Die Nacht der lebenden Loser (2004)

Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Nacht der lebenden Loser: Teenager-Horrorkomödie von den Machern von "Feuer, Eis und Dosenbier": Drei Schüler mutieren vorübergehend zu Zombies.

Philip (Tino Mewes), “Wurst” (Manuel Cortez) und Konrad (Thomas Schmieder) gehören als Natural Born Loser nicht eben zu den Coolen und Gefragten an ihrer Schule. Das ändert sich, als die drei nach einem unorthodox ausgeführten Voodoo-Ritual einen fatalen Autounfall erleiden und plötzlich als lebende Tote in der Gerichtsmedizin erwachen. Doch der Schreck ist nur von kurzer Dauer: So ganz ohne Erschöpfung und Schmerzempfinden, dafür aber mit höchster Potenz in jeder Hinsicht und gesundem Appetit auf warmes Fleisch scheinlebt es sich nämlich durchaus angenehm.

Deutscher Teenagerklamauk trifft Zombiehorror in dieser gutgelaunten Genrepersiflage des ehemaligen No-Budget-Horrorschreiners Matthias Dinter (“Feuer, Eis und Dosenbier”).

Eigentlich wollten sie ja nur mit einem Voodoo-Ritual auf einem Friedhof Kurt Cobain zum Leben erwecken. Aber irgendetwas ist dabei schief gegangen: Philip, Wurst und Konrad werden über Nacht zu Zombies. Und das sieht so aus: Der sonst eher brave Konrad entwickelt einen unkontrollierbareren Hunger auf Menschenfleisch, der schüchterne Phillip verliert seine wertvollsten Körperteile, und der fröhliche Wurst lebt eine plötzlich eintretende Alkohol- und Sexsucht aus. Und bei allem bleibt ihnen nur 36 Stunden, um den Fluch zu brechen.

Nach einer Geisterbeschwörung wachen Philip, Wurst und Konrad im Leichenhaus auf. Schnell steht fest, dass sie offensichtlich das Zeitliche gesegnet haben und nun als Zombies auf Erden wandeln. Das wäre weiter kein Problem, tauchten nicht immer drängendere Komplikationen auf: Wurst etwa entwickelt sich zum Kampftrinker und Sex-Maniac, Konrad frisst aus Rache alle früheren Rivalen auf und Philipp vermisst immer mehr wichtige Körperteile. Glücklicherweise hat die süße Rebecca Ahnung von schwarzer Magie.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • “Spaß muss sein” lautet auch weiterhin die Devise des Münchner Produzenten-Gespanns Hofmann & Voges. Nach gemischten Box-Office-Resultaten von “Feuer, Eis & Dosenbier” und “Der letzte Lude” möchte man nun mit einer Zombie-Komödie den großen Reibach machen. Und da Constantin mit “Der Untergang” und dem zweiten “Blocksberg” gerade einen Lauf hat, sollte es nicht wundern, wenn auch Matthias Dinters “Die Nacht der lebenden Loser” recht ordentlich an der Kinokasse abschneidet.

    Einst verdiente er sich als Drehbuchautor von Komödien (was sonst?) wie Tomy Wigands “Fußball ist unser Leben” oder Peter Thorwarths “Was nicht passt, wird passend gemacht” erste Lorbeeren, jetzt sitzt Matthias Dinter nach “Feuer, Eis & Dosenbier” zum zweiten Mal auf dem Regiestuhl. Dass er mit sichtlichem Spaß und einigem Insider-Wissen an dieses hierzulande selten umgesetzte Sub-Genre herangegangen ist, spürt man denn auch ab der ersten Szene. Für den Schauplatz seiner Story hat sich Dinter, der – natürlich – auch fürs Buch verantwortlich zeichnet, ein Gymnasium, benannt nach dem Nihilisten Nietzsche, ausgesucht. Dort führen die drei liebenswerten Loser Philip (Tino Mewes), Wurst (Manuel Cortez) und Konrad (Thomas Schmieder) ein ziemliches Schattendasein in der Welt ihrer schönen und reichen Mitschüler. Das ändert sich jedoch schlagartig, als sie nach einem kleinen Unfall mit einem Beschwörungsritus, einem Joint und einem hinterhältig im Weg stehenden Baum eines Tages im Leichenschauhaus erwachen. Kurz darauf stellen die Drei überrascht fest, dass sie offensichtlich bereits das Zeitliche gesegnet haben und nun als Zombies auf Erden wandeln. Das wäre für die drei entspannten Jungs weiter kein Problem, gäbe es da nicht immer drängendere Komplikationen: Wurst etwa erfreut sich als Zombie einer unerhört aufnahmefähigen Leber und entwickelt sich zum Sexmonster. Konrad hingegen rächt sich an allen, die ihn jemals geärgert haben, und frisst sie kurzerhand auf. Und da ist auch noch Philip, dem nach und nach einige wichtige Körperteile abhanden kommen. Glücklicherweise verfügt Philips süße Nachbarin Rebecca (Collien Fernandes) über einen guten Draht zur dunklen Seite und weiß, wie man den Fluch wieder rückgängig macht.

    Wer es gerne etwas deftiger mag, der wird diese “Nacht der lebenden Loser” nicht so schnell vergessen. Das heißt, hier soll und darf sich ein überwiegend männliches, junges Publikum, das auf Hollywood-Ware á la “Michael Bays Texas Chainsaw Massacre” steht, amüsieren. Auch wenn die Effekte nicht ganz dem entsprechen, was man aus der Traumfabrik gewohnt ist, sorgen sie doch ebenso für angenehm gruselige Unterhaltung wie der eine oder andere schräge Gag sowie das gut aufgelegte Schauspielensemble um Tino Mewes (“Liegen lernen”) und Viva-Girl Collien Fernandes (“Autobahnraser”). Dass Constantin den Start von “Die Nacht der lebenden Loser” kurzfristig auf den 28. Oktober vorgezogen hat, dürfte kein Nachteil sein. Schließlich folgen kurz darauf Halloween, Feiertage und Ferien, was dem Fan von Streichen untoter Pennäler den Gang ins Kino ungemein erleichtert. lasso.

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