Die große Verführung (2003)

Originaltitel: La grande séduction
Die große Verführung Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Die große Verführung: Komödie, in der sich die Bewohner eines kleinen Inseldorfs mit List und Tücke auf die Suche nach einem Arzt machen.

Seit die Fischgründe vor ihrer Küste nicht mehr genug hergeben, leben die Bewohner des einst stolzen Hafendorfes St-Marie-La Mauderne mehr oder minder von der staatlichen Wohlfahrt. Eine neue Fabrik könnte das zum Sterben verurteilte Dörfchen mit neuem Leben erfüllen. Doch das Unternehmen will erst dann investieren, wenn sich auf der Insel auch ein Arzt niederlässt. Mit allen erlaubten und unerlaubten Tricks Versuchen nun die Bewohner von St-Marie-La Mauderne, einen Doktor von den Vorteilen ihrer Gemeinde zu überzeugen.

Landromantik, Gesellschaftssatire und Culture-Clash-Comedy werden effektvoll zu einer liebenswerten und kauzigen Komödie kanadischer Herkunft verbunden.

Die Bewohner des kleinen franko-kanadischen Hafendorfs Sainte-Marie-La-Mauderne haben ein ernsthaftes Problem: Erschöpfte Fischgründe haben sie um ihre Arbeit gebracht, weshalb jetzt sämtliche Fischer von Sozialhilfe leben. Ein Unternehmer würde dem Abhilfe schaffen und eine Fabrik auf der Insel bauen – vorausgesetzt, es findet sich ein Arzt, der sich auf dem gottverlassenen Eiland niederlässt. Der clevere Germain ersinnt darauf einen Trick, um den Kricketfan Dr. Lewis vom Festland zu locken.

Das franko-kanadische Inseldorf Sainte-Marie-La-Mauderne ist am Ende. Die Überfischung hat die Bewohner um ihre Arbeit gebracht, die auf Grund gelaufenen Kutterkapitäne leben jetzt von der Stütze. Das könnte sich ändern, würde ein Unternehmer eine Fabrik bauen. Der wäre dazu auch bereit, aber nur wenn sich ein Arzt auf dem Eiland niederließe. Ein waghalsiger, an die Streiche der Schildbürger erinnernder Plan wird ausgeheckt, der dem Kricketfan und Schönheitschirurgen Dr. Lewis den Umzug schmackhaft machen könnte.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die kleine Fischerinsel Sainte-Marie-La-Mauderne hat schon bessere Zeiten gesehen. Die Fischgründe sind leer, die Männer arbeitslos. Die Wende könnte der Bau einer Fabrik bringen. Aber der Unternehmer will nur investieren, wenn sich ein Arzt auf dem Eiland niederlässt. Und das Wunder wird wahr: mit List und Tücke gewinnen die Dörfler einen jungen Mediziner und sichern damit die Zukunft ihres Ortes.

    Fast märchenhaft wirkt die Rückblende am Anfang. Da ist noch Leben unter den Dächern, gellen Lustschreie durch die Nacht, amüsieren sich Männlein und Weiblein beim Tanz. Doch dieses Glück ist Vergangenheit. Inzwischen leben die Fischer von der Stütze, nur noch die Postbeamtin, der Bankdirektor und der Wirt haben Arbeit – vor allem nach Eintreffen der Sozialhilfeschecks. In den Ehen kriselt es, wer noch jung und gesund ist, zieht in die Stadt, der Rest erträgt das Schicksal brummelnd. Erst die geplante Fabrik bringt Hoffnung. Leider verlangt der Unternehmer nicht nur Schmiergeld, sondern einen ortsansässigen Arzt. Der alte Germain nimmt das Heft in die Hand und sorgt dafür, dass ein junger Schönheitschirurg für einen Monat die Versorgung auf Probe übernimmt. Gemeinsam mit den Dörflern entwickelt er eine ausgeklügelte Verführungs-Taktik, den hippen Doktor zu halten. Das Wie der wird zu einer Kette von Absurditäten und Schlitzohrigkeiten, die die Lachmuskeln bis zum Gehtnichtmehr kitzeln. Um zu wissen, was der Neu-Insulaner mag, hören die Leutchen sein Telefon ab. Als herauskommt, dass er ein Kricketfan ist, bauen sie eine Mannschaft auf, die Null Ahnung vom Spiel hat, servieren sein Lieblingsgericht im Wirtshaus, sorgen mit einem gefrorenen Fisch für Angelerfolg und die missverständliche Nachricht, er liebe Frauenfüße, führt dazu, dass die weibliche Bevölkerung ihm sämtliche Zehen entgegenstreckt. Ganz abgesehen davon, dass man Krankheiten erfindet, um den Weißkittel bei der beruflichen Ehre zu packen. Auch wenn das Lügengebäude am Ende krachend einstürzt – ein Happy End ist garantiert.

    Der bittere Realismus von “Montags in der Sonne” weicht hier einer warmherzigen Märchenhaftigkeit, die u.a. mit dem Publikumspreis Weltkino in Sudance belohnt wurde. Für Regisseur Jean-Francois Pouliot handelt der Film, der irgendwo im Nirgendwo spielt, vom “Verlassensein, Schande und Würde”. Das skurrile Personal, allen voran ein unrasierter Raymond Bouchard als aktive Hauptfigur, erinnert in seiner sanften Naivität und gerissenen Bauernschläue an bayerische Valentin-Figuren. Die kanadische Komödie, die in Quebec mehr einspielte als “Herr der Ringe” und “Matrix Reloaded” weckt gleichzeitig Assoziationen an britische Humor-Tradition und Bill Forsyths “Local Hero”. Für Liebhaber knochentrockenen Witzes ein fulminantes Vergnügen. mk.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • good! movies: "Die Große Verführung"

    Das neue Label “good! movies” (wir berichteten) hat die kanadisch-französische Komödie “Die Große Verführung” auf DVD angekündigt. Im Oktober erscheint zuerst die Leih-, im November dann die Kauf-DVD. Der Film lief im Dezember 2004 in den deutschen Kinos und erscheint nun mit einigem Bonus-Material auf DVD. Darunter u.a. mehr als 600 Fotos und ein alternativer Schluss. Ab sofort bestellbar: Die Große Verführung...

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