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Die Frau und der Fremde (1984)

Die Frau und der Fremde Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Frau und der Fremde: Vorzügliches Kammerspiel, in dem ein Kriegsheimkehrer sich bei der Ehefrau seines Kameraden als ihr Gatte präsentiert.

Erster Weltkrieg: Die beiden deutschen Soldaten Richard (Peter Zimmermann) und Karl (Joachim Lätsch) müssen in russischer Kriegsgefangenschaft Zwangsarbeit leisten. Um in der öden sibirischen Steppe zu überleben, erzählt Richard von seiner Frau Anna (Katrin Waligura) – was ihn und seinen Kameraden vor dem Sterben bewahrt. Dann gelingt Karl die Flucht. Bald sucht er Anna auf, verliebt sich in sie und beginnt ein Verhältnis, da beide Richard für tot halten.

Der erfolgreichste Film des DEFA-Regisseurs Rainer Simon nimmt die Novelle “Karl und Anna” von Leonhard Frank als Vorlage für ein sozial, historisch und psychologisch genaues Kammerspiel um eine Frau, die zwischen ihrem verschollenen Mann und einem mysteriösen Fremden steht.

Während des Ersten Weltkrieges befinden sich Richard und Karl in russischer Kriegsgefangenschaft. Um ihre Sehnsucht nach der Heimat zu mildern, erzählt Richard ausführlich von seiner Ehefrau Anna. Als Karl die Flucht gelingt und er zurück nach Deutschland gelangt, sucht er Anna auf und behauptet, ihr Ehemann zu sein. Zwar schenkt ihm Anna keinen Glauben, doch ihre Einsamkeit machen sie für das Werben des Mannes, der so viel über sie weiß, empfänglich. Beide werden ein Paar – bis sie von einer Nachricht Richards überrascht werden, in der er seine baldige Heimkehr ankündigt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Vorzügliches Kammerspiel von Rainer Simon, der im Anschluss an den überbordenden “Das Luftschiff” deutliche Zurückhaltung an den Tag legt und nach den Anfangsszenen in der russischen Steppe den Handlungsort weitgehend auf die Wohnküche Annas beschränkt. Zu den besonderen Verdiensten des auf einer 1926 erschienenen Novelle von Leonhard Frank beruhenden Films zählt der Umstand, dass das Verhalten des von Joachim Lätsch verkörperten Heimkehrers Karl nachvollziehbar wird und Antipathie für die Figur ausbleibt. “Die Frau und der Fremde” ist die einzige DDR-Produktion, die bei den Berliner Filmfestspielen mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde.

Darsteller und Crew

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