Devil's Due - Teufelsbrut (2014)

Originaltitel: Devil's Due
Devil's Due - Teufelsbrut Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Devil's Due - Teufelsbrut: Bedächtiges Horrordrama im Found-Footage-Format in der Nachfolge von "Rosemaries Baby", das aus der Perpektive des werdenden Vaters erzählt wird.

In ihren Flitterwochen auf Santo Domingo landen Zach und Samantha am letzten Abend in einem angesagten Tanzclub. Der Alkohol fließt in Strömen und am nächsten Morgen können sie sich an nichts erinnern. Zuhause stellt sich heraus, dass Samantha schwanger ist. Schon bald beginnt sie sich körperlich und mental zu verändern, sie isst rohes Fleisch und neigt zu Wutausbrüchen. Doch ihr sonderlicher neuer Gynäkologe versichert dem jungen Paar das alles in Ordnung sei.

Eine junge Frau wird auf mysteriöse Weise schwanger und beginnt sich deutlich zu verändern. Horror im Found-Footage-Format in der Tradition von “Rosemaries Baby”, der aus Sicht des werdenden Vaters erzählt wird.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Kinogeld sparen und lieber eigene Urlaubsvideos von früher rauskramen – die dürften garantiert gruseliger sein.
  • Bedächtiges Horrordrama im Found-Footage-Format, das sich beim cineastischen Erbgut des Genreklassiker “Rosemaries Baby” (1968) bedient.

    Seit dem Erfolg von “Blair Witch Project” wird Found Footage, bestehend aus verwackelt-amateurhaften Camcorder-Aufnahmen, gerne bei Low-Budget-(Horror-)Produktionen eingesetzt. Ein Beispiel jüngerer Vergangenheit ist die “Paranormal Activity”-Reihe, und auch die “Teufelsbrut”-Filmemacher Matt Bettinelli-Olphin und Tyler Gillett benutzen den Gimmick für ihre gemeinsame Inszenierung. Dabei gehen sie vergleichsweise dezent und koordiniert ans Wackel-Werk, indem sie Camcorder, Knopfloch-, Helm- und Nachtsicht-Kameras nur spärlich zum Einsatz bringen. Stattdessen zeigen sie viel aus der Sicht von statischen Überwachungskameras; darüberhinaus hat der filmende Protagonist eine relativ ruhige Hand. Dem Drehbuch von Skriptnovizin Lindsay Devlin zufolge wird diese Satansempfängnis-Story aus Perspektive des zukünftigen jungen Vaters erzählt. Er dokumentiert (und kommentiert) das Leben mit seiner Frau und ihre folgende sinistere Schwangerschaft auf Schritt und (Fehl)Tritt.

    Am letzten Abend während ihrer Flitterwochen auf Santo Domingo landen Zach (Zach Gilford) und Samantha (Allison Miller) in einem angesagten Tanzclub. Der Alkohol fließt in Strömen und am nächsten Morgen können sie sich an nichts erinnern. Zuhause stellt sich heraus, dass Samantha schwanger ist. Schon bald beginnt sie sich körperlich und mental zu verändern, was sich unter anderem mit dem Konsum rohen Fleisches und erschreckenden Wutausbrüchen bemerkbar macht. Doch ihr sonderlicher neuer Gynäkologe versichert dem jungen Paar das alles in Ordnung sei. Gleichzeitig werden sie von einer Gruppe Fremder beschattet (und heimlich gefilmt). Zudem kommen ein Priester, Rehe und einer Gruppe Teenager blutig zu Schaden. Seinen diabolischen Höhepunkt findet der Schrecken schließlich mit der Höllengeburt der Satansbrut.

