Tourismusbüroleiter Marty ein Makeover verpasst, das ihn nicht nur äußerlich verändert, sondern den arglos-unschuldigen Jedermann in eine (relativ) redegewandte Politmarionette verwandelt. So mausert er sich zum respektablen Opponenten, der mit Cam eine erbitterte Schlammschacht führt. Dabei sind weder Babys noch Schoßhunde sicher, und selbst ein “Jagdunfall” und ein Sex-Video stehen auf dem Possenspiel-Plan. Doch schließlich erfahren beide Kandidaten eine Läuterung und im Stil von Frank Capras Klassiker “Mr. Smith Goes to Washington” wird das korrupte System entlarvt und ein inspirierender Neubeginn eingeleitet. Damit schließt “The Campaign” mit einer positiven Note und Fans beider Komiker werden an der Kinokasse solide für sie abstimmen. ara.
  • Die satirische Komödie "Die Qual der Wahl" von Regisseur Jay Roach ("Meine Braut, ihr Vater und ich") kommt nicht zufällig während der heißen Phase des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs 2012 in die Kinos. Sie soll nach dem Willen ihrer Macher die von patriotischen Slogans und Werbespots ermüdeten Wähler aufheitern. Und gleichzeitig die sonderbaren Blüten, die der stark personalisierte amerikanische Wahlkampf hervorbringen kann, besonders grell sprießen lassen. Die beiden Komiker Will Ferrell ("Stiefbrüder") und Zach Galifianakis ("Hangover") ziehen als rivalisierende Kandidaten für den Kongress in einen zunehmend enthemmten Wettkampf mit dem Ziel, den Gegner moralisch vollkommen zu ruinieren.

    Der demokratische Abgeordnete Cam Brady ist ein alter Hase im Politgeschäft. Sein Slogan lautet "Amerika, Jesus, Freiheit!" Es bekümmert ihn keineswegs, dass er nicht weiß, was damit gemeint ist. Bradys Interessen liegen mehr beim anderen Geschlecht - ein Talent, das er für einen wirklich freizügigen Wahlwerbespot nutzen will. Marty Huggins jedoch, der unbedarfte Strickjackenträger mit null Erfahrung im Politzirkus, wird ein schlagkräftiger Gegner. Denn hinter ihm steht der Berater Tim Wattley (Dylan McDermott) und der weiß, wie gut es sich für Marty auswirkt, wenn er Cam Brady als betrunkenen Autofahrer, lieblosen Vater und als Kommunisten entlarvt.

    Die bissige Komödie zieht nicht nur die Abhängigkeit von Geldgebern und die leeren Versprechen im Wahlkampf durch den Kakao. Sie weidet auch auf sonstigen Feldern moralischer Verlogenheit. Wenn Cam Brady und seine ehrgeizige Frau Rose (Katherine LaNasa) beim Abendessen mal wieder Klartext miteinander sprechen müssen, befehlen sie den Kindern, ihre unschuldigen Ohren durch Musikberieselung zu schützen.

    Die Geschichte wartet mit blitzschnellen Wendungen auf, die auch das Wahlvolk als leicht manipulierbar vorführen. Denn das Publikum der Streitgespräche von Cam Brady und Marty Huggins applaudiert mal hier und dann wieder da, bereit, alles Mögliche zu glauben. So können dann auch die Zuschauer in den satirischen Spiegel blicken.

    Fazit: Die bissige Politkomödie "Die Qual der Wahl" lässt kein Fettnäpfchen aus, wenn sich ihre von Will Ferrell und Zach Galifianakis gespielten Kandidaten öffentlich fertigmachen.
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