Die Hitzewelle - Keiner kann entkommen (2008)

Die Hitzewelle - Keiner kann entkommen Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Hitzewelle - Keiner kann entkommen: TV-Katastrophenfilm zum Klimawandel.

Als Deutschland von einer Dürre heimgesucht wird, droht dem Ruhrgebiet der Trinkwasserkollaps: Der größte Ballungsraum Europas ist auf die Ruhr angewiesen, doch dem Fluss geht das Wasser aus. Meteorologin Martina Fechner wird zur Leiterin des Krisenstabs ernannt, muss aber erkennen, dass ihre Mitstreiter die Krise als Chance für die eigene Karriere betrachten. Als dann auch noch hochgiftige Keime in einem Stausee entdeckt werden, droht der Region zudem eine Seuche.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • So haben sie sich das mit dem “Schmelztiegel” im Ruhrgebiet nicht vorgestellt. Wenn Deutschland von einer lang anhaltenden Dürre heimgesucht wird, geht’s zwischen Essen und Dortmund besonders heiß her: Der größte Ballungsraum Europas ist auf die Ruhr und ihre Stauseen angewiesen. Geht dem Fluss das Wasser aus, vertrocknet die gesamte Region.

    Ein heißer und angesichts der diversen Rekordsommer in den letzten Jahren auch höchst brisanter Stoff, der das Zeug zum großen Event-Zweiteiler hätte. “Die Hitzewelle” musste aber offensichtlich deutlich preiswerter ausfallen, und deshalb gibt’s die Waldbrände nur als Meldung in den TV-Nachrichten, eine Demonstration gegen die Wasser Rationierung besteht bloß aus einer kleinen Gruppe, und das unvermeidliche große Sterben reduziert sich auf einen Blick in einen nicht mal überfüllten klimatisierten Raum. Die gestrandeten Containerschiffe im ausgetrockneten Flussbett des Rheins sind allerdings ein imposantes Motiv.

    Trotzdem wirkt der Film realistisch, weil das Drehbuch von Sarah Schnier und Carl-Christian Demke anscheinend auf sorgfältig recherchierten Fakten basiert. Die eigentliche Katastrophe rückt dabei in den Hintergrund, die Geschichte konzentriert sich auf die Figuren. Im Mittelpunkt steht die Meteorologin Martina Fechner (Susanna Simon). Gemäß den Regeln des Genres hat sie das Ungemach kommen sehen, aber niemand wollte ihr glauben. Nun wird sie zur Leiterin des Krisenstabes ernannt, nicht ahnend, dass der ehrgeizige Berater (Martin Lindow) des Ministerpräsidenten sie als wichtigste Figur eines perfiden Plans benutzt. Und noch einer kocht sein eigenes Süppchen: Der Chef des mächtigen regionalen Energieversorgers sieht zunächst gar nicht ein, die Ressourcen des firmeneigenen Stausees zur Verfügung zu stellen. Weil er das Wasser nach Kühlung des Kraftwerks in den See zurückgeleitet hat, sind durch die Erhitzung hochgiftige Keime entstanden; nun droht der Region auch noch eine Seuchengefahr.

    Da Schnier und Demke den Stoff ernst genommen haben, ist “Die Hitzewelle” kaum mit den üblichen Genregeschichten zu vergleichen, bei denen eine dünne Geschichte vor allem Vorwand für packende Effekte ist. Sieht man mal von den völlig verwaisten Autobahnen ab, hat der Film auch kaum spektakuläre Bilder zu bieten. Die gut vierzig Grad äußern sich in von Form von fahlen, ausgewaschenen Farben und eindrucksvollen Schwitzflecken (allerdings nur bei ausgesuchten Personen). Selbst der enorm talentierte Gregor Schnitzler (“Soloalbum”, “Die Wolke”, zuletzt “Ich bin eine Insel”) aber hat es nicht geschafft, aus Susanna Simon eine Heldin zu machen, bei der man mitfiebert. Eher ein Fremdkörper ist daher auch die unvermeidliche Romanze mit Dirk Berger, dem Leiter des Kraftwerkstausees (Johannes Brandrup), der sich allerdings als verheirateter Mann entpuppt. Die Affäre scheint ohnehin nur Vorwand zu sein, damit die Meteorologin gegen Ende, als alles ganz schnell gehen muss, auf die drohende Seuchengefahr aufmerksam wird: Bergers Bruder hat ein Gestüt und holt sich das nötige Wasser aus dem Stausee. Kurz drauf kommen die eben noch fröhlich in der Zisterne planschenden Kinder mit Lungenentzündung ins Krankenhaus. tpg.

Darsteller und Crew

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