Die Hüter des Lichts (2012)

Filmhandlung und Hintergrund

Das temporeiche und herzerwärmende Fantasy-Animationsabenteuer aus der Dreamworks-Schmiede realisiert einen Glaubenskrieg um Kinderträume.

Actionreich geht es auch in diesem Familienspaß aus dem “Shrek”-Haus Dreamworks Animation zu, wie zuletzt “Drachenzähmen leicht gemacht” nach einer Kinderbuchreihe, diesmal von William Joyce (Vorlage zu “Triff die Robinsons”). Nicht so anarchisch, aber erneut anrührend und, ganz in 3D, rasant bis zum Limit, schickt Regienovize Peter Ramsey Joyces Figuren in die Gegenwart, wo ein heroischer Kampf Gut gegen Böse als fotorealistische und doch magische Superhelden-Animation anhebt. Als Produzenten fungieren Hollywood-Hochkaräter, darunter Guillermo del Toro, was sich in manch erstaunlich düsterer Passage und ausgereiften Fantasy-Gehalt zeigt.

Held ist wieder ein missverstandener Außenseiter, der sympathische Kobold Jack Frost, der, ohne Erinnerung an sein früheres Dasein, 300 Jahre lang seinen Spaß darin findet, mit seinem Zauberstab Schneechaos anzurichten. Allerdings leidet er schwer daran, für Menschen Luft zu sein: Er ist ein Geist, an den keiner glaubt. Ebenso ergeht es Angstexperte Pitch, dem schwarzen Mann, der nun nach der Weltherrschaft greift und Leidensgenossen Jack in luziferische Versuchung führen will. Er sät Alpträume in arme Kinderköpfe, um sich durch deren Furcht zu materialisieren.

Zunächst setzt sich Jack unfreiwillig, dann überzeugt für die Achse des Guten ein: der Weihnachtsmann North – ein Schrank mit süßigkeitssüchtigen Wichteln -, der mannshohe Osterhase Bunny (eine Figur wie aus “Alice im Wunderland”), die liebenswerte Zahnfee samt ihres kolibriartigen Gehilfsgeschwaders und der gnomkleine Sandmann. Sie spüren ihre Kraft schwinden, denn je weniger die Kinder an sie glauben, desto mehr erfüllt sich Pitchs smarter Plan, den seine Alptraumkreaturen ausführen.

Zwar reizt “Rise of the Guardians” alles aus, was perfekt animiertes 3D an schwindelerregenden Flugakrobatik, lustigen Unfällen und Action im Rausch der Rasanz aufzubieten hat, findet aber trotz hohem Tempo einfühlsame Phasen. Und in denen zeigt sich Substanz. Es ist der Spielbergsche Glaube an die Kinderseele, der in visuell erstklassigen winterlichen Landschaften das Herz erwärmt. Das Quartett der Hüter bewahrt (nordamerikanischen) Kindern Wunder, Hoffnung und Träume. Kinderarbeit, Armut und Hunger spielen keine Rolle, hier geht es um die abendländische Mittelklasse, durch die der Geist von Michael Endes “Momo” weht, wenn ein Kampf um unseren Nachwuchs entbrennt, der beim letzten Jungen, der noch an Magie glaubt, gipfelt.

Zwischen zauberhaftem Dekor und in einem breiten Spektrum von Komödie bis Dramatik lernt Rebell Jack Verantwortung und findet im Entdecken von ungeahnten Kräften Identität und Anerkennung der zunächst skeptischen Hüter, die ihn schließlich feierlich aufnehmen. Mag der Spaß auch stets im Vordergrund stehen – und gar die Welt retten -, dahinter ringen Superhelden um die Vorherrschaft, schleudern Blitze wie griechische Titanen und begegnen wie Jedi-Ritter der dunklen Seite der Macht: Ein enthusiastischer, später emotionaler Transfer bewährter Märchenmotive in ein modernes Unterhaltungsgewand, bei dem Weihnachten zu leuchten beginnt. tk.

Seit langer Zeit bewahren die Hüter des Lichts, Weihnachtsmann North, Osterhase Bunny, die Zahnfee und der Sandmann Glaube, Hoffnung und Träume aller Kinder. Dann beginnt ihr Gegenspieler, der bösartige Pitch einen wohldurchdachten Feldzug, pflanzt Alpträume in Kinderköpfe und gewinnt daraus unheimliche Macht. In größter Not wenden sich die Hüter an den spaßorientierten Einzelgänger Jack Frost, der noch gar nicht ahnt, mit was für magischen Kräften er dem Siegeszug von Pitchs finsteren Weltherrschaftsplänen Einhalt gebieten könnte.

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