Die drei Musketiere (2011)

Originaltitel: The Three Musketeers
Die drei Musketiere Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 4
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

Die drei Musketiere: Als spektakuläres Actionabenteuer ins Gefecht ziehende Neuverfilmung der Story um die Musketiere des französischen Königs, die die Kriegspläne von Kardinal Richelieu sabotieren.

Frankreich im 17. Jahrhundert. Ein wenig hat der Ruf von Athos, Aramis und Porthos, den zu Müßiggängern mutierten Musketieren des Königs, gelitten. Doch das junge, verwegen kämpfende Landei D’Artagnan bringt frischen Wind in das Trio, gerade als die Degenartisten vor der größten Bewährungsprobe stehen. Sie müssen die gestohlene Halskette der Königin unbemerkt vom jungen Regenten zurückbringen, um Kardinal Richelieus Pläne zu sabotieren, der aus machtpolitischem Interesse das Land in einen Krieg mit England treiben will.

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Athos, Aramis und Porthos sind als Musketiere im Paris des 17. Jahrhunderts eine lebende Legende. Doch nach einem misslungenen Auftrag sind die Helden müde geworden und treiben sich in den Straßen der Hauptstadt herum. Erst der junge aufgeweckte Haudegen D'Artagnan kann die drei zu ihrer alten Form zurückführen. Und bald schon wird das Gespann gebraucht, denn es gilt, die Intrigen des ehrgeizigen Kardinal Richelieus zu vereiteln, dessen einziges Ziel ist, König von Frankreich zu werden. Die Neuverfilmung der berühmten Romanvorlage von Alexandre Dumas strotzt vor frischen Ideen und actionreichen Effekten. So wird der historische Stoff wieder auf originelle Weise lebendig. Den Schauspielern machen ihre Rollen augenscheinlich viel Spaß, vor allem die "Bösewichter" Christoph Waltz, Orlando Bloom und Milla Jovovich genießen das Spiel mit Rollenklischees. Die Mischung aus ruhiger Erzählung und überwältigenden Actionsequenzen, einem fantasievollen Setting und mitreißender Musik schaffen beste Kino-Unterhaltung für alte und neue Fans der Musketiere. Alle für einen und einer für alle!

    Jurybegründung:

    Das Kunststück ist gelungen - der Roman von Alexandre Dumas, ein Stück klassische Weltliteratur, wurde schon mehrfach erfolgreich verfilmt und so fragte man sich unwillkürlich, wieso ausgerechnet dieser doch leicht angestaubte Stoff für eine erneute Verfilmung ausgewählt wurde. Das Ergebnis spricht für sich, denn dabei ist nicht das befürchtete Mantel- und Degeneinerlei herausgekommen, das sich ganz dem effekthascherischen 3D-Diktat der aktuellen Filmwelle unterworfen, hat, sondern ein moderner Blockbuster auf höchstem internationalen Niveau, der es durchaus mit dem ersten Teil der FLUCH DER KARIBIK-Serie aufnehmen kann.
    Den Produzenten und Drehbuchautoren gelang das Kunststück, den Roman in seinem historischen Kontext zu belassen und der Geschichte trotzdem einen zeitgemäßen Anstrich zu verpassen, der junge Kinogänger ebenso glänzend unterhalten wird wie Freunde der anspruchsvolleren Unterhaltung. Ausgefeilte Dialoge und ein perfektes Timing sorgen für kurzweiliges Kinovergnügen, bei dem es eine wahre Freude ist, dem Hin und Her der Degen und der diplomatischen Finten zu folgen.
    Die Musketiere Ihrer Majestät sind ebenso große und bewunderte Helden wie konsequent über ihre Verhältnisse lebende Lebemänner, deren hehre politische Königstreue sich die Waagschale hält mit ihrem Hang zu privaten Eskapaden. Aber auch die Gegenseite ist glänzend aufgestellt. Kardinal Richelieu hat in Milady eine ebenbürtige Mit- und Gegenspielerin gefunden. Es ist erstaunlich, mit welcher Souveränität es Milla Jovovich gelingt, dank ihrer Spielfreude und Vielfältigkeit dem wieder einmal hervorragenden Christoph Waltz ein angemessener Gegenpol zu sein. Und auch Waltz darf dem Antagonisten mehr Tiefe verleihen, als man bei der Besetzung der Rolle zu hoffen wagte.
    Die aufwändigen Dreharbeiten an den vielfältigen Originalschauplätzen wurden mit CGI-Bildern gemischt, die in ihrer übergroßen visuellen Fantasie an den Monty Python-Stil und insbesondere an den Regisseur Terry Gilliam erinnern. Die Ausstattung ist von größter Detailverliebtheit und verleiht dem Film einen Look, der das Auge verwöhnt und die Sinne anregt. Schnelle Schnitte und rasante Action wechseln sich ab mit ausgefeilten Dialogen in kammerspielartigen Szenen mit sorgfältig komponierten Kameraeinstellungen. Konsequent bewegen sich die großen Bilder bewusst "over the top", ohne dabei lächerlich zu wirken. Nina Eichingers Auftritt als Kammerzofe kann man als Hommage an den großen Produzenten Bernd Eichinger verstehen - ihm hätte dieses Werk mit Sicherheit gefallen. Diesen Musketieren drückt man gerne die Daumen bei ihrem Kampf gegen den politischen Gegner und um die Gunst des Kinopublikums. Denn schließlich möchte man doch zu gerne erfahren, mit welch fantastischer Gegenoffensive Orlando Blooms Luftarmada beim anstehenden Kampf um die Macht in und über Frankreich zurückgeschlagen wird.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Zu Anfang, noch vor dem Vorspann, begrüßen uns die wiedervereinten Take That mit freundlichem Hinweis, dass während des Abspanns die neue Single laufen wird. Und schon haben wir etwas, worauf wir uns freuen können. Zumal wir uns an den Auftritt der New Kids on the Block in einer Taverne der „1 ½ Ritter“ vor zwei, drei Jahren erinnern. Und wie schön, dass Til Schweiger auch hier mit von der Partie ist, in ein paar Auftritten glänzt er mit maximalem schauspielerischen Minimalismus, bevor ihn in seinem venezianischen Palast eine riesige Welle verschlingt.

