Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers (2008)

Originaltitel: The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor
Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers: Zweite Fortsetzung des Blockbusters "Die Mumie", die ihren Helden Rick O'Connell auf ein episches Abenteuer in China schickt, wo er den von den Toten auferstandenen Han bekämpfen muss.

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gerät das Archäologen-Ehepaar Rick (Brendan Fraser) und Evelyn O’Connell (Maria Bello) bei einer Mission für die britische Regierung in Shanghai in eine politische Verschwörung. Was ihr nunmehr erwachsener Sohn Alex (Luke Ford) jedoch entdeckt, ist weit schlimmer: Am Grab des Drachenkaisers Han (Jet Li) kündigt sich eine Wiederauferstehung an. Der vor 2000 Jahren besiegte Wüstling will mit 10.000 Mumien China erobern.

Der dritte Teil der jüngst zu neuem Blockbuster-Leben erweckten “Mumien”-Reihe entwickelt die charmante Abenteuer-Saga weiter. Rob Cohen (“xXx – Triple X”) setzt auf actionreiches, aufwändiges und furioses Indiana-Jones-Feeling mit internationaler Starbesetzung.

2000 Jahre sind vergangen, seitdem der unbarmherzige Drachenkaiser Han und seine 10.000 ihm treu ergebenen Krieger von einer Zauberin besiegt wurden und seither als Mumien auf ihre Wiederauferstehung warten. Der junge Abenteurer Alex O’Connell fällt bei seinen Forschungen in China auf einen Trick herein und holt Han und seine Armee von Terrakotta-Kriegern in die Welt der Lebenden zurück, wo sie sofort daran arbeiten, die Weltherrschaft zu erlangen. In seiner Verzweiflung wendet sich Alex an die beiden einzigen Menschen, die ihm helfen können: seine Eltern Rick und Evelyn.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Gags, Story und Charakterzeichnung befinden sich in guter Gesellschaft: So verstaubt und trocken ist nicht einmal die Mumie selbst.
  • Der effektereiche Mumien-Mummenschanz mit Brendan Fraser als charmantem Indy-Verschnitt erlebt seine nunmehr zweite Wiederauferstehung.

    Fast zehn Jahre ist es her, dass die Original-”Mumie” als bandagierter Bösewicht durch das familentaugliche Actionabenteuer von Stephen Sommers stapfte. Fand das erste Sequel von 2001 ebenfalls vorrangig in Ägypten statt, wurde der Austragungsort nun der diesjährigen Olympischen Spiele entsprechend nach China verlegt. Darüber hinaus tritt Martial-Arts-Superstar Jet Li (“Hero”) als der Drachenkaiser auf, dessen Aufstieg und grausige Untaten im Prolog aus dem Off geschildert werden. Rund 2000 Jahre später, anno 1946, wird seine Grabstätte von dem 20-jährigen Alex O’Connell (Luke Ford) entdeckt. Er ist der Sprössling des Abenteurer-Ehepaars Rick (Fraser) und Evelyn (Mario Bello aus “A History of Violence” ersetzt Oscar-Gewinnerin Rachel Weisz). Sie haben sich von todesmutigen Expeditionen zurückgezogen und sind nun tödlich gelangweilt. Das Angebot, ein historisches Artefakt zurück nach Shanghai zu bringen, ist ihnen daher hochwillkommen. Umgehend ist die gesamte O’Connell-Familie in ein neues aufreibendes Abenteuer verwickelt, bei dem sie sich mit einer mörderischen Mumienbestie und deren Riesenarmee von Terrakotta-Kriegern einen Kampf auf Leben und Tod liefern müssen.

