Die Prophezeiung (2000)

Originaltitel: Bless the Child
Die Prophezeiung Poster
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 1
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 2

Filmhandlung und Hintergrund

Die Prophezeiung: Mit Bibelzitaten gespickter, spiritueller Horror-Thriller um eine teuflische Verschwörung und ein Jesus-ähnliches Kind.

Krankenschwester Maggie zieht das Kind ihrer Junkie-Schwester Jenna wie ihr eigenes groß. Als Sechsjährige demonstriert Cody magische Fähigkeiten. Gleichzeitig halten rituelle Morde an Kindern mit dem gleichen Geburtsdatum wie Cody die Stadt in Atem. Dann taucht auch noch Jenna wieder auf, inzwischen mit einem Sektenführer verheiratet, und fordert das Kind zurück.

Die alleinstehende Krankenschwester Maggie aus Brooklyn erhält überraschend Besuch von ihrer heroinsüchtigen Schwester Jenna, die eben erst Mutter wurde. Kurz darauf ist Jenna wieder verschwunden, worauf sich Maggie fortan um Tochter Cody kümmert. Cody wächst behütet auf, zeigt aber scheinbar Anzeichen von Autismus. Als sie 6 ist, steht Jenna wieder auf der Matte und fordert Cody zurück. In ihrer Begleitung: ein höchst suspekter Sektenführer, gegen den das FBI wegen Kindsmordes ermittelt. Es stellt sich heraus, das Cody etwas ganz besonderes ist.

Maggie zieht die Tochter ihrer Junkie-Schwester Jenna groß. Als Sechsjährige demonstriert Cody beunruhigende magische Fähigkeiten. Rituelle Morde an Kindern mit dem gleichen Geburtsdatum wie Cody halten die Stadt in Atem. O8/15-Okkultthriller.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Von der Story her erscheint der Horror-Thriller "Die Prophezeiung" wie eine düstere Mischung aus "Das Omen", "Rosemaries Baby" und "End of Days". Im Endeffekt ist der Film jedoch nicht mehr als purer Stuss, zu dämlich und klischeehaft wirkt die Konstellation. Da haben wir eine ungläubige Krankenschwester, die über ihre Probleme nicht hinwegkommt. Ausgerechnet ihr wird der neue Messias zugeschoben.

    Kim Basinger spielt diese Rolle mit penetrant liebevollen Gesichtszügen, von ihrer grandiosen Femme Fatale in "L.A.Confidential" bleibt hier nichts übrig, sie erinnert eher an ein blasses, wenn auch sehr attraktives Hausmütterchen. Dann kommt dieser tolle FBI-Agent, der sich natürlich mit der Materie genau auskennt und der alle hebräischen bis druidischen Schriftzeichen der letzten 100 Millionen Jahre auswendig kann und genau weiß, was sie bedeuten.

    Jimmy Smith müht sich ab, aber die Rolle lässt ihm keine Chance, zu überzeugen. Und der Schurke erst… . Ein verblendeter ehemaliger Kinderstar, der erst zu Drogen griff und hier den Satan fand und sich nun für dessen ausführende Gewalt hält. Rufus Sewell versucht, diabolisch zu wirken und macht sich dabei total lächerlich. Und zum Schluss noch die Gastrolle. Eine verpunkte Christina Ricci gibt den helfenden Rat und wird dafür geköpft. Warum nur hat sie diese blöde Rolle angenommen? Wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben. Die Darsteller fallen jedenfalls auf ganzer Linie durch, woran natürlich auch die schwachen Dialoge mit Schuld sind. Auch der Kurzauftritt von Ian Holm als Priester geht völlig unter.

    Nicht nur, dass die Story blöd ist, der Film ist auch ein typisches Beispiel der verlogenen amerikanischen Mentalität, oder wie kommt es dazu, dass immer wieder darauf hingewiesen wird, dass alle Untergebenen Starks drogensüchtige Wracks sind. Erst Drogen machten sie zum Werkzeug des Teufels, zu kaltblütig mordenden Bestien im Großstadtdschungel.

    Tolle Mentalität, aber glaubt wirklich irgendwer, auch in Amerika, dass der Ausspruch: "Liebe Kinder, lasst die Finger von den Drogen, denn damit verkauft ihr dem Teufel Eure Seele" bei irgendeinem Halbwüchsigen zieht?

