Die Frau des Polizisten (2013)

Die Frau des Polizisten Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (2)
  1. Ø 3

Filmhandlung und Hintergrund

Die Frau des Polizisten: Außergewöhnlich umgesetztes, intensives, verstörendes Beziehungs- und Familiendrama um häusliche Gewalt.

Christine und Uwe sind ein junges Paar, das sich liebevoll um seine kleine Tochter Clara kümmert. Sie leben in einem Backsteinhaus in einer Kleinstadt, er arbeitet als Polizist, zum Teil auch Nachtschicht, sie bleibt zu Hause. Sie machen einen gemeinsamen Osterausflug, er kocht abends für alle, sie spielen zusammen. Doch die Familien-Idylle trügt. Uwe wird schnell wütend, will immer ganz genau wissen, wo Christine ist. Sie trägt blaue Flecken am Körper, die nicht nur von ihren spielerischen Kämpfen mit Uwe stammen können.

Ein angesehener Kleinstadtpolizist gerät Zuhause schneller in Rage, als es seiner Familie lieb sein kann. Außergewöhnlich umgesetztes, ebenso intensives wie verstörendes Beziehungs- und Familiendrama um häusliche Gewalt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(2)
5
 
1 Stimme
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
1 Stimme
So werten die Kritiker (0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Intensives, verstörendes Beziehungs- und Familiendrama, das mit ungewöhnlicher, aufregender Kameraarbeit aufwartet.

    Eine grandiose surreale Szene und eine sich langsam zuspitzende, zutiefst beklemmende Atmosphäre bleiben in Erinnerung von diesem ungemein ästhetisch gestalteten und dennoch unglaublich authentisch wirkenden Drama, dessen Thema häusliche Gewalt sich erst langsam herausschält, dann aber mit umso größerer Wucht. Am Anfang stehen beiläufige bisweilen nahezu idyllisch wirkende Alltagsszenen eines scheinbar intakten Familienlebens, später nimmt die erst angedeutete Bedrohung überhand, werden die Bilder von makelloser Kinderhaut der schlafenden Tochter abgelöst von Aufnahmen blauer Flecken auf dem Körper der Mutter. Die spielerischen Kämpfe zwischen dem jungen Paar sind in einseitige Gewalteruptionen übergegangen.

    Den wohl größten Raum im kunstvollen Drama nehmen die zärtlichen Mutter-Tochter-Szenen ein. Sie liegen eng beieinander unter der Decke mit Taschenlampe, in der Badewanne ineinander verschlungen, singen zusammen. Kinderlieder- und Reime werden auch direkt in die Kamera vorgetragen und unterbrechen – zu Familien-Schnappschüssen arrangiert – die lockere, assoziative, nicht unbedingt chronologische Szenenfolge. Bewusste Breaks setzt außerdem die Einteilung mit Schwarzblenden und Schrift in 60 Kapitel, die die Geduld des Zuschauers auf eine (unnötig) harte Probe stellt.

    Gröning, der außer Buch, Regie, Produktion und Schnitt auch die Kameraarbeit selbst übernimmt, wählt ungewöhnliche Ausschnitte und Perspektiven, oft Großaufnahmen, arrangiert aber auch durchkomponierte Tableaux, etwa von einem Autounfall, zu dem der Polizist geholt wird. Mit seiner Erzählweise und Geschichte irritiert, bewegt, fordert er heraus, lässt aber nicht kalt. Der Film, der in unerbitterlicher Konsequenz auf eine Katastrophe zusteuert, bleibt in manchem rätselhaft, mag vielleicht als prätentiös betrachtet werden, ist aber faszinierendes Arthousekino eines Auteurs, das das Thema in gänzlich neuer Form aufgreift und schmerzhaft vor Augen führt. hai.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Spezialpreis der Jury für "Die Frau des Polizisten"

    Der deutsche Beitrag im Wettbewerb der 70. Mostra, "Die Frau des Polizisten", wurde mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Der Goldene Löwe ging an den italienischen Dokumentarfilm "Sacro Ga".

Kommentare