Die Bücherdiebin (2013)

Originaltitel: The Book Thief
Die Bücherdiebin Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (3)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 2.5

Filmhandlung und Hintergrund

Die Bücherdiebin: Bewegendes Drama nach dem Bestseller um ein Mädchen, das bei Pflegegeltern in Nazi-Deutschland aufwächst, die einen jüdischen Flüchtling im Haus verstecken.

Liesel Meminger kommt, nach dem Tod ihres kleinen Bruders und der Verhaftung der Mutter, im Jahre 1938 bei Pflegeeltern in einer deutschen Kleinstadt unter. Ihr liebevoller neuer Papa, ein ob fehlender Parteizugehörigkeit kaum beschäftigter Schildermaler, bringt dem aufgeweckten Kind Lesen und Schreiben bei. Bald stellt das Mädchen fest, dass “Wörter Leben sind”. Ihre Phantasie ermöglicht es ihr, den schlimmen Ereignissen, die um sie herum geschehen, zu entfliehen. Große Sorgen macht sie sich um Max, einen Juden, der in ihrem Keller Unterschlupf gefunden hat.

Ein Mädchen wächst bei Pflegeeltern in Nazi-Deutschland auf, die einen jüdischen Flüchtling verstecken. Bewegendes Drama nach dem Bestseller von Markus Zusak, das einfühlsam über ein Kinderschicksal während der NS-Zeit erzählt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Titelheldin des Dramas "Die Bücherdiebin" ist eine beeindruckende Symbolfigur für das Leben, das der Zerstörung trotzt. Der poetische Stil der Inszenierung von Brian Percival (TV-Serie "Downtown Abbey") stellt eine enge Verbindung zur gleichnamigen Buchvorlage von Markus Zusak her. "Keiner hat dem Führer treuer gedient als ich", sagt der Tod, der als unsichtbarer, sporadisch auftauchender Off-Erzähler dient. Mit seinen starken Darstellern, allen voran der jungen Kanadierin Sophie Nélisse, zeichnet der Film ein atmosphärisch dichtes Bild einer Jugend in Hitler-Deutschland.

    Liesels Geschichte bei den Hubermanns umfasst die Zeitspanne von der Reichspogromnacht 1938 bis zum Kriegsende und wird gefolgt von einem kurzen Epilog. Mit der Trauer um ihren kleinen Bruder und der Sehnsucht nach der Mutter, an deren Rückkehr sie zunächst noch glaubt, bleibt sie weitgehend allein. Wie ihre Kameraden an der neuen Schule singt sie unbekümmert Nazilieder und marschiert mit zur Bücherverbrennung. Aber sie merkt, dass die Wahrheit nicht ausgesprochen werden kann. Niemand darf zum Beispiel erfahren, dass sich im Keller der Hubermanns ein junger Jude versteckt. Der Film findet prägnante Beispiele für die Bedrohung, die Liesel nicht nur spürt, wenn Bombenalarm ist.

    Die Welt der Bücher schenkt Liesel geistige Freiheit. Heimlich leiht sie sich aus der Villa des Bürgermeisters Romane aus, die sie dem kranken Max vorliest. Der gebildete junge Mann fördert ihre Kreativität: Sie soll ihm sinnlich beschreiben, wie der Tag draußen aussieht. Mit großer emotionaler Wärme schildert der Film Liesels inneres Wachstum zwischen Glück, Angst und Verlust.

    Die Aufnahmen, die hauptsächlich im Studio Babelsberg entstanden sind, tauchen ein in das Zeitkolorit einer Straße mit kleinbürgerlichen Häusern. Im Halbdunkel ihrer Räume fristen die Hubermanns ein zunehmend karges Leben, in dem ein wenig Spaß Luxus ist. Die komplexen Charaktere und der subversive Humor der Geschichte ergeben mit ihrem Gegenpol, der Stimme des Todes, ein ausdrucksstarkes filmisches Gemälde, das der Realität jener Jahre gerecht wird.

    Fazit: Die bewegende Romanverfilmung "Die Bücherdiebin" über eine Jugend in Hitler-Deutschland und die rettende Kraft der Literatur überzeugt mit ihrem poetischen Stil und herausragenden Darstellern.
  • Einfühlsames und sorgfältig umgesetztes Zeit(geist-)Porträt nach Markus Zusaks Jugendbuchbestseller um ein leseverrücktes Mädchen in Nazi-Deutschland.

    Zum weltweiten Bestseller ist Markus Zusaks “Die Bücherdiebin”, in Australien 2005 erstaufgelegt, avanciert, in 15 Sprachen wurde es schon übersetzt. Das bewegende Jugendbuch schildert, aus der Perspektive eines Kindes, eine Kindheit in Nazi-Deutschland. Michael Petroni (“Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte”) hat das Skript, unter Verzicht einiger Nebenfiguren und Subplots, nahe an der Vorlage adaptiert, Brian Percival (“Downton Abbey”) es stimmig umgesetzt.

    1938 setzt die Handlung hoch über ziehenden Wolken ein, der Tod stellt sich als Erzähler vor und verrät, dass er sich selten mit den Lebenden beschäftigt – mit Ausnahme der kleinen Liesel Meminger (Sophie Nélisse). Mit ihrer Mutter und dem kranken Bruder sitzt sie in einem Zug, der durch eine schneebedeckte Landschaft dampft. Im (fiktiven) Zielort Molching, einer deutschen Kleinstadt, kommt sie alleine an. Der Junge ist unterwegs gestorben, die Mama wurde – so munkelt man später – wegen kommunistischer Umtriebe verhaftet. Am Bahnhof wird sie von ihren Pflegeeltern, dem gutherzigen Schildermaler Hans Hubermann (Geoffrey Rush) und dessen ewig keifender Frau Rosa (Emily Watson) abgeholt.

    Als sich herausstellt, dass Liesel Analphabetin ist bringt Hans seiner schweigsamen “Majestät” das ABC und das Lesen bei. “Wörter sind Leben” erkennt das Mädchen, das fortan alles verschlingt was ihr in die Hände fällt und die sich auch nicht scheut, nach der “Reichskristallnacht” das verkohlte Buch eines “entarteten” Schriftstellers aus der Glut zu retten. Dabei wird sie von der Frau des Bürgermeisters (Barbara Auer) beobachtet, die ihr daraufhin gestattet, heimlich ihre gut bestückte Bibliothek zu benützen.

    Wie schon in “Der Vorleser” erfährt man hier im Zuge der sorgsam entwickelten, etwas zu ruhig umgesetzten Initiationsgeschichte vom gefährlichen Kriegsalltag. Die Action-Höhepunkte, ein Luftangriff und eine Hausdurchsuchung durch die SS, sind klug gesetzt und lenken nicht von der Story ab, am Leben in der “Himmelstraße” spiegelt sich die Weltgeschichte. Jude Max (Ben Schnetzer) wird unter Lebensgefahr im Keller versteckt, Hans bekommt kaum Arbeit weil er sich weigert, der Partei beizutreten, und Nachbarsjunge Rudi (Nico Liersch), der sich sehnlich einen Kuss von Liesel wünscht, träumt davon so schnell zu laufen wie US-Olympiasieger Jesse Owens – wofür er sich sogar das Gesicht mit Kohle schwärzt und dafür entsprechend Ärger bekommt.

    Penibel und detailgenau fällt Simon Elliotts (“Byzantium”) Szenenbild aus, das Florian Ballhaus in treffend düsteren Breitwandaufnahmen gekonnt zur Geltung bringt, ein Ausnahmesoundtrack ist Steven Spielbergs “Hauskomponist” John Williams gelungen, der den Plot stets punktgenau kommentiert. Für die schauspielerischen Höhepunkte sorgen Rush mit Wärme und stillem Humor, während Watson meisterlich ihr mitfühlendes Herz hinter einer rauen Schale verbirgt. geh.
  • Als Buchverfilmung bestenfalls enttäuschend, als Geschichtsdrama hohl und gefühlsblind. Ein Film ohne Intelligenz oder Erkenntnisgewinn. Und langweilig ist er noch dazu.
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Darsteller und Crew

News und Stories

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    Markus Zusaks Bestseller-Roman "Die Bücherdiebin" kommt nächstes Frühjahr mit Geoffrey Rush, Emily Watson und Sophie Nélisse in den Hauptrollen in die deutschen Kinos. Nun ist ein erster internationaler Trailer eingetroffen.

  • Beim Dreh von "Die Bücherdiebin"

    In Berlin inszeniert "Downton Abbey"-Regisseur Brian Percival die Verfilmung des Bestsellers von Markus Zusack - u.a. mit Superstar Geoffrey Rush!

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