Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen (2003)

Originaltitel: The League of Extraordinary Gentlemen
Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen: Spektakuläre Fantasy-Adaption der Comicserie von Alan Moore, in der die größten Helden der Literaturgeschichte gemeinsam den Kampf gegen das Böse aufnehmen.

Als ein Superbösewicht namens “The Fantom” Ende des 19. Jahrhunderts die Sicherheit des englischen Königinnenreiches bedroht, sammelt der englische Roman-Abenteurer Allan Quatermain (Sean Connery) ausgewählte Freunde des Vaterlands aus der Literatur zur trickreichen Abwehrschlacht. Unter anderem eilen Captain Nemo (Naseeruddin Shah), Dracula-Braut Mina Harker (Peta Wilson), der immergrüne Dorian Grey (Stuart Townsend) und Geheimagent Tom Sawyer (Shane West) zu den Waffen.

Die Comicwelle rollt. Stephen Norrington ließ bereits in “Blade” die Vampire tanzen und erfreut sich bei der Adaption der Bildergeschichten von Alan Moore einer fantastischen Besetzungsliste.

England zur Zeit von Queen Viktoria: Die königliche Regierung befürchtet, dass ein größenwahnsinniger Bösewicht die Weltherrschaft an sich reißen will. Um ihn aufzuhalten, werden die größten Helden der Menschheits- und Literaturgeschichte, einschließlich Allen Quatermain, Dr. Henry Jekyll, Tom Sawyer, Captain Nemo und Dorian Gray zur Hilfe geholt.

Im Großbritannien Königin Viktorias versucht ein maskierter Bösewicht, der sich selbst “Das Phantom” nennt, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Zu diesem Zweck will er den in Venedig stattfindenden politischen Weltgipfel sabotieren und nimmt dafür sogar die vollkommene Zerstörung der Lagunenstadt in Kauf. Ein brisanter Fall für “Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen”, ein Team bestehend aus sieben Superhelden der Literatur- und Menschheitsgeschichte, dem nur 96 Stunden Zeit bleibt, die Katastrophe abzuwenden.

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Kritikerrezensionen

  • Nach “Daredevil” und “X-Men 2″ bringt Fox in diesem Jahr nun schon die dritte Comicadaption in die Kinos. Als Vorlage diente die intelligente und dunkle Comicromanreihe von Allan Moore (“From Hell”), in der eine außergewöhnliche Liga von literarischen Figuren als die verbrechensbekämpfende Vorhut moderner Superhelden fungiert. Sie setzt sich aus alt- und damit vielen jungen Zuschauern womöglich unbekannten Romanhelden von Autoren wie Jules Verne und Oscar Wilde zusammen und wird angeführt von Sean Connery, der hier wieder im Dienste seiner Majestät tätig ist – allerdings nicht als James Bond des 20. Jahrhunderts, sondern als der legendäre Abenteurer Allan Quartermain der viktorianischen Ära anno 1899.

    Es ist kein Geheimnis, dass Connery, der auch als ausführender Produzent auftritt, und Regisseur Stephen Norrington (“Blade”) diverse Meinungsverschiedenheiten hatten. So fehlt der Verfilmung der ausgesprochen vielversprechenden Vorlage trotz zahlloser aufwändiger Effekte, Explosionen und aller Pracht der Ausstattung bisweilen Format und Esprit des Comics. Das macht sich bereits beim Prolog bemerkbar, in dem der maskierte Bösewicht The Fantom eingeführt wird. Mit Hilfe seiner modernen Waffentechnologie, aber ohne viel Suspense, stiftet er in London und Berlin Unheil, um damit die beiden Nationen gegeneinander aufzuhetzen. Daraufhin wird der Afrika-Abenteurer Quartermain (Connery gewohnt kompetent und krustig-lustig in der Rolle des “Indiana Jones”-Vorvaters, die auch schon von Richard Chamberlain übernommen wurde) von M (Richard Roxburgh) rekrutiert, dem Übeltäter im Auftrag der Königin das Handwerk zu legen.

    Mit von der Partie sind des weiteren der visionäre Nautilus-Kapitän Nemo (Naseeruddin Shah aus “Monsoon Wedding”), der ewig junge und unverletzliche Dorian Gray (Stuart Townsend aus “Königin der Verdammten”), die Wissenschaftlerin und Vampirbraut Mina Harker (Peta Wilson aus der TV-Serie “Nikita”), der unsichtbare Mann Rodney Skinner (Tony Curran aus “Blade II”), der amerikanische Secret-Service-Agent Tom Sawyer (Shane West) und Dr. Jekyll bzw. Mr. Hyde (Jason Flemyng macht dank aufgeblasener Effekte dem “Hulk” wutschnaubende Konkurrenz). In der Nautilus (die hier wesentlich schnittiger und bombastischer als in “20.000 Meilen unter dem Meer” ausfällt) begibt sich die Liga nach Venedig, wo das Fantom die Stadt mit einer Sprengstoffkettenreaktion in Schutt und Asche legen will. Unterwegs stellt sich heraus, dass sich ein Verräter unter den neuen Gefährten befinden muss. Dennoch können sie den Plan des Fantoms vereiteln. In seinem Waffenherstellungs-Hauptquartier in der verschneiten Mongolei kommt es zum feurigen Finale.

    Eine Figur nach der anderen darf zumeist mit Hilfe von Computereffekten ihre jeweilige außergewöhnliche Fähigkeit unter Beweis stellen, worauf sich auch die Charakterisierung beschränkt. Das ist bisweilen ausreichend, denn Norrington versieht die entsprechenden Fähigkeiten mit einem verblüffenden Sinn für atemberaubende visuelle Gestaltung. Allerdings wäre es hilfreich gewesen, einen Bösewicht von Format zu entwickeln. Weil das Fantom aber durchschaubar und nicht übermäßig furchterregend ist, bleibt ein Vakuum für einen würdigen Gegenspieler – und damit auch ein gewisser Mangel an Spannung.

    Humor wird mit einigen witzigen Onelinern erzeugt, die die verborgene Klasse dieses pompösen Spektakel verdeutlichen. Die düster-unterbelichteten und mit größter Sorgfalt errichteten Sets von London und Venedig evozieren gekonnt atmosphärisches Comic-Flair, während Kapitän Nemos Bart wohl einem Kostümball entliehen ist. Um eine Posse handelt es sich hier trotz mancher Unausgewogenheit nicht: “Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen” bietet allemal außergewöhnliche Kinomomente. ara.

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