Die Boxtrolls (2014)

Originaltitel: The Boxtrolls
Die Boxtrolls Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Boxtrolls: Skurriles Stop-Motion-Animations-Abenteuer nach einer Vorlage von Alan Snow um einen Waisenjungen, der bei freundlichen Monstern aufgewachsen ist, die von den Menschen erbittert gejagt werden.

Das Studio, das schon die liebenswerten Filme „ParaNorman“ und „Coraline“ auf die Zuschauer losließ, kommt mit ihrem neuen Stop-Motion Film um die Ecke und zeichnet das Leben der knuffigen Boxtrolls nach.

In der Kinderbuchverfilmung „Die Boxtrolls“ hält sich das Gerücht hartnäckig, dass es sich bei den Boxtrolls um böse Monster handelt, vor denen man sich in Acht nehmen sollte. Sie ziehen nachts durch die Straßen der kleinen Stadt Cheesbridge und rauben Kinder und Käse. Doch das ist nicht die volle Wahrheit, denn bei den Boxtrolls, die Nacht für Nacht aus den Gullideckeln klettern, handelt es sich um viel liebenswertere Wesen, als die Bevölkerung meinen mag. Sie haben ein großes Herz und das quirlige Volk aus wandelnden Kartons zieht fortan den kleinen Waisenjungen Eggs (Isaac Hempstead-Wright) auf.

Doch schon bald zieht eine dunkle Gefahr auf, die den Boxtrolls an den Kragen will. Zusammen mit einem kleinen Mädchen setzen die winzigen Helden alles daran, sich gegen das Böse zur Wehr zu setzen, das nicht nur den Boxtrolls den Kampf angesagt hat, sondern auch eine Bedrohung für die ganze Stadt Cheesbridge ist.

„Die Boxtrolls“ basiert auf Alan Snows \”Here Be Monsters!\” und auch der dazugehörige Film hörte zuerst auf diesen Titel, bei dem die Filmemacher Graham Annable und Anthony Stacchi die Regie übernahmen. Die Stop-Motion-Animationsschmiede Laika konnte zuvor schon bei ihren Filmen „ParaNorman“ und „Coraline“ allerhand Erfahrungen sammeln und heimste für ihre Filme viel Lob ein. Bei der Oscarverleihung 2015 wurde „Die Boxtrolls“ sogar für den Oscar in der Kategorie Bester Animationsfilm nominiert, doch am Ende sicherte sich Disneys „Baymax – Riesiges Robowabohu“ die goldene Trophäe.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Großartige Bilder, aber inhaltlich nur Durchschnitt. Auf hohem Niveau: der bisher schwächste Laika-Film.
  • Die hochnäsigen Bürger von Cheesebridge, die mit leckerem Käse zu Wohlstand gekommen sind, schauen abfällig auf die BoxTrolls herab, die tief unter der Stadt leben und erbittert gejagt werden, weil sie angeblich Käse und kleine Kinder stehlen. In Wirklichkeit aber sind die putzigen BoxTrolls ein lustiges Völkchen, das keinem etwas zuleide tut und vor den Menschen mehr Angst hat als diese vor ihnen. Unter ihnen lebt auch der 11-jährige Waisenjunge Eggs. Als einige der Boxtrolls von Trolljägern entführt werden, wagt sich der Junge erstmals an die Oberfläche – und erkennt, dass er selbst einer der Menschen ist … Detailverliebtes Stop-Motion-Animations-Abenteuer um einen Waisenjungen, der alles dafür gibt, zwei völlig unterschiedliche Welten zu versöhnen, von den Machern von “Coraline”.

    Fazit: Detailverliebter Familienspaß um zauberhaft-liebenswerte Figuren.
  • Der animierte 3D-Fantasyfilm "Die Boxtrolls" entführt die Zuschauer in eine überaus schräge Welt, in der das Hässliche normal ist. Die dritte Produktion des amerikanischen Animationsstudios Laika nach "Coraline" und "ParaNorman" basiert auf dem Fantasy-Bestseller "Here Be Monsters" von Alan Snow. Unter der Regie von Anthony Stacchi (Co-Regie bei "Jagdfieber") und Graham Annable entfaltet sich rund um zwei Helden im Kindesalter ein Abenteuer, das vor skurrilen Ausschmückungen nur so strotzt. Um den sehr eigenwilligen Charme dieser Geschichte zu genießen, muss man die Geduld aufbringen, sich auf immer neue Überraschungen einzulassen. Kleinere Kinder könnte das überfordern, ebenso wie die Ekelszenen, in denen Archibald Snatchers Gesicht aufgrund einer Käseallergie anschwillt.

    Gar nicht so viel anders als der Held in "Wall-E" ziehen auch die Boxtrolls durch die leeren nächtlichen Straßen und sammeln Müll und Schrott. Die grauen Männchen mit den Schweineohren sind lustig und friedlich, was aber oben in Cheesebridge niemand weiß. Im viktorianisch altertümlichen Städtchen trachtet der perfide Archibald Snatcher nach der Macht, die in den Händen von Winnies Vater liegt. Aber der Ahnungslose hört ja seiner Tochter nie zu, was den Kampf der beiden Kinder gegen das Unrecht beinahe aussichtslos erscheinen lässt. Die Geschichte verfügt über atmosphärisch reizvolle und spannende Passagen, hat aber auch einige Längen.

    Die Mischung aus Stop-Motion, handgezeichneter und computergenerierter Animation erschafft ein Universum abseits der gängigen Schönheitsvorstellungen. Selbst die gute kleine Winnie hat herbe Züge, die von einer 30-Jährigen stammen könnten. Die Farbgebung bevorzugt verblichene, vergilbte, unnatürliche Pastelltöne. Sie suggerieren einen leichten Anflug von Übelkeit, wie auch die Vorliebe der Bewohner für stinkigen Käse. Schon weil er so gar nicht niedlich ist, bietet der Film ein garantiert ungewöhnliches Kino-Erlebnis.

    Fazit: Das schräge Animationsabenteuer "Die Boxtrolls" versteht es, mit seiner überbordenden Fantasie und seiner Lust am Sprengen von Schönheitsidealen zu fesseln, fordert aber auch einiges an Aufmerksamkeit.
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