    Das Skript wurde vom “Herbie Fully Loaded”-Autorenteam Alfred Gough und Miles Millar beigesteuert, und auch als Regisseur wurde Sommers abgelöst. Die Inszenierung nahm jetzt der erklärte Asienliebhaber Rob Cohen (“The Fast and the Furious”) vor, wobei er sich vorrangig auf atemlose, häufig hektisch geschnittene Actionszenen konzentriert. Dabei fühlt man sich wie gehabt unweigerlich an “Indiana Jones” erinnert, sei es die Erkundung der mit trickreichen Todesfallen versehenen unterirdischen Grabstätte des Kaiser, die rasante Kutschen- und Oldtimerjagd durch die nächtlichen Straßen Shanghais oder die Reise im klapprigen Propellerflugzeug zum Himalaja. Bodenständige Ballereien gegen menschliche Feinde (Hongkong-Star Anthony Wong Chan Sang aus “Infernal Affairs” als machthungriger Militärgeneral) und computergeneriertes Geistergesocks sind ebenfalls Programm. Damit wird auch das mystische Element abgedeckt, das zudem eine schöne Zauberin (Michelle Yeoh) und ihre holde Tochter (Isabella Leong fungiert als Love Interest für Alex), einen Besuch im fabelschönen Shangri-La und die magischen Kräfte des Drachenkaisers umfasst. Mit aufwändigem Effektezauber werden neben den Horden von kriegslustigen Untoten auch allerhand magische Kreaturen heraufbeschworen, wie imposante Schnee-Yetis und ein Feuer speiender, dreiköpfiger Drache (Cohens “Dragonheart” lässt grüßen). Bei all dem visuellen Spektakel tritt das menschliche Element noch mehr als zuvor in den Hintergrund, so dass die verbalen Volleys oft flach ausfallen und die Chemie zwischen Fraser und Bello nie das angestrebte Tracy-Hepburn-Flair erreicht. Störend wirkt vor allem auch, dass ihr Filmsohn viel zu alt aussieht, um auch nur halbwegs glaubhaft zu sein. Dies erklärt sich damit, dass Ford angeblich la Shia LaBoeuf in einem womöglichen nächsten Teil die Franchise von seinem Filmvater übernehmen soll. Insgesamt wird zerstreuende Popcorn-Unterhaltung mit opulenten Schauwerten geboten, die gerade im asiatischen Großraum mächtig abräumen wird. ara.
  • In Zeiten einer Wiederbelebung von Indiana Jones war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich eine neue Mumie finden ließ, die ebenfalls nach Wiedererweckung lechzte und da bereits die ersten beiden Mumien-Teile eher durch Trash als durch tatsächliche filmische Qualität bestachen, stellt wohl niemand besonders hohe Ansprüche an das zweite Sequel. Aber das Ergebnis von „Das Grabmal des Drachenkaiser“ untersteigt doch tatsächlich auch den letzten niedrigen Anspruch.

    Die Handlung wirkt wie an den Haaren herbei gezogen. Eine Mumie, die untersterblich werden will – seit wann sind Untote sterblich? Und wie hat man sich speziell das mit dem Dolch vorzustellen? Die angeblich einzige Waffe, mit der man den Drachenkaiser besiegen kann, weil Zauberin Zi Yuan das in grauer Vorzeit so veranlasst hat. Heißt das, sie hat sich eines Abends mit dem Dolch an der Hand, ausgerüstet mit diversen Wässerchen und Pülverchen in ihre Zauberkammer oder an die Quelle Shangri-Las verzogen und eine ganz bestimmte Beschwörungsformel ausgesprochen? Die Rebellionsphase, in der Alex steckt, kommt im Alter von 21 Jahren ein bisschen spät. Was zwar irgendwie noch nachvollziehbar ist, aber das Minidrama, das drumrum inszeniert wird, von wegen: „Wenn sie nichts unternehmen, verlieren wir unseren Sohn!“, ist vollkommen überflüssig.

    Beinahe jeder Szene ist die CGI-Bearbeitung anzumerken. Der grotesk anmutenden Massenkampfszene zwischen den Skelettkriegern und der Terrakotta-Armee des Kaisers verhilft das aber auch nicht zu mehr Qualität. Knochen gegen Ton bleibt unfreiwillig komisch, erst recht wenn diese Materialien sich bewegen. Die Skelettkrieger setzen sich übrigens aus den toten Feinden des Drachenkaisers zusammen, die angeblich während des Baus in die chinesische Mauer mit eingearbeitet wurden und nun durch Zi Yuan zu Hilfe gerufen werden

    Mit Dialogenpassagen wie: „Wo kommen denn die Schneemänner her?“ – „Die Tibeter nennen sie Yetis“ ist heutzutage auch niemand mehr hinter dem Ofen vorzulocken. Das größte Eigentor allerdings schoss sich Regisseur Rob Cohen mit der Besetzung der Evelyn O´Connell durch Maria Bello. Angeblich habe Rachel Weisz die Rolle abgelehnt, weil die Dreharbeiten für die junge Mutter zu lang und zu anstrengend gewesen wären. In Wirklichkeit hat die mittlerweile Oascarpreisträgerin wohl rechtzeitig erkannt, dass es ihrer Karriere zuträglicher wäre, auf diese Produktion und somit viel Geld zu verzichten. Die sonst so talentierte Maria Bello zeigt zwar auch hier solide Schauspielkunst, die Chemie zwischen Fraser und ihr – falls man das überhaupt so bezeichnen kann – ist allerdings eine ganz andere, Evelyn O´Connell ist plötzlich eine ganz andere und um ein Vieles weniger charmant als sie es durch die Darstellung von Rachel Weisz war. Der Vorwurf geht dabei aber nicht an Bello, denn jeder andere Ersatz wäre kein würdiger gewesen. Jet Li als Drachenkaiser zu besetzen ist ebenfalls eine Vergeudung. In den meisten Szenen tritt er nicht als er selbst, sondern nur seine Terrakotta-Kopie auf, die deutlich nicht so bewegungsfrei ist, wie der Martial-Arts-Star, was eine ausgiebige Demonstration seines Kampfsporttalents verhindert.

    Fazit: Bestenfalls stupides Popcorn-Kino, das auch Frasers komödiantisches Talent nicht aufwerten kann.
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