    Doch lassen Sie mich einige erläuternde Worte verlieren. Athos kam im Taucheranzug aus einem Kanal, Aramis stürzte sich von einer Brücke auf eine Gondel, um einen Passagier zu bekämpfen - nicht, ohne zuvor das Vaterunser gebetet zu haben, und nicht, ohne sich danach in seinem Zehn-Minuten-Zeitfenster mit einer Dame zu vergnügen. Und Porthos riss Ketten aus den Verankerungen und schleuderte Mauerstücke auf seine Peiniger (und auf Til Schweiger), wie einstmals Samson oder ein „Herr der Ringe“-Troll. Dann stiegen die drei zusammen mit Milady de Winter in die geheime Schatzkammer von Leonardo da Vinci, wo dieser seine geheimen Erfindungen aufbewahrte, geschützt durch einen gefährlichen Gang mit schrapnellschießenden Wänden – hat da Vinci vielleicht auch tatsächlich persönlich das Drehbuch – erste Fassung – zu „Indiana Jones“ verfasst, dem hier Referenz gezollt wird? Verfolgt werden sie von Til und seinen Mannen, weshalb die Musketiere die Decke sprengen, und das Wasser aus dem venezianischen Kanal schießt auf – aber das hatten wir schon.

    Und das war jetzt nur die Eingangssequenz des Films.

    Für Paul W.S. Anderson ist es kein großer Unterschied, Science Fiction oder einen Mantel- und Degenfilm zu drehen: „Man muss jeden Drehort individuell designen und jedes Kostüm herstellen. Dieses Erschaffen ganzer Welten, in die man das Publikum hineinziehen will, ist eine große Parallele beider Filmgenres.“ Tatsächlich nutzt er alle Möglichkeiten moderner Filmsprache, um größtmögliches Vergnügen zu inszenieren. Und das gelingt durchaus; zumal er ohnehin freimütig alles mischt, was filmisch möglich ist: Diverse komplizierte Schließmechanismen zu Geheimkammern, diverse moderne Waffen, gestaltet im Geist des 17. Jahrhunderts – und das alles in 3D-Technik. Nicht digital hochgepuscht, sondern tatsächlich stereoskopisch gedreht, was wirklich gut aussieht. Auch wenn es von den visuellen Wirkungen her relativ sinnlos bleibt.

    Wie in der Vorlage der Titel in die Irre führt, weil es nicht um die drei Musketiere geht, sondern um d’Artagnan, der zu ihnen stößt und mit ihnen Abenteuer erlebt, wie da also zwischen Handlung und Titel eine Verschiebung stattfindet, so sind in dieser Verfilmung die Stars, die, die man eigentlich im Mittelpunkt vermuten würde, an die Seite geschoben: die vier Hauptfiguren werden von Unbekannten gespielt, Mads Mikkelsen, Milla Jovovich, Orlando Bloom und Christoph Waltz sind die Nebenfiguren. Sie verkörpern verschiedene Ausgestaltungen des Bösen zwischen fies, falsch, hämisch und intrigant. Vier Gegner für vier Musketiere: Das bedeutet, dass ständig was los ist.

