Die Melodie des Meeres (2014)

Originaltitel: Song of the Sea
Die Melodie des Meeres Poster
Userwertung (7)
  1. Ø 4.6
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 3.6

Filmhandlung und Hintergrund

Die Melodie des Meeres: Märchenhaftes Animationsabenteuer um Bruder und Schwester, die die magische Welt retten wollen.

Saoirse (im Original von Lucy O'Connell gesprochen) und ihr großer Bruder Ben (David Rawle) leben gemeinsam mit ihrem wortkargen Vater Conor (Brendan Gleeson) in einem Leuchtturm nahe der irischen Küste. In der Nacht als Saoirse auf die Welt kam, ist ihre Mutter Bronach (Lisa Hannigan) plötzlich und unerwartet verschwunden. Nur ein Muschelhorn und die märchenhaften Geschichten über Eulenhexen und andere Feenwesen, die sie Ben erzählt hat, als er noch klein war, sind der kleinen Familie geblieben. Auch sechs Jahre später hat Conor den Verlust noch nicht überwunden. Saoirse hat bisher kein Wort gesprochen und wird obendrein von ihrem Bruder für das Verschwinden ihrer Mutter verantwortlich gemacht. Da ihre Großmutter (Fionnula Flanagan) Zweifel hat, ob die Geschwister in dem alten Leuchtturm wirklich gut aufgehoben sind, will sie die Kinder zur Sicherheit mit in die Stadt nehmen. Ben ist damit ganz und gar nicht einverstanden, schließlich bedeutet das auch, dass er seinen geliebten Hund Cú zurücklassen muss. Schon in der ersten Nacht schleicht er sich heimlich davon und macht sich auf den Weg zurück zur Küste. Auch Saoirse ergreift bald die Sehnsucht nach dem Meer und sie schließt sich ihrem Bruder an und die beiden machen sich gemeinsam auf die abenteuerliche Reise nach Hause. Dabei machen die Kinder schon bald eine unglaubliche Entdeckung: Als sie von drei merkwürdigen Feen entführt werden, stellt sich heraus, dass die Erzählungen und Lieder ihrer Mutter nicht einfach nur Legenden sind. Saoirse ist in Wahrheit eine der letzten Selkies – Frauen, die im Wasser die Gestalt eines Seehundes haben und sich an Land in Menschen verwandeln. Mit Hilfe ihrer Magie soll sie die anderen Feen befreien, die von der bösen Eulenhexe Macha versteinert worden sind.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

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  • In seinem bezaubernden, für den Oscar nominierten Animationsfilm taucht Tomm Moore tief in die keltische Mythologie ein und fasziniert mit einem sehr eigenen Zeichentrickstil.

    Das irische Kino ist nicht unbedingt für seine florierende Animationsfilmindustrie bekannt. Doch seit Tomm Moore mit seinem 2009 gegründeten Studio Cartoon Saloon Filme macht, tut sich was auf der grünen Insel. Sein erstes Werk “Das Geheimnis von Kells” war bereits ein visuell bezauberndes Märchen, das 2010 für den Oscar als bester Animationsfilm nominiert wurde. Diese Ehre wurde nun auch seinem Nachfolger “Die Melodie des Meeres” zuteil. Moores zweiter Film basiert auf einer alten irischen Sage und handelt von den Geschwistern Ben und Saoirse, die mit Hilfe einer magischen Muschel in eine abenteuerliche Geschichte voller Mythen und Fabelwesen eintauchen. Dass sie dort landen, hat auch mit Saoirse zu tun, ist sie doch in Wirklichkeit ein Robbenmädchen, das an Land menschliche Gestalt annimmt. Am Ende muss Saoirse sich entscheiden, ob sie als Mensch an Land oder als Robbe im Meer weiterleben will.

    In “Die Melodie des Meeres” vertraut Moore ganz auf klassische 2D-Animation, der Strich ist einfach und geradlinig, die Hintergründe flach und schnörkellos. Dank der Verwendung von blassen Pastellfarben, bei denen Grau-, Blau- und Grüntöne dominieren, und von runden, weichen Formen, die sich sowohl in den Personen (Augen, Kopf) und Tieren (Robben, Eulen) als auch in der Umgebung (Felsen, Häuserfenster, Kreisverkehr) wiederfinden, erhält der Film seine ganz eigene Note, eine sehr persönliche Handschrift. Unterstützt wird die melancholische Geschichte, an deren Anfang wie bei den großen Vorbildern “Bambi” oder “Heidi” der Verlust der Mutter steht, von einem starken Soundtrack, der zum einen sphärisch anmutende Harmonien, zum anderen typisch irische Folklore-Melodien enthält.

    Wegen seiner komplexen Handlung, der geheimnisvoll-düsteren Grundstimmung und einigen spannenden Sequenzen wie der Angriff der Eulen, dürfte das Werk, das durch seine Detailverliebtheit und Originalität begeistert, allerdings für Kinder im Vorschulalter kaum geeignet sein. Für alle anderen (auch Erwachsene) ist dieser faszinierende Trip zwischen zwei Welten ein visuelles Erlebnis, das so nebenbei auch noch einen tiefen Einblick in die uns fremde keltische Mythologie gewährt. lasso.
  • Visuell grandios, nur die Geschichte wirkt etwas flach. Wie in seinem letzten Film widmet sich Tomm Moore einer irischen Kindergeschichte. Song Of The Sea handelt von der Aufgabe eines Jungen, seine kranke Schwester zu heilen. Technisch ist der Film auf höchstem Niveau. Moore verbindet sehr viel mit wenig , denn seine Figuren sprechen im Grunde nur mit dem Körper. Song Of The Sea ist ein stiller Film, wobei mich diese zurückgenommene Erzählweise teilweise sogar langweilte. Manchmal wirkt die Geschichte so als ob sie aus anderen Märchen geborgt wäre. Es besteht eine gewisse Abhängigkeit zwischen Bens Neugier und der Krankheit seiner Schwester. Nach dem mysteriösen Verschwinden der Mutter sorgen beide füreinander, während der Vater verzweifelt vor sich hin murrt. Es interessiert ihn auch nicht als Ben herausfindet, dass die sich Schwester Saoirse in einen Seehund verwandeln kann (so wie die Legenden des Feenvolkes es beschreiben). Die folgenden Abenteuer der Kinder sind vorbestimmt durch eine Prophezeiung. Schliesslich müssen sie gefangene Fabelwesen aus der Gewalt der bösartigen Gottheit Macha befreien. Im kleinen werden einige sehr schöne Ideen vorgeführt. Oft handelt Ben geradezu exzentrisch (ohne dabei das eigene Märchen zu verraten). Leider sind alle seine Schritte vorausschaubar, worunter die Spannung leidet. Song Of The Sea sieht einzigartig aus. Es scheint als sei die zweidimensionale Ästhetik direkt aus alten Zeichnungen übernommen. Oft kommt der Film auch überaus nett und charmant daher. Ich denke, Moore hat das Zeug zu einem noch wirklich grossen Film!
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    Witzig sind die meisten davon sowieso Aber nur einer kann sich die filmische Krone aufsetzen. Wenn überhaupt....

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