    Erst für das Finale eskalieren die Filmemacher die Gewalt und greifen in die Spezialeffekte-Vollen. Zuvor konzentrieren sie sich ausgiebig auf den Alltag der beiden Protagonisten, leider ohne tiefere Charakterzeichnung. Vielen Genrefans wird das besonnene Tempo als zu langsam anmuten. Auch werden sie die spärlichen Schockmomente und Überraschungen bemängeln. Wer seinen Horror mit gemächlichem Spannungsaufbau mag, liegt hier richtig. ara.
  • Wenn zu Beginn der Filme "(REC) 3" und "The Last Excorcism 2", deren Vorläufer zu den herausragenden Beispielen der Found-Footage-Horrorwelle zählen, die Digitalkameras demonstrativ zertrümmert werden und sich das drastische Geschehen danach wieder in konventionellen Bahnen bewegt, heißt dies nicht, dass damit ein Ende der übernatürlichen Handyfilme erreicht wäre. Ganz im Gegenteil: Obwohl einige Fortsetzungen nach neuen Wegen suchen, erfreuen sich die preisgünstig produzierten Schocker, auf teure Effekte und Stars verzichtend, bei jungen Filmemachern weiterhin großer Beliebtheit. Während Veteran Barry Levinson etwa mit "The Bay" einen originellen Öko-Monster-Politthriller gelang, folgten daneben auch weniger erfreuliche Gegenbeispiele wie den zähen Exorzismus-Aufguss "Devil’s Due – Teufelsbrut" von Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett ("V/H/S").

    In ihrem Langfilmdebüt mixen die beiden Filmemacher den Plot von "Rosemaries Baby" mit dem Homevideo-Look von "Paranormal Activity", wobei sie von versteckten Überwachungskameras über den Satanskult bis hin zu PSI-Kräften Elemente aus allen Teilen einfließen ließen. In einer langen Rückblende, beginnend mit Zachs Verhör in einem Polizeirevier, entrollt das Regieduo einen vorhersehbaren Verschwörungsplot um ein frisch vermähltes Paar in den Klauen einer Teufelssekte samt Bibelzitaten, falschem Arzt, bedrohtem Priester und ironisch eingesetzten Popsongs.

    Anfangs stammt das meiste Videomaterial vom dokumentarsüchtigen Bräutigam, der möglichst viel von der Trauungszeremonie, der Hochzeitsreise sowie dem Ehealltag für die eigene Chronik und später für das ungeborene Kind festhalten möchte. Um die ohnehin mäßige Spannung zu erhöhen, bieten Bettinelli-Olpin und Gillett dem Zuschauer einigen Wissensvorsprung. So läuft die Kamera während der teuflischen Zeremonie für einige Sekunden weiter, was Zach zunächst überhaupt nicht auffällt. Später ergänzen die Regisseure die digitalen Aufnahmen mit Material aus öffentlichen und versteckten Überwachungskameras, wobei die meisten Bilder dem Protagonisten nicht zugänglich sein konnten. Somit muss es sich bei dem fertig geschnittenen Film wohl um eine Art Schulungsvideo für angehende Satanisten aus dem Sekten-Archiv handeln.

    Nur selten wartet das Langfilmdebüt der Newcomer mit einer einfallsreichen Sequenz wie beispielsweise dem viel versprechenden Beginn auf, in der die Kamera einen voyeuristischen Blickwinkel einnimmt und den Zuschauer zugleich auf eine falsche Fährte lockt. Darüber hinaus entrollt sich eine formal zwar solide, aber reichlich überraschungsarme Gruselmär, die selbst in den wenigen Schocksequenzen vorhersagbar bleibt. Durch die zahlreichen Alltagsszenen zu Beginn verbreitet "Devil’s Due" eine lähmende Ereignislosigkeit, von der sich der Thriller selbst dann nicht erholt, als er gegen Ende die Spannungsschraube anzuziehen versucht.

    Fazit: Einmal mehr kündigt sich in "Devil’s Due – Teufelsbrut" der Antichrist an, doch angesichts einer zähen Inszenierung vermag der Found-Footage-Horrorthriller nur selten eine Atmosphäre der Bedrohung vermitteln.
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