    Und es ist Anderson anzurechnen, dass man nie den Überblick verliert in den Kampfszenen – etwa die vier gegen 40 Palastwachen auf dem Markplatz von Bamberg – Verzeihung: St. Germain. Es ist eine Seltenheit, dass man hier immer weiß, wer wo warum wie gegen wen antritt und wo gleichzeitig die anderen im Off stecken. Das zeugt von inszenatorischer Sicherheit und einem Sinn fürs große Ganze der Szene, der im sonstigen Actionfilmschaffen nur kaum vorhanden ist, wenn man an all die Montagegewitter und das Durcheinander denkt, mit dem oftmals jede Klarheit zunichte gemacht wird. Nun ja: Manchmal wirkt der Film etwas zu einfach, weil die Figuren alles haarklein erklären, damit auch der einfach gestrickte Nicht-Musketier im Publikum mitkommt, und auch, weil die Handlung linear und die Figurenmotivationen monothematisch sind – aber dann überrascht er wieder mit einer selbstironischen Volte oder einem kleinen Gag am Rande, und alles ist wieder OK.

    Ja: Irgendwie muss man ständig lachen. Manchmal, weil einiges so bemüht ist, weil die Dialoge dämlich sind oder weil das Geschehen zu offensichtlich geklaut ist. Wirklich billig, wie sich d’Artagnon mit Rochefort anlegt, weil der sein Pferd beleidigt hat – Eastwood und Leone lassen grüßen. Und der Soundtrack ist so oft Note für Note bei den „Pirates of the Caribbean“ plagiiert, dass man sich fast schämen muss. Anderes ist natürlich bewusst ironisch, da lacht man dann direkt über den Gag – das parodistische Zitat feiert fröhliche Urständ in diversen Einbruchs- und Kampfszenen etwa, die aus dem modernen Actionfilm ins Zeitalter Louis’ XIII. verlegt wurden. Und richtig lustig, wie mit Luftschiffen über den Wolken gekämpft wird, inklusive Kanonen, Maschinengewehren, Flammenwerfern, Handgranaten, bis zwei Luftschiffe übereinandergepackt auf dem Kirchenschiff von Notre Dame landen…

    Hier erreicht Andersen tatsächlich die Mischung, die ihm vorgeschwebt ist, zwischen postmodernem Zitatvergnügen, überkandidelter Action und schön eskapistischer Abenteuerspannung – genau wie das Vorbild, die Karibikpiraten. Nicht umsonst spielt Orlando Bloom mit. Und der König von Frankreich sieht in seiner lächerlichen Kleidung aus wie ein gewisser verrückter Hutmacher – so dass Johnny Depp eben doch, wenn auch indirekt, dabei ist.

    Fazit: Ein vergnüglicher Abenteuerspaß, der in seinen besten Momenten die „Pirates of the Caribbean“-Mischung zwischen Zitat, Witz, Unbeschwertheit und Spannung erreicht.
  • So haben wir die legendären Draufgänger noch nie gesehen:?Geballte Starpower in einem spektakulären 3D-Action-Abenteuer nach dem weltberühmten Klassiker.

    Jede Legende hat einen neuen Anfang: Für alle Fans von Adrenalin und Action macht Paul W. S. Anderson, Mastermind der “Resident Evil”-Hits, Alexandre Dumas’ legendäre Helden fit fürs 21. Jahrhundert. Ihr Kampfgeist ist ungebrochen, denn immer noch gibt es für sie Dinge in dieser Welt, für die es sich zu kämpfen und zu sterben lohnt. Das Frankreich des 17. Jahrhunderts wird von Angst beherrscht. Der machthungrige Kardinal Richelieu (grandios böse:?Oscarpreisträger Christoph Waltz) kontrolliert das Land, der englische Herzog Buckingham (Orlando Bloom)?die Lüfte mit seiner neuesten Kriegsmaschine, einem gigantischen Luftschiff. Und die tödliche Attentäterin Milady (Milla Jovovich) wechselt die Seiten so oft wie ihre prunkvollen, verführerischen Outfits. Gemeinsam wollen sie den Kontinent in einen Krieg stürzen – den nur die Musketiere verhindern können. Deren Bekanntschaft macht der junge D’Artagnan (Logan Lerman) gleich an seinem ersten Tag in Paris, als er sich mit Athos (Matthew Macfadyen), Aramis (Luke Evans) und Porthos (Ray Stevenson) anlegt. Doch sein mutiger Kampf mit dem gefährlichen Rochefort (Mads Mikkelsen) imponiert den Musketieren, sie nehmen ihn als vierten im Bunde auf. Die gefährlichen Abenteuer können sie nur überleben, wenn sie sich an ihr Motto halten:?Alle für einen! Und einer für alle! Als rasantes Blockbuster-Abenteuer wird der Klassiker mit einem internationalen Starensemble neu erzählt, in allerneuester, technisch brillanter 3D-Technologie, dicht gepackt mit Action, witzigen Drehbucheinfällen und visuell atemberaubenden Kameraeinstellungen. Und “When We Were Young”, der kommende Hit von Take That, ist zugleich der Titelsong! Die “3D Musketiere” sind das Action-Highlight des Sommers!

Darsteller und Crew

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