    Gemordet wird hier recht effektiv. Dabei frönt Regisseur Chuck Russell aber eher dem blutigen Effekt, als dass die Farbe Rot irgendwie wichtig für die Atmosphäre des Films wäre. Hier wird geköpft und mit Stricknadeln werden Augen ausgestochen. Super.

    Sinn und Verstand geht dem Film so ziemlich ab, wenigstens ist er leidlich spannend. Empfehlen kann man "Die Prophezeiung" unter keinen Umständen: Fans von Kim Basinger, Fans von Christina Ricci, bibeltreuen Christen und anspruchsvollen Cineasten. Wenn Sie aber mal wieder einen richtig schlechten Film sehen wollen und zu keiner der oben genannten Kategorien gehören, schauen sie ihn sich ruhig an.

    Fazit: Dämlicher, klischeebeladener Stuss. Nur leidlich spannend und den Wenigsten zu empfehlen.
  • Das Genre des spirituell-religiösen Horrorthrillers scheint dieser Tage nicht gerade mit allzu viel Erfolg gesegnet zu sein, wie die eher bescheidenen Einspielergebnisse von “End of Days” und “Die neunte Pforte” demonstrieren. In die selbe Nische reiht sich auch “Bless The Child” ein, der neben der üblichen Story vom Kampf des göttlich Guten gegen das beelzebubsche Böse von sündhaft schlechten Computereffekten geplagt wird. Dem Protagonistenteam Kim Basinger und der sechsjährigen Holliston Coleman wird daher kaum ein ähnlicher Karriereschub wie dem Gespann Bruce Willis und Haley Joel Osment in “The Sixth Sense” beschert werden.

    Regisseur Chuck Russell, der sein Debüt mit dem dritten Teil der “Nightmare On Elm St.”-Reihe gab und zudem den Jim-Carrey-Hit “Die Maske” und zuletzt “Eraser” mit Arnold Schwarzenegger inszenierte, meldet sich nun nach längerer Funkstille zurück. Unverzagt und ohne viel Gefühl für Erzählrhythmus oder Atmosphäre stürzt er sich sogleich mitten ins Storygestrüpp, das damit beginnt, dass Krankenschwester Maggie O’Connor (Basinger) im Bus von einer neuerlichen Betlehems-Stern-Prophezeihung informiert wird. Prompt wartet vor ihrer Tür ihre verwahrloste Junkieschwester Jenna, die sie seit Jahren nicht gesehen hat. Sie lässt ihr neugeborenes Baby Cody zurück, das die alleinstehende Maggie liebevoll großzieht. Sechs Jahre später besucht das scheinbar autistische Mädchen eine katholische Behindertenschule und legt wundersame Fähigkeiten an den Tag. Sie kann Objekte zum Rotieren bringen und erweckt eine tote Taube wieder zum Leben. Gleichzeitig wird New York von rituellen Kindermorden heimgesucht, die von einer satanischen Sekte ausgeführt werden. Alle Opfer haben eines gemeinsam: das exakt gleiche Geburtsdatum wie Cody. Zudem tritt Jenna, die mittlerweile mit dem undurchsichtigen Kultführer Eric Stark (Rufus Sewell aus “Dark City”) verheiratet ist, auf den Plan und verlangt ihre Tochter zurück. Maggie ahnt zu Recht dämonische Intervention, denn Stark will die messianische Cody auf die Seite des Antichristen ziehen.

    In Nebenrollen agieren Ex-”NYPD”-TV-Detective Jimmy Smits als FBI-Agent und Christina Ricci (“Sleepy Hollow”) als heroinabhängige Kultabtrünnige, die für ihre Warnung buchstäblich einen Kopf kürzer gemacht wird. Beide kommen jedoch relativ wenig zum Einsatz: Wie schon in “Ich träumte von Afrika” steht hauptsächlich eine nicht allzu inspiriert wirkende Kim Basinger im Mittelpunkt. Sie ist es auch, die die teuflischen Visionen sieht, die aus tausenden von Ratten und fliegenden Damönen bestehen. Die Effekte erzielen jedoch statt des vorgesehenen Gruselschauers in erster Linie unfreiwillige Lacher, da sie in ihrer Ausführung kaum TV-Standard überschreiten. Mit 9,1 Mio. Dollar solide auf Platz sieben der US-Charts angelaufen, wird es das bibelzitierende Okkultdrama aus der “Das Omen”-Schule schwer haben, sich am US-Boxoffice durchzusetzen. Für die deutsche Auswertung stehen die Sterne besser. ara.

Darsteller und Crew

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