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Die Hebamme (2014)

Die Hebamme Poster
Nicht mehr im Kino.
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Kritikerwertung (1)
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Hebamme: TV-Thriller nach dem gleichnamigen Historienroman von Kerstin Cantz.

Die junge Gesa will sich 1799 in Marburg zur Hebamme ausbilden lassen. Im örtlichen Gebärhaus dienen unverheiratete Schwangere angehenden Medizinern als lebende Anschauungsobjekte. Medicus Kilian nimmt in Kauf, dass die Frauen im Verlauf des verzögerten Geburtsvorgangs fast verbluten. Ungleich mehr Philanthropie findet Gesa beim Anatom des Hauses: Clemens Heuser erweist sich seiner grausigen Sammlung zum Trotz als Menschenfreund. Die unfreiwilligen Organspenden stammen von vermeintlichen Selbstmörderinnen, doch Gesa findet raus, dass in Wirklichkeit ein Serienmörder sein Unwesen treibt.

Marburg 1799: Die junge Gesa ist in die Universitätsstadt gekommen, um Hebamme zu werden. Doch die Stadthebamme Elgin Gottschalk, bei der sie in die Lehre gehen möchte, weist die junge Frau zurück. Gesa, fest entschlossen, ihr Ziel trotzdem zu erreichen, bewirbt sich enttäuscht im “Gebärhaus”. Hier entbinden mittellose oder unverheiratete Frauen, während der renommierte Medicus Professor Kilian sie als willkommene Studienobjekte für seine Studenten benutzt. Gesa ist entsetzt über die menschenunwürdigen Praktiken im Gebärhaus. Vertraute findet sie in ihrer fröhlichen Kollegin Lotte und Dr. Clemens Heuser, dem jungen Leiter des anatomischen Institutes. Gesa und Clemens empfinden bald mehr füreinander und planen eine gemeinsame Zukunft. Da macht in Marburg eine furchtbare Nachricht die Runde. Die vermeintliche Selbstmordserie, die die Stadt seit Monaten in Atem hält und Clemens’ Leichensammlung ständig vergrößerte, war offenbar gar keine. Die vielen Toten wurden Opfer eines grausamen Mörders…

TV-Historienthriller nach dem gleichnamigen Bestseller von Kerstin Cantz.

Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Hannu Salonens Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Kerstin Cantz ist eine reizvolle Mischung aus Thriller und Sittengemälde.

    Thorsten Wettcke ist bei seiner Adaption des Buches derart rigoros vorgegangen, dass “Die Hebamme” im Grunde nur noch auf Motiven des historischen Dramas beruht. Atmosphärisch bleibt Hannu Salonens knapp zwei Stunden lange Verfilmung der Vorlage durchaus treu, und auch die Kompetenzstreitigkeiten zwischen Hebammen und Ärzten sind nach wie vor ein Kernelement der Handlung. Dominiert wird sie allerdings durch einen Erzählstrang, der den Film zum Thriller macht: Ein Serienmörder hält die Stadt in Atem, und die ebenso kluge wie mutige Heldin Gesa ist dem Killer näher, als ihr lieb sein kann. Schon der Vorspann lässt keinen Zweifel daran, dass Wettcke und Salonen andere Schwerpunkte setzen als Cantz. Für ein breites Publikum wird genau darin der Reiz bestehen: weil Spannungsspezialist Salonen dank der Bildgestaltung (Wolf Siegelmann) einen fesselnden Krimi gedreht hat. Auch die Balance zwischen den verschiedenen Handlungsebenen ist gelungen: Gesa (Josefine Preuß), die junge Hauptfigur, will sich 1799 in Marburg zur Hebamme ausbilden lassen. Im örtlichen Gebärhaus dienen unverheiratete Schwangere angehenden Medizinern als lebende Anschauungsobjekte. Medicus Kilian (Axel Milberg) nimmt in Kauf, dass die Frauen im Verlauf des verzögerten Geburtsvorgangs fast verbluten. Ungleich mehr Philanthropie findet Gesa beim Anatom des Hauses: Clemens Heuser (Andreas Pietschmann) erweist sich seiner grausigen Sammlung zum Trotz als Menschenfreund. Die unfreiwilligen Organspenden stammen von vermeintlichen Selbstmörderinnen, doch Gesa findet raus, dass in Wirklichkeit ein Serienmörder sein Unwesen treibt. Der Vorlage entsprechend stehen jedoch immer wieder die Geburten im Vordergrund. Auf diese Weise bietet die Geschichte eine reizvolle Mischung aus Leben und Tod. Gerade die fragwürdigen Praktiken des Medicus’, den Axel Milberg mit der provozierenden Selbstherrlichkeit des Medizinpioniers versieht, sind dabei von morbider Faszination. Nicht nur in diesen Szenen hat Ausstatterin Jana Karen erheblichen Anteil an der Glaubwürdigkeit der Filmbilder; auch das Gruselkabinett des Anatoms enthält eine Vielzahl von Kleinodien. Ohnehin schaffen Produktionsdesign, Kamera und Musik (Marcel Barsotti) eine überzeugende Atmosphäre für eine Epoche, in deren Kopf sich die aufklärerische Moderne vollzieht, während die Füße noch im Spätmittelalter stecken. Auch diese Ambiguität macht einen großen Reiz des Films aus. tpg.

Darsteller und Crew

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