Der Regenmacher (1997)

Originaltitel: The Rainmaker
Der Regenmacher Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Regenmacher: Francis Ford Coppolas Verfilmung eines Grisham-Romans mit präziser Personenzeichnung und pessimistischer Sichtweise.

Der junge, idealistische Anwalt Rudy Baylor übernimmt die Vertretung des an Leukämie erkrankten Arbeiters Donny Ray und tritt damit gegen einen Versicherungskonzern an, der sich weigert, die Behandlungskosten zu übernehmen. Obwohl er gerade erst sein Studium abgeschlossen hat und ihm nur der gewiefte Deck Schiffler als Assistent zur Seite steht, bringt Rudy den Prozeß zu einem überraschenden Ausgang.

Rudy Baylor, Student der Rechtswissenschaften, hat nur ein Ziel: Er will ein “Regenmacher”, sprich ein Star-Anwalt werden. Doch zunächst muß sich der Neo-Jurist noch bewähren. Das ist nicht leicht, erweist sich doch schon sein erster großer Fall als schier hoffnungsloses Unternehmen. Baylors Gegner ist nämlich der mächtige Versicherungskonzern Great Benefit. Dieser, vertreten durch den gerissenen Anwalt Leo F. Drummond, weigert sich strikt, die Behandlungskosten für dessen an Leukämie erkrankten Kunden Donny Ray zu übernehmen…

Francis Ford Coppolas Verfilmung eines Grisham-Romans mit präziser Personenzeichnung und pessimistischer Sichtweise.

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Kritikerrezensionen

  • Ohne Anwalt geht in Hollywood gar nichts – sei es hinter den Kulissen oder (besonders im vergangenen Jahr) vor der Kamera. Die nunmehr sechste Adaption eines John-Grisham-Bestsellers geht auf das Konto von Francis Ford Coppola, der mit unvergessenen Meisterwerken wie “Apocalypse Now” und “Der Pate” Filmgeschichte geschrieben hat. Er verfaßte zudem das relativ eng dem Original verhaftete Drehbuch (minus allzu vieler Subplots) und das Ergebnis darf durchaus als eine der besten Grisham-Verfilmungen bezeichnet werden. Zwar findet sich in der Hauptrolle nicht wie in “Die Firma” ein Star vom Format eines Tom Cruise wieder, doch der sympathische Newcomer Matt Damon (“Courage Under Fire”) verfügt über eine starke Leinwandpräsenz und wird darüberhinaus von einer hochkarätigen Besetzungsriege unterstützt.

    Wie von einer Coppola-Produktion zu erwarten, sind Kameraarbeit, Schnitt, Produktionsdesign und selbstverständlich auch der musikalische Score erster Güteklasse. Coppola ist es nicht nur an handwerklicher Präzision gelegen, auch bei der erzählerischen Strukturierung seines Juristen-Thrillers geht er mit methodischer Perfektion vor. Wie in der Vorlage wird die Spannung sorgfältig und ohne Eile aufgebaut. Die Geschichte vom jungen, idealistischen Anwalt Rudy Baylor (Damon), der sich mit einem unlautere Geschäftspraktiken betreibenden Versicherungskonzern einen erbitterten Rechtskampf liefert, ist eine typische David-und-Goliath-Story. Jon Voight (“Anaconda”) repräsentiert als arroganter Anwalt die profitgierige Versicherungsgesellschaft Great Benefit, die sich weigert die Behandlungskosten für Baylors an Leukämie leidenden Klienten Donny Ray (Johnny Whitworth) zu tragen. Baylor ist seinem mit einem ganzen Team arbeitenden Opponenten nicht nur in Manpower, sondern auch in Erfahrung unterlegen, da er gerade erst das Studium abgeschlossen hat. Dem Grünschnabel steht jedoch mit dem gewieften Deck Schiffler (unbremsbares Energiebündel: Danny De Vito) ein formidabler Assistent zur Seite. Beharrlich und ohne sich von seinen schier übermächtigen Gegnern entmutigen zu lassen, bringt er die Verhandlung zu einem überraschenden Ausgang.

    Ein Subplot um eine mißhandelte Ehefrau (Claire Danes) etabliert den Protagonisten zwar vollständig als gutherzigen Samariter, wirkt aber fast eine Spur zu zweckdienlich. Die bunt gemischte lokale Szenerie setzt sich des weiteren aus Teresa Wright als schrullige alte Dame, Mickey Rourke als krimineller Anwalt mit Haifischgrinsen, Virginia Madsen als entscheidende Zeugin, Roy Scheider als rückgratloser Versicherungspräsident und einem in den Credits ungenannten Danny Glover als verständnisvollem Richter zusammen.

    Momente von ergreifender Sentimentalität wechseln sich geschickt ausbalanciert mit überraschend humorvollen Passagen ab, für die vor allem De Vitos gewitzte Figur zuständig ist. Coppola tischt kein kitschiges Happy End auf, sondern evoziert ein Gefühl ambivalenter Desillusionierung, das vom Protagonisten im Off-Kommentar auf den Punkt gebracht wird. Der Underdog ist aufrecht geblieben, kann aber gegen das allmächtige Establishment letztlich nicht gewinnen. Coppola gibt in seiner Version der geradlinigen Moralfabel deutlich zu verstehen, daß der amerikanische Traum auf Kosten der Unterpriviligierten gelebt wird. Was zur plumpen Predigt geraten hätte können, besticht durch warmherzige Emotionalität und als spannendes Gerichtssaaldrama ohne überflüssige Schnörkel. ara.

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