Die Braut, die sich nicht traut (1999)

Originaltitel: Runaway Bride
Die Braut, die sich nicht traut Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Braut, die sich nicht traut: Romantische Zuckerguß-Komödie, in der sich ein abgebrühter Journalist und eine von pathologischer Bindungsangst geplagte Kleinstadtschönheit zusammenraufen müssen.

Schon dreimal ist der bezaubernde Wildfang Maggie Carpenter in der Kleinstadt Hale direkt vor dem Traualtar ausgebüchst. Für den abgebrühten New Yorker Kolumnisten Ike Graham ist das Grund genug, ohne Überprüfung der Fakten einen bitterbösen Artikel über sie zu schreiben. Maggie sorgt dafür, daß er gefeuert wird. Und Ike reist nach Hale, um vor Ort zu sein, wenn Maggie bei ihrem vierten Hochzeitsversuch scheitert…

In New York City arbeitet Ike Graham als Journalist für USA Today. Eine bissige Kolumne über eine gewisse Maggie Carpenter, die bereits dreimal einen potenziellen Ehemann vor dem Altar versetzt hat, kostet Ike den hochdotierten Job. Auf Rache sinnend, sucht er die berühmt-berüchtigte Beinahe-Braut in deren, in der tiefen Provinz gelegenen Heimatstädchen auf. Sein Ziel: eine gesalzene Home Story, die Maggie endgültig als treuloses Weib outen und seinen guten Ruf wiederherstellen soll…

Eine Story über eine Frau, die bereits drei Männer vor dem Traualtar vergeblich warten ließ, kostet Ike seinen Job als Journalist. Von Rachegelüsten geleitet, sucht er die Beinahe-Braut in ihrem Heimatstädtchen auf. Fast neun Jahre nach “Pretty Woman” brachte Regisseur Garry Marshall Julia Roberts und Richard Gere zum zweiten Mal gemeinsam vor die Kamera und schuf damit erneut eine wunderbar altmodische, romantische Komödie.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Neun Jahre nach “Pretty Woman”, mit 10,6 Mio. Besuchern immer noch erfolgreichste Komödie aller Zeiten auf deutschen Leinwänden, hat sich das Erfolgstrio Julia Roberts, Richard Gere und Garry Marshall erneut zusammengefunden, um ein von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestelltes Publikum mit einer romantischen Fantasie, diesmal über eine hinreißende Kleinstadtschönheit mit pathologischer Bindungsangst, von den Füßen zu fegen. Als zweite Roberts-Hitkomödie des Jahres nur knapp drei Monate nach dem Start von “Notting Hill” terminiert, ist diese Zähmung einer Widerspenstigen auch als durch und durch amerikanische Zuckerguß-Antwort auf die betont britische Gag- und Typenparade von Roger Michell konzipiert: gefällig, ein bißchen brav, ganz auf seine zwei souveränen Stars zugeschnitten – und hochkommerziell.

    “I still haven’t found what I’m looking for” von U2 tönt über die ersten Bilder, in denen Julia Roberts wie ein Wildfang auf dem Rücken eines Pferdes über die Wiesen des unberührten Mittleren Westens der USA galoppiert. In zweierlei Hinsicht gibt der Song das Thema des Filmes vor: Zum einen fängt diese eine Textzeile präzise ein, warum die überwältigende Maggie aus der Bilderbuchkleinstadt Hale bereits dreimal vor dem Traualtar den Rückwärtsgang eingelegt hat und auch ihr vierter Versuch scheitern könnte. Zum anderen offenbart Regisseur Garry Marshall sogleich, daß seine Komödie das Herz nicht nur auf dem rechten Fleck tragen will, sondern den Blick auch streng in die achtziger Jahre richtet: in eine Zeit, in der Komödien noch sorglos und das abgebildete Leben einfach und konservativ waren. Verglichen mit dieser heimeligen Zurschaustellung blitzsauberer amerikanischer Werte nimmt sich so mancher Doris-Day-Film aus wie ein anarchistisches Traktat.

    Aber gerade das macht dieses kunstvoll-kommerziell konzipierte Hohelied auf die einfachen Werte, in dem Liebe unweigerlich zur Hochzeit führen muß, für ein breites Publikum wohl so reizvoll – zumal ein alter Profi wie Marshall weiß, daß die Chemie zwischen Gere und Roberts pures Gold wert ist. So hält er der Welt erfolgreichste Schauspielerin auch schwärmerisch in Norman-Rockwell-artigen Bildern fest, als handele es sich bei ihr um das achte Weltwunder. Wenn sie als Maggie elfengleich durchs Bild schwebt und ihr unvergleichliches Lächeln aufblitzen läßt, dann ist es um den Kinogänger ebenso geschehen wie um die Männer, die sie umschwirren wie Motten das Licht. Daß sie dem jeweiligen Mr. Right mit schöner Regelmäßigkeit kurz vor dem Ja-Wort ausbüchst, macht sie nicht nur zur Zielscheibe der Witze des gesamten Städtchens, sondern bringt ihr auch eine herablassende Kolumne des zynischen USA-Today-Journalisten Ike Graham ein. Im Gegenzug bewirkt Maggie seine Entlassung und seinen Besuch in Hale, wo sie in Kürze ihren vierten Hochzeitsversuch unternehmen will.

    In klassischer Screwball-Comedy-Manier läßt Garry Marshall seine Stars aufeinander losgehen, wobei nie ein Zweifel daran besteht, daß sie füreinander geschaffen sind. Daß “Die Braut, die sich nicht traut” trotzdem einige Überraschungen bereithält, ist nicht nur dem unwiderstehlichen Charme von Roberts und Gere zu verdanken, sondern auch dem Drehbuch von Josann McGibbon und Sara Parriott, das seine beiden Gefühlskrüppel im Mittelpunkt über einen vergnüglichen Hindernisparcours schickt. Clever schanzte Marshall den Charakter-Assen Hector Elizondo, Joan Cusack und Rita Wilson pfiffige Schlüsselrollen am Rande zu: Ihre gewitzten Kommentare sorgen dafür, daß dieses filmische Äquivalent zu allamerikanischem Applepie nicht nur süß ist, sondern auch Biß hat. ts.

Darsteller und